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Neues Stadion für St. Pölten: Hoffen auf Auslastung

08.07.2012 | 18:05 |  GEORG RENNER (Die Presse)

8000 Zuschauer fasst die neue NV-Arena - sollte der SKN St. Pölten nicht in die Bundesliga aufsteigen, soll hier unter anderem auch Frauenfußball für Frequenz sorgen.

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Braucht eine Landeshauptstadt von 52.000 Einwohnern, die nicht einmal eine erstklassige Fußballmannschaft aufweisen kann, ein neues, hochmodernes Fußballstadion mit 8000 Sitzplätzen? Diese Frage drängt sich auf, wenn man durch den Sportbezirk von St. Pölten spaziert. Eingekeilt zwischen der Traisen, Vorstadtsiedlungen, Megaplex-Kino und Naherholungsgebiet samt Großteich stehen dort, im Norden der Stadt, nun nicht mehr nur Mehrzweckhallen, -plätze und Tenniscourts der niederösterreichischen Landessportschule.

Am Samstag wurde die „NV-Arena“, die neue Heimat des SKN St. Pölten, mit großem Tamtam aus der Taufe gehoben. 26 Millionen Euro haben sich die Stadt St. Pölten, das Land Niederösterreich und der Bund die eineinhalb Jahre dauernde Errichtung des Stadions kosten lassen – genau so viel, wie beim Beschluss des Projektes 2008 veranschlagt worden war. Sechs Millionen davon hat die umliegende Infrastruktur gekostet, der Bau des Stadions selbst schlägt mit 18 Millionen Euro zu Buche.

Ob die 8000 (auf 13.000 erweiterbaren) Sitzplätze jedoch immer so voll besetzt sein werden wie bei der Eröffnung am Samstag – da lieferten sich neben dem SKN auch Rapid Wien und Sparta Prag Schaukämpfe –, darf man aber bezweifeln: Zum Abschiedsspiel des SKN auf dem alten „Voith-Platz“ hatten sich gerade einmal 3700 Zuschauer eingefunden. Und für andere Sportarten als Fußball ist die „NV-Arena“ nicht ausgelegt – nur Veranstaltungen wie Konzerte kämen für eine alternative Nutzung infrage, was Petra Bohuslav, niederösterreichische Sportlandesrätin (ÖVP), gegenüber der „Presse“ relativiert: „Das muss von Fall zu Fall entschieden werden.“ Experten hätten empfohlen, das Projekt als „reines Fußballstadion“ zu konzipieren.

Potenzial nach oben – und damit auch in eine publikumsträchtigere Klasse – hätte der SKN jedenfalls: Die Mannschaft von Trainer Martin Scherb hat im Vorjahr in der zweiten Leistungsklasse den fünften Rang belegt. Bereits mehrmals wurde man als möglicher Titelkandidat in der „Heute für Morgen“-Liga genannt, die Konkurrenz aber war in der Vergangenheit immer zu stark. Sollten sich aber Erfolge einstellen, kommen auch die Fans ins Stadion. Auf dem legendären Voith-Platz platzte etwa einmal das Oval mit 12.000 Zuschauern gegen die Wiener Austria aus allen Nähten.

 

Frauenfußball im Stadion

Das soll nun mit der neuen Arena Geschichte sein – Bohuslav verneint zwar, dass es seitens der Politik einen „Masterplan“ gebe, den SKN in die erste Liga zu pushen, „die Weichen sind aber in die richtige Richtung gestellt“. Ein immer wieder kolportiertes – und zuletzt von beiden Vereinen dementiertes – Gerücht über einen Linzenztransfer von Wiener Neustadt an den SKN sei jedenfalls „Sache der Vereine“, so die Landesrätin. Ihr sei wichtig, dass die Arena nicht nur Heimat des SKN sei, sondern auch für andere Fußball-Events zur Verfügung stehe: „Ich denke da an Frauenfußball, aber auch an die Möglichkeit internationaler Bewerbe.“

Ein anderer Aspekt, unter dem man das St. Pöltener Stadion betrachten kann, ist, dass es das gute Verhältnis zwischen VP-dominiertem Land und seiner SP-regierten Hauptstadt beweist: Während Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) gemeinsame Termine mit SP-Landeschef Josef Leitner seit geraumer Zeit meidet, funktioniert die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Matthias Stadler (SP) fast friktionsfrei.

Auch beim Beschluss des Baus war man sich schnell einig: ÖVP, SPÖ und FPÖ stimmten 2008 im Landtag dafür – nur die Grünen tanzten damals aus der Reihe: „Wenn der SKN den Aufstieg nicht schafft, wer wird dann das Stadion, das 26 Millionen Euro verschlingen wird, bespielen?“, fragte damals der Grün-Abgeordnete Emmerich Weiderbauer – eine Antwort darauf blieb bisher aus. [Gepa]

Auf einen Blick

NV-Arena: 8000 Zuschauer fasst das neue Stadion – bei Bedarf kann auf 13.000 Zuschauer erweitert werden. Der SKN St.Pölten, der in der Ersten Liga spielt, bestreitet hier künftig seine Heimspiele – man hofft auf einen Aufstieg in die Bundesliga. Insgesamt wurden in Stadion und Infrastruktur 26 Millionen Euro investiert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.07.2012)

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8 Kommentare

frauenfussball !

genauso uninteressant und sinnlos wie synchronschwimmen !

Gast: tillgrand
09.07.2012 12:02
0 0

frechheit

ausser langen warteschlangen wurde nicht viel geboten. wieviel verlangt dj ötzi für 3 lieder? wie bekomme ich mein geld zurück das noch auf der karte ist? hätte am samstag 1 stunde anstehen müssen. bei 5o km heimfahrt eine frechheit so wird das nie was typisch st pölten. ausserdem ist das stadion ein windloch! wird ein spass bei minusgraden

Wird wohl Zeit, ...

... etwaige Polizzen bei der Niederösterreichischen Versicherung (NV) zu kündigen.

Erwin Pröll Gedächtnisstadion

facilitated by Raiksa

Gast: ROTFRONT
09.07.2012 10:35
1 0

Da wird sicher der Hl.Pröll der Schutzpatron werden

Eigentlich DIE Hl. prölls, weils ja zwei sind, die so sancti sind.

Gast: 1. Parteiloser
09.07.2012 09:41
1 0

Die schwarzen Kommunisten verwirtschaften wieder!

Diese schwarzen Kommunisten greifen überall auf die Wirtschaft zu. Überlall wo es nur möglich werden Gesellschaften und Genossenschaften unter der Parteienherrschaft gegründet um eine kranke Planwirtschaft auf Kosten der Steuerzahler und mit dem Kapital der Steuerzahler zu machen. In NÖ steigen diese kranken Aktivitäten in immer neue Höhen.

Dass es eine volle Kontrolle über die Spitäler, Schulen und Verwaltung geht, das ist in Österreich ja normal. In NÖ geht es aber auch immer mehr um Universitäten, also eine Erweiterung der Staatswirtschaft.

Auch die volle Kontrolle über die Strom- und Gasversorgung hat das Land und raubt damit die eigenen Bürger aus. Dazu geht es aber auch um Messen, um Industrieparks, weite Teile bei der Nahrungsmittelproduktion, Versteigerungshallen. Über den parteieigenen Raiffeisenbereich haben die auch schon Maler- Installationsbetriebe, Supermärkte und Baumärkte, sogar Tankstellen auch einen Autohandel. Inzwischen auch um viele Nebenbahnen und neuerdings wird auf die NÖ Skigebiete immer mehr hingegriffen. Dass diese schwarzen Kommunisten dann auch mit der Landesbank noch Bankern sind, das kann doch kein Mensch mehr verstehen. Alles staatliche Wirtschaften ist immer auf Basis einer Planwirtschaft, also Kommunismus.

Eigentlich fehlt diesen schwarzen Kommunisten kein Bereich mehr, welcher vom Verwirtschaften ausgenommen ist.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
09.07.2012 11:49
1 0

Passt zum RH Bericht der Schuldenentwicklung von NÖ!

Die Landesregierung hat ja einen Haufen Geld in diese staatlichen Vermögen gepumpt. Ein Vermögen, welches die Schulden von NÖ zusätzlich hat steigen lassen. Daher hat die Landesregierung auch betont, dass der Fehler des RH war, die AKTIVA nicht zu berücksichtigen.

Allerdings ist die Bewertung der Aktiva bei diesen planwirtschaftlichen Unternehmen ein massives Problem, weil diese vermutlich nur am Papier existieren. Die Vermögenswerte bei den Spitälern wären ja noch irgendwie vorhanden, das Problem sind aber die laufenden Kosten, welche dann zusätzlich kommen. Das Gleiche auch bei den Nebenbahnen und vielen anderen Unternehmungen des Landes NÖ. Es sind Vermögenswerte, welche laufend einen Haufen Geld zusätzlich verschlingen um überhaupt gehalten werden zu können. Würde man die Unternehmen und Organisationen auf Basis der geltenden Rechtslage weiterführen, dann können in den meisten Bereichen nur Verluste entstehen. Die Unternehmen haben also keine Wert, weil eigentlich unverkäuflich. Der Wert steht nur in den Büchern und wird von den schwarzen Kommunisten als Aktiva gesehen. Sicher ist nur, dass den Niederösterreichern die Schulden bleiben.

Der schwarze Kommunist Pröll scheint im planwirtschaftlichen Wettbewerb mit dem roten Kommunisten Häupl zu stehen.

Ich halte diesen Trend und diese Vorgangsweisen für sehr schlecht für Österreich. Planwirtschaft wird immer zur Mangelwirtschaft!

2 0

26 Millionen ...

... Perlen vor die Säue ....