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Entwarnung an der Alten Donau

04.07.2012 | 20:15 |   (DiePresse.com)

Das Wasser ist zwar trüb und warm wie gewöhnlich erst im August, die Pegel der Alten und Neuen Donau sinken durch die Hitze aber nicht.

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Wien/cim. In Wiens Badegewässern herrschen Anfang Juli Verhältnisse wie gewöhnlich im August. Die Angst, an der Alten Donau sinke der Wasserstand, dürfte aber unbegründet sein. Der Pegel, sagt Martin Kollar von der MA 45 (Wiener Gewässer) schwanke jährlich um plus/minus zehn Zentimeter, heuer wurde ein Tiefststand im Mai erreicht, aktuell steht der Pegel zehn Zentimeter darüber und steigt. Die Hitze hat darauf keinen Einfluss. Schließlich werden Alte und Neue Donau aus Grundwasser gespeist, der Abfluss kann gesteuert werden.

Der Grundwasserstand hänge vom Regen im Herbst, Winter und Frühjahr ab, nicht vom Wetter im Sommer. Nur trüb sei die Donau schon, wie im August, heißt es in einem Bootsverleih. Wegen der Pflanzen, die stärker wachsen. Die Qualität habe sich durch das Mähen und gezielte Setzen von Pflanzen aber klar verbessert.
Dieser Tage leidet die Qualität vor allem an den Bakterien, die Badende ins Wasser tragen, erklärt man in der Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle der Stadt (MA 39). Die Hitzewelle müsse aber Wochen, gar Monate dauern, bevor die Werte so schlecht werden, dass man die Donau sperren müsste. Die Konzentration von Bakterien ist derzeit weit von den Grenzwerten entfernt. Im Strandbad Alte Donau wurde am Montag etwa bei 28 Grad Wassertemperatur eine Konzentration des Darmbakteriums E.Coli von 30 MPN (most probable number – ein statistisches Verfahren zur Messung der Anzahl von Mikroorganismen) pro 100 Milliliter festgestellt. Der Grenzwert liegt bei 1000 MPN pro 100 Milliliter.

 Auch für die Wasserqualität in künstlichen Becken sind Hitze und Besuchermassen kein Problem, sagt Martin Kotinsky von den Wiener Bädern. Dafür sorgen die Gäste: Springt man ins Becken, verdrängt man 100 bis 150 Liter Wasser, das durch Filteranlagen läuft, mit Frischwasser und Chlorgas angereichert und zurück ins Becken gepumpt wird. Das gesamte Wasser werde an einem Sommertag so viermal gereinigt. Springen mehr Gäste ins Wasser, läuft der Kreislauf schneller, mehr Frischwasser kommt ins Becken.

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