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Sympathiewerte: Der Wiener bleibt der typische Raunzer

06.07.2012 | 10:50 |   (DiePresse.com)

Die Österreicher halten sich laut einer Umfrage grundsätzlich für freundlich, fleißig und gesellig. Die Sympathiewerte der Wiener sind hingegen im Keller.

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Ausländerfeindlich, korrupt, schwer zufrieden zu stellen und unfreundlich  - so werden die Wiener vom Rest der österreichischen Bevölkerung gesehen. Als die typischen Raunzer eben. Geht es nach einer Umfrage der Market-Instituts, dann sind die Sympathiewerte der Bundeshauptstädter bei den übrigen Österreichern im Keller. Die einzigen positiven Eigenschaft: Die Wiener gelten als modern und erfolgreich. Für die Studie wurden 502 Österreicher, repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren, online befragt. 

Jeweils jeder zweite Befragte ist der Meinung, dass Ausländerfeindlichkeit und Unfreundlichkeit besonders auf Wiener zutreffen. 43 Prozent gaben an, dass die Wiener korrupt seien. Vermisst werden Traditionsbewusstsein, Familienorientierung und Bescheidenheit. Diese Eigenschaften werden allen anderen Bewohnern Österreichs mindestens doppelt so häufig zugestanden wie den Wienern. Hier liegen die Bundeshauptstädter weit abgeschlagen am letzten Platz.

Auf den Spitzenplätzen der anderen Länder tauchen ausschließlich positiv besetzte Eigenschaften auf. Bewohner von Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Oberösterreich und Salzburg werden hauptsächlich als freundlich erlebt, wobei die Steirer mit 60 Prozent die meiste Zustimmung erhielten.

Steirer am beliebtesten

Bei den Kärntnern, Tirolern und Vorarlbergern liegt Traditionsbewusstsein im Ranking ganz vorne. Sympathiekaiser sind die Steirer (50 Prozent), gefolgt von Oberösterreichern (41 Prozent) und Kärntnern (38 Prozent). Am gläubigsten werden die Tiroler (61 Prozent) und Vorarlberger (41 Prozent) eingeschätzt. Wiener erhalten dieses Attribut mit neun Prozent am seltensten. Besonders viel Familiensinn wird Niederösterreichern, Burgenländern und Kärntnern zuerkannt.

Die Deutschen entsprechen dem Klischee

72 Prozent der Befragten halten die Österreicher generell für freundlich. Fleißig (66 Prozent) und gesellig (65 Prozent) sind die weiteren Spitzenreiter, gefolgt von gemütlich, höflich und sympathisch mit je 63 Prozent Nennung. Die Franzosen erhielten ganz vorne das Attribut patriotisch (55 Prozent) vor modern (36 Prozent) und kreativ (34 Prozent). Familienorientiert billigen 61 Prozent den Italienern zu, zudem gelten sie als korrupt (57 Prozent) und gesellig (49 Prozent).

Ganz vorne in puncto Korruption liegen die Russen mit 70 Prozent Zustimmung, dazu werden sie als brutal (68 Prozent) gesehen. Besser das Bild von den Skandinaviern: Knapp die Hälfte nennt fleißig, an die 40 Prozent höflich, sympathisch und tolerant, wenn es um die Nordländer geht. Dem Klischee entsprechend fiel die Bewertung für die Deutschen aus: pflichtbewusst (66 Prozent), pünktlich (65 Prozent) und fleißig (59 Prozent).   

(APA)

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164 Kommentare
 
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Gast: kiztliol
08.07.2012 14:30
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Nicht unbedingt

Wien würde ich jetzt nicht unbedingt korrupter sehen als die übrigen Bundesländer,da geht es weit schlimmer zu.
Klerikal unterwürfig Obrigkeitshörig und Provinziell.

Gast: Niederösterreicher
07.07.2012 14:17
2 0

Der Balkan beginnt bekanntlich am Wiener Rennweg!

Dh. zur "Wiener Melange" gehört auch ein starker balkanesischer Einschlag, der sich in den letzten Jahren durch den laufenden Zuzug aus dieser Region weiter verstärkt hat. Kein Wunder also, wenn der Wiener den Südosteuropäern sehr ähnlich ist!

43 Prozent gaben an, dass die Wiener korrupt seien.

Seit 50 Jahren bemühe ich mich korrupt zu sein, ich finde aber niemanden, der mich bestechen will.
Was mache ich falsch, ich bin doch eine Wienerin !!

Antworten Gast: UKW
07.07.2012 18:39
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Re: 43 Prozent gaben an, dass die Wiener korrupt seien.

Drehen Sie den Spieß einfach um und gehen aktiv an die Sache ran. Warum bestechen Sie niemand, wenn Sie so gerne korrupt sein wollen?

Hat natürlich den Nachteil, dass es grunsätzlich verboten ist. Es gibt aber viele Bereiche wo Korruption tolleriert wird. Etwa die Verflechtung von Politik und Medien. Stichwort: Steuergeldinserate als Gegenleistung für wohlwollende Berichterstattung. In diesem Bereich ist Wien bzw. die Lieblingspartei der Wiener echt Weltspitze.

Oder gehen Sie zur Partei (Achtung: nur SPÖ-Mitgliedschaft macht Sinn!), das kostet zwar Monat für Monat Schutzgeld, aber wenn Sie eine Wohnung brauchen oder einen lukrativen Job bei der Gemeinde Wien dann wird Ihnen geholfen und Sie sind ein Teil des korrupten Systems.

Öffnen Sie die Augen, dann wird Ihnen geholfen punkto Korruption.

Antworten Gast: Niederösterreicher
07.07.2012 14:13
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Re: 43 Prozent gaben an, dass die Wiener korrupt seien.

Auch Korruptsein setzt ein gew. Maß an Intelligenz voraus ...

Antworten Antworten Gast: huumor
07.07.2012 14:52
2 0

Re: Re: 43 Prozent gaben an, dass die Wiener korrupt seien.

Humor setzt auch ein gewisses Maß an Intelligenz voraus...

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Die Umerziehungskollektivisten sprechen

mal wieder das Existenzrecht ab, wenn man nicht springt, wie sie wollen.

Mal ins Stammbuch geschrieben. Ich nehme mir das Recht heraus sein zu dürfen wie ich bin. Verpflichtungen habe ich genausowenig wie die Okkupantenparteiwähler.

Somit Integriert man sich. Fresst eure Schuldzuweisungen selbst.

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Re: Die Umerziehungskollektivisten sprechen

Ja, richtig. Und dass sie Provinzbevölkerung eine Aversion gegenüber Wienern hat ist nicht wirklich eine Neuigkeit.

Gast: Besucher
07.07.2012 07:18
4 0

Gast

Die Studie zeigt, dass der Wiener ned deppat ist. Gerade in Zeiten wie diesen, denkt der Wiener sehr weit voraus, wie es in vielen Jahren sein wird. Die übrigen Bundesländer werden von ihren Dornröschenschalf noch bitter erwachen und sich an die Wiener erinnern. Dann reden wir weiter.

Antworten Gast: XNS
07.07.2012 15:15
0 0

Re: Gast

"aus ihrem Dornröschenschlaf" wäre korrekt :-))

Ein echter Wiener geht unter -

die Rotgrüninnen schnalzen mit der Zunge.

Gast: Wo
07.07.2012 03:57
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gibts in Wien noch Wiener?

Nehme jeden Hinweis mit Dankbarkeit entgegen?

Antworten Gast: robert35_
07.07.2012 10:00
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Re: gibts in Wien noch Wiener?

Da muss ich Sie leider enttäuschen. Man sollte die Konzernzentralen in die Bundesländer verlegen und Wien aufgeben.

Antworten Antworten Gast: jaklar
07.07.2012 11:23
1 0

Re: Re: gibts in Wien noch Wiener?

Dann fangen Sie bei Ihrer Firma an.

Antworten Antworten Antworten Gast: Firmenchef
07.07.2012 15:21
0 0

Re: Re: Re: gibts in Wien noch Wiener?

Schon geschehen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: jaklar
07.07.2012 18:13
0 0

Re: Re: Re: Re: gibts in Wien noch Wiener?

Wo ist jetzt Ihr Nabel der Welt?

Gast: Echter Wiener
07.07.2012 01:13
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Wiener Bürger

Zu diesem Thema soll der Walzer "Wiener Bürger" von Ziehrer, ich empfehle die Knappertsbusch Einspielung, http://www.youtube.com/watch?v=s2keR-j05NI, mit Musik alles sagen, was mit Worten nicht gesagt werden kann. So ist es kein Wunder, dass Wien weltweit als lebenswerteste Stadt eingestuft wird. Und wer hat das bewirkt? Die Musi anhören auch wenn der Walzer nicht Wiener Bürger und Bürgerinnen heißt.

Nur meine Meinung...

Ich lebe jetzt seit 2 jahren in Wien und komme ursprünglich aus Graz.
Ganz ehrlich gesagt war es anfangs ziemlich schwer sich hier einzugewöhnen.
Es erschien mir als trugen so ziemlich alle eine Maske des 'Grants' mit sich herum und jeder wäre darauf erpicht so schnell wie möglich, ohne jegliche soziale Interaktion, dorthin zu gelangen, wo er hin muss. (Wehe dem der es wagt, während der U-Bahn Fahrt, seinem Gegenüber ins Auge zu sehen!)
Aber mit der Zeit erkennt man dass hinter dieser z'wideren Fassade doch ein gutes Herz schlummert (zumindest meistens).
Ich glaube es ist einfach eine Art Schutzmechanismus, gegen all jene Härte die einem in einer Großstadt, jederzeit unerbittlich entgegen weht, welche die Wiener Bevölkerung gegenüber anderen Österreichern so kalt erscheinen lässt.
Also bevor man über die ach so bösen Großstädter urteilt sollte man schon bedenken dass es einen Unterschied macht ob man mit 2.000 oder 1,7 Millionen Mitmenschen ein Auskommen finden muss.

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Re: Nur meine Meinung...

Das ist aber normal, dass man den anderen ignoriert, wenn man ihn nicht kennt aber auf engem Raum mit ihm sein muss. Auch im Aufzug.

In Wien freundet sich auch niemand mit seinen Nachbarn an. Mit Freunden kann man auch streiten und sowas will man dann nicht auch noch jeden Tag sehen müssen.

Dass Wiener nicht wie Insassen eines Irrenhauses ständig grinsen wird man ihnen ja hoffentlich nicht ernsthaft vorwerfen nur weil das international so üblich ist.

Antworten Gast: xela1
07.07.2012 12:47
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Re: Nur meine Meinung...

geh bitte, wer sich vor der härte der großstadt fürchtet, wird auch erwarten, dass sich jeder in der u-bahn mit 'grüß gott' begrüßt..
da es absolut keinen nachvollziehbaren grund gibt, in den öffis freundlich zu schauen, machens die wiener halt nicht. wir glauben aber auch nicht, dass wir etwas falsch gemacht haben, weil uns das gegenüber in der u-bahn nicht anlächelt..

freundlich schauen beginnt übrigens bei einem selbst. wenn man möchte, macht mans halt. wenn mans nur macht, damit auch das gegenüber freundlich schaut, ist einem eh nicht zu helfen. das nennt sich nämlich "falsch sein" - und das ist der rest österreichs.

Antworten Gast: richtigerkannt
07.07.2012 11:26
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Re: Nur meine Meinung...

Richtig erkannt: der Wiener ist janusköpfig. Unterwegs: Grantmaske und im Wirtshaus: in 5. Min. beste Freunde.

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Re: Re: Nur meine Meinung...

Nein, das haben Sie nicht verstanden. Im Wirtshaus treffen mehrere aufeinander, die _sich selbst_ gut unterhalten wollen und dazu zwangsläufig ein Gegenüber brauchen. Die falschen Freundschaften wie in den USA verbreitet nach fünf Minuten gibt es in Wien gerade nicht.

Sie können sich einen ganzen Abend lang mit jemanden beim Heurigen prächtig unterhalten udn werden am Ende nicht einmal seinen Namen wissen (wollen) noch ihn jemals wiedersehen (wollen).

Antworten Antworten Antworten Gast: richtigerkannt
07.07.2012 18:14
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Re: Re: Re: Nur meine Meinung...

Dann haben wir halt andere Erfahrungen.

Antworten Gast: SVV
07.07.2012 10:17
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Re: Nur meine Meinung...

Woanders müssen 4, 7, 8 oder gar mehr Menschen "ein Auskommen finden" - und trotzdem schauen die dort freundlicher aus der Wäsche, sind aufgeschlossener, hilfsbereiter und und und...
Na also!

Wiener Charme

Ich lebe schon einige Jahrzehnte in Wien.
Vom ersten Tag an bin ich freundlichen, hilfsbereiten Menschen begegnet. Immer wieder.
Das hat auch meine Einstellung zu Wien und seinen Bewohnern geprägt und nicht die Ungustln, mit denen ich es auch zu tun hatte.

Gast: Georg Kreissler selig
06.07.2012 22:45
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Hab's ja schon immer gesagt:

"Wie schön wäre Wien ohne Wiener ..."

 
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