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Nach Hagelgewitter: Schneepflug auf A2 im Einsatz

05.07.2012 | 17:57 |   (DiePresse.com)

In der Weststeiermark mussten überflutete Keller ausgepumpt und Straßen freigemacht werden. In Oberösterreich gibt es bereits 80 Unwetter-Einsätze.

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In der weststeirischen Region um Voitsberg-Köflach ist am Donnerstagnachmittag ein schweres Unwetter niedergegangen.Auch in Oberösterreich gab es wieder Starkregen und Gewitter.

In der Weststeiermark standen rund zehn Feuerwehren im Einsatz, um Dutzende überflutete Keller auszupumpen und Straßen freizumachen. Auf der Südautobahn (A2) im Bereich Steinberg und Modriach musste die Asfinag sogar einen Schneepflug losschicken, um die Hagelkörner von den Fahrbahnen zu räumen.

Das Unwetter hatte sich am Nachmittag über der weststeirischen Bezirkshauptstadt zusammengebraut: Große Regenmengen gingen nieder, begleitet von teils heftigem Hagelschlag. Binnen Minuten sanken die Temperaturen von rund 30 auf unter 20 Grad Celsius. Die örtlichen Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun, um unter Wasser stehende Keller auszupumpen, so ein Feuerwehrsprecher.

"Winterdienst" auf der Südautobahn

Auf der Südautobahn machte laut Asfinag Hagel einen "Winterdienst-Einsatz" erforderlich: Tischtennisballgroße Hagelkörner prasselten im Zuge eines schweren Gewitters zwischen Steinberg und Modriach auf die Autobahn. Zahlreiche Lenker blieben in den Tunnelanlagen stehen, die daraufhin aus Sicherheitsgründen gesperrt werden mussten.

Um den zentimeterhoch auf der Fahrbahn liegenden Hagel wegzubekommen, ließ Autobahnmeister Markus Bratschko einen Schneepflug ausrücken. Nach knapp einer Dreiviertelstunde war der Unwetter-Spuk vorbei und die A2 konnte - auch dank des Einsatzes der Exekutive - wieder freigegeben werden.

Oberösterreich: 80 Feuerwehr-Einsätze

Im Auto eingeschlossene Personen, Überflutungen, umgestürzte Bäume und Felsstürze: So lautete eine erste Bilanz am Donnerstagabend nach der Gewitterfront über Oberösterreich. Etwa 100 Feuerwehren mit knapp 3.000 Kräften wurden zu mehr als 250 Einsätzen gerufen, teilte das Landesfeuerwehrkommando (LFK) in einer Presseaussendung mit.

In einer Unterführung in Ansfelden (Bezirk Linz-Land) waren vermutlich zwei Personen in einem Auto eingeschlossen. Ein Baum fiel auf ein Fahrzeug im Bezirk Vöcklabruck. Die Feuerwehr barg alle Insassen. Sie wurden nicht weiter verletzt, hieß es auf APA-Anfrage aus dem LFK. Vor allem überflutete Keller und von Bäumen oder Felsen versperrte Verkehrswege hielten die Helfer auf Trab. Aber auch ein Dachstuhl brannte nach einem Blitzeinschlag in Haslach an der Mühl (Bezirk Rohrbach).

Bereits am frühen Nachmittag zog eine Gewitterzelle über das Seengebiet im Bezirk Vöcklabruck. Nach und nach verlagerten sich die Einsätze in die Bezirke Ried im Innkreis und Grieskirchen. Besonders die Ortschaft Haag am Hausruck erwischte es, auch eine Autobahnabfahrt war dort blockiert, so die Feuerwehr. Im Zentralraum wetterte es vor allem in den Gemeinden Traun, Ansfelden und Pasching, ehe die Front weiter ins Mühlviertel zog.

Rust: Vermisster Bootsfahrer wohlauf

Heftige Gewitter und starker Regen haben Donnerstagabend für zahlreiche Einsätze der burgenländischen Feuerwehren gesorgt. Die Florianijünger mussten Dutzende Keller auspumpen, am Neusiedler See waren zwei Wassersportler in Seenot geraten, konnten jedoch wohlauf zurückkehren, teilte Swen Karassowitsch, Feuerwehrkommandant in Rust, der APA mit.

Ein Elektroboot-Fahrer schlug gegen 18.00 Uhr Alarm, er hatte versucht eine Schilfhütte zu erreichen, scheiterte jedoch. "Wir haben dann nach dem Mann gesucht, er konnte sich aber selbst in der Ruster Bucht in Sicherheit bringen. Gegen 19.30 Uhr war der Einsatz beendet", so Karassowitsch.

Der Bootsfahrer sei, wie auch ein gekenterter Segler, nach dem zuvor gesucht wurde, wohlauf, hieß es. Eine Privatperson hatte den Mann mit seinem Katamaran entdeckt und den Kommandanten verständigt.

Auch zu Land hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun, die Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ) kam stellenweise mit dem Alarmieren nicht nach. In den Bezirken Neusiedl am See und Eisenstadt Umgebung mussten Keller ausgepumpt werden. Am schlimmsten dürfte es jedoch den Bezirk Oberpullendorf erwischt haben. "Fast jede Ortschaft ist betroffen, überall finden Pumparbeiten statt", sagte eine Sprecherin der LSZ.

(APA)

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11 Kommentare
Gast: Papa Schlumpf
06.07.2012 09:59
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Und wie kommt man auf die Idee sich in einer solch gefährlichen Gegend ein Haus zu bauen oder sich dort aufzuhalten?

Muss der Baugrund gratis sein.

Gast: k.u-k Feldmarschall
06.07.2012 09:32
1 0

Das es im Sommer immer wieder Gewitter gibt?

Jaja, früher, unterm Schüssel, da hat es sowas nicht gegeben!

Ich fordere einen Rettungsschirm für alle von Unwettern geschädigte Österreicher.


arg,echt arg !

mittlerweile endet schon nahezu jedes Gewitter in einem Katastropheneinsatz ! Wer's jetzt noch immer net begreift, dass wir klimatisch schlimmen Zeiten entgegen gehen dem ist auch nicht zu helfen.......

Antworten Gast: xxxx
06.07.2012 09:35
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Re: arg,echt arg !

Tjo, zur Katastrophe wirds erst, wenn die Freiwillige ehrenamtliche Feuerwehr andüst und für Geld aufräumt.

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Re: arg,echt arg !

Lassen Sie mich raten: SUVs sind Schuld! Und das Parkpickerl macht alles besser! Richtig? :-)

Antworten Antworten Gast: gasti
06.07.2012 09:42
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Re: Re: arg,echt arg !

falsch

suvs sind nur schuld wenn sie die anderen fahren, wenns grüne tun, dann hilft das der umwelt

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Re: Re: Re: arg,echt arg !

Ach stimmt ja, habe ich vergessen! :-)

Re: arg,echt arg !

bitte überanstrengen sie sich nicht. sie haben ja noch gar nicht das große sauriersterben verarbeitet.

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Re: arg,echt arg !

Ihnen ist aber schon bewusst, dass es Unwetter schon immer gegeben hat und das das auch immer so sein wird? Das wird auch niemand ändern können, auch jene (Ihre) grüne AngstschürrerInnen nutzen nur diese Ereignisse um noch mehr Hetze gegen Leistung und Wirtschaft zu betreiben. Da ist System dahinter, nichts weiter - und am wenigsten ein Klimawandel..

Antworten Antworten Gast: nestbeschmutzer
27.07.2012 07:00
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Re: Re: arg,echt arg !

Sie irren; früher war das Klima viel ausgeglichener, die Überschwemmungen etwa von 1956 gabs gar nicht, Gewitter früher waren unbekannt ; Hagel auch, also bitte: de gueade oude zeid...