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OÖ: Kritik an 0,5-Promille-Grenze für Jugendliche

09.07.2012 | 15:48 |   (DiePresse.com)

Eine geplante 0,5-Promille-Grenze für Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren sorgt in Oberösterreich für Diskussion. Wirte und Junge ÖVP sind dagegen.

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Eine geplante Grenze von 0,5 Promille für Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren sorgt derzeit in Oberösterreich für Diskussionen. Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl (SPÖ) will das Jugendschutzgesetz novellieren.

Seitens der Gastronomie hagelt es Kritik, denn die Einhaltung der 0,5-Promille-Grenze sei schwer bis gar nicht überprüfbar. Aus Ackerls Büro entgegnet man, dass auch bisher der Ausschank von alkoholischen Getränken an angeheiterte Jugendliche verboten war. Im Gesetzestext ist Jugendlichen derzeit lediglich der "übermäßige Alkoholkonsum" verboten. Nun aber geht es um eine Konkretisierung der bestehenden Regelung mittels genauer Promille-Grenze.

"Eine Vorverurteilung der Wirte ist schon erfolgt und wird gebetsmühlenartig in der Öffentlichkeit wiederholt", klagt Fachgruppenobfrau Eva Maier in einer Presseaussendung. "In den letzten Wochen wurden gravierende Überschreitungen immer nur im Zusammenhang mit Festivitäten von Jugendvereinen festgestellt", argumentierte Peter Frömmel, Geschäftsführer der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft.

Die Junge ÖVP lehnt diesen Gesetzesänderungsvorschlag ab, denn "Erfahrungen mit Alkohol gehören in unserer Gesellschaft gewissermaßen zum Erwachsenwerden dazu und werden von Älteren vorgelebt", heißt es in einer Presseaussendung. Sie befürchtet eine Kriminalisierung der Jugendlichen. "Jugendliche dürfen mit 16 wählen, mit 17 ein Kraftfahrzeug lenken, aber eigenständig über Alkoholkonsum zu bestimmen wird ihnen nicht zugetraut", vergleicht JVP-Landesobfrau Helena Kirchmayr.

 

 

(APA)

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54 Kommentare
 
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Im Vergleich zu den Mengen

die die Altvorderen in ihrer eigenen Jugend runterschütteten und bis heute trinken, ist die Jugend ausgesprochen sparsam im Umgang mit Alkohol. Auch das besoffene Autofahren nach dem Discobesuch ist zur Seltenheit geworden.
Eigentlich ist es unerträglich wie auf der Jugend herumgehackt wird von einer Generation, die ein Leben wie gemästete Säue hatte und den wenigen Kindern, von denen sie sich erhalten lassen wollen, alles verbieten will.

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Re: Im Vergleich zu den Mengen

Den Eindruck habe ich eigentlich auch. Die Jugend heute ist eh eher sehr brav und angepasst. Solche jugendlichen Sauforgien hatte es früher auch gegeben nur hat man nicht über Facebook von jeder erfahren.

In Wien gibt es allerdings erheblich mehr blindwütige Schlägertypen, das gab es früher nicht. Die sind aber nüchtern vermutlich auch nicht anders.

Gast: Preyvoll A
10.07.2012 08:54
2 0

Trinkt der Herr Ackerl?

Dass er so einen Schwachsinn absondert, kann nur auf Alkoholkonsum zurückzuführen sein.

Re: Trinkt der Herr Ackerl?

Gehen Sie nicht so hart mit ihm um. Der hat wahrscheinlich nur Angst, dass ihm die Jungen alles wegsaufen... ;-)

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Kompletter Unsinn

Anstatt so eines undurchführbaren Gesetzes mit schwachsinnigen Promillegrenzen wäre es besser mehr Eigenverantwortung der Jugendlichen einzufordern. Z.B. indem Alkoholeinfluss bei Straftaten bzw. Delikten kein Milderungsgrund mehr ist, sondern ganz im Gegenteil eine Verschärfung nach sich zieht. Auch die Behandlungskosten eines durch Kampfsaufens herbeigeführten Spitalsaufenthalts gehören den Jugendlichen (bzw. deren Eltern) verrechnet. Denn das Problem sind ja nicht Jugendliche die am Wochenende evtl. auch einmal mit 1 Promille nach Hause wanken. Es sind vielmehr Jugendliche die keinerlei Eigenverantwortung mehr kennen und dann im Rausch Sachbeschädigung, Körperverletzung und ähnliches begehen oder sich mutwillig ins Spital saufen.

Re: Kompletter Unsinn

Ich bin ganz Ihrer Meinung.
Ich hab noch nie verstanden wieso man alkoholisiert "nicht ganz zurechnungsfähig ist". Wenn man trinkt muss man sich den Konsequenzen bewusst sein und daher ist man mindestens genau so strafbar wie mit 0.0 Promill.
Wenn ich mich alkoholisiert nicht im Griff hab, darf ich halt nichts trinken. Das selbe gilt für Drogen.

Schließlich kann keiner in der heutigen Zeit sagen, dass er doch nicht gewusst hat, dass das zu einem Kontrollverlust führen kann.

2 0

was erwartet man sonst von linken regulierern, diktatoren und abzockern? ...


eigenartig, dass sie im grunde selbst gegen jede art von kontrolle zu felde ziehen ...

Gast: gast:1
10.07.2012 07:34
1 1

grundsätzlich...

gehört sowas auf Bundesebene geregelt und nicht auf "Landes-Fürsten" - Niveau.

Weg mit den Befugnissen der Bundesländer - Österreich ist klein genug für eine Zentral-Verwaltung. Weg mit den selbstherrlichen Regional-Kaisern.

???

>>"Erfahrungen mit Alkohol gehören in unserer Gesellschaft gewissermaßen zum Erwachsenwerden dazu und werden von Älteren vorgelebt"<<

Und das ist gut so? Soll das so bleiben?
So wie andere Initiationsriten wie "zur Firmung ins Puff"?


Gast: Defender
09.07.2012 21:57
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Diese Härte

ist grundsätzlich zu begrüßen.

Interessant ist jetzt, welche Strafen soll es geben und wer wird bestraft?
Die Geschichte "nur" bei den Wirten abzuladen um Kasse zu machen ist hoffentlich nicht das Ziel.

Weiters muss dieses Gesetz flankiert werden, etwa durch ein Verbot von Alkoholkonsum an öffentlichen Plätzen.
Wenn man sich ansieht was entlang der Donaulände gesoffen und achtlos weggeworfen wird, ist es hoch an der Zeit für Sanktionen.


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Re: Diese Härte

Es scheint nur um eine Geldeinnahmequelle zu gehen. Ich begrüße das nicht. Den Staat geht das nichts an und die Wirte sind keine Aufseher.

Antworten Antworten Gast: Defender
10.07.2012 09:39
0 0

Re: Re: Diese Härte

Als reine Geldquelle würde ich es auch ablehnen.

Die Wirte kann man aber nicht aus der MITverantwortung nehmen - sie verdienen immerhin damit ganz ordentlich.

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Re: Re: Re: Diese Härte

Nein, die Wirte geht das garnichts an. Die betreiben einen gastronomischen Betrieb und keine Erziehungsanstalt.

Offensichtlich Betrunkenen dürfen sie nichts mehr ausschenken und das reicht als Richtlinie.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Defender
11.07.2012 09:34
0 0

Re: Re: Re: Re: Diese Härte

Da sind Sie im Irrtum, die Folen eines Rechtsgeschäftes haben BEIDE Geschäftspartner zu verantworten.
Ob das den Wirten gefällt oder nicht.

Die Wirte haben natürlich keine guten Karten, da man sich in dieser Frage in der Vergangenheit schon nicht mit Ruhm bekleckert hat.

Somit ist der Staat hier sehr wohl in der Pflicht, da es sich hier um nicht um Volljährige handelt.

Gast: krambambuli
09.07.2012 21:51
1 9

0,0 Promille

wie in anderen Länder auch. Ohne ausnahme! ab 0,1 Promille 1000,- €uro Strafe, ab 0,2 Promille 2000,- euro Strafe usw.

Re: 0,0 Promille

Beim Autofahren von mir aus (gibt es das bei L17 Führerscheinneulingen nicht sowieso?), davon ist in dem Artikel aber nicht die Rede. Hier scheint ja der Gedanke zu sein, an Jugendliche generell nicht mehr als 0.5% auszuschenken, egal ob sie mit dem Auto unterwegs sind oder nicht. Wer soll das kontrollieren? Viel wichtiger wäre es, Jugendlichen vor Augen zu führen, was passiert, wenn sie betrunken Auto fahren und sie somit Eigenverantwortung zu lehren.

Re: 0,0 Promille

Genau ! Und beim dritten Übertritt Todestrafe wie im Iran .

Wo leben Sie eigentlich ?

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Re: 0,0 Promille

Eine solche Bevormundung gab es nicht einmal bei den Nazis.

0,2 Promille können Sie auch leicht haben, wenn Sie einfach zu viel Obst gegessen haben. Um sicher unter 0,5 Promille zu sein, darf man also eigentlich garkeinen Alkohol trinken.

Gast: Feldfüller
09.07.2012 21:49
2 7

"es war schon immer so

"es war schon immer so, deshalb kann man es nicht ändern" ist der inhaltliche tenor von wirtschaft und junger övp. faszinierend, wie man in oberösterreich so argumentiert!

um wirklich inhaltlich etwas beizutragen, würde ich dafür plädieren, dass endlich mal KONTROLLIERT UND EXEKUTIERT wird, und nicht die augen zugedrückt werden. bei wem auch immer! vor dem gesetz sollen sind alle menschen gleich!

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In anderen Ländern....

In anderen Ländern funktionierts doch auch. Also warum sollten sich bei uns die 16-Jährigen in der Öffentlichkeit ansaufen? Da fangen Sie nur zu randalieren an. Solln sie sich lieber daheim im Keller ansaufen, da bleibt der ganze Mist daheim...

Die Alkohol-Prohibition...

...hat auch in den USA wunderbar funktioniert. ;-) Al Capone jedenfalls hat sich wahnsinnig darüber gefreut. Das Schnaps zu Bier/Wein - Verhältnis ist heute noch viel höher, als im Rest der zivilisierten Welt. Das war vor der Prohibition nicht so.

Gast: zumbrechen
09.07.2012 20:10
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Maier und die junge VP, die sind noch das letzte ....

geben gebetsmühlenartig seit Jahren den immer gleichen Unsinn wieder ....

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Re: Maier und die junge VP, die sind noch das letzte ....

Möglicherweise brauchen Sie jemanden, der Ihnen jeden Schritt vorschreibt, was Sie zu tun haben. Der normale mündige Bürger ist darauf nichts neugierig.

Gast: Ösi
09.07.2012 20:03
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Ich fordere, dass sowohl der Verzehr...

...als auch die Werbung von alkoholischen Produkten in der Öffentlichkeit wie in den USA verboten werden muss. Sollte man trotzde,m so ein "Alki" sein, dass man es eben nicht aushält, bis man in seinen eigenen vier Wänden ist, sollte Alkohol immer verdeckt werden. Das Verbot sollte meiner Einschätzung nach so weit, dass man auch leere Getränkedosen und -flaschen, die Alkoholika enthalten haben und noch einen winzigen Rest Alkohol enthalten, abdecken muss, beispielsweise, wenn man zur Recyclingtonne geht.

Will sagen: Dass Alkohol in der Öffentlichkeit immer abgedeckt werden sollte.

Hätten die gemeinen FPÖ-WählerInnen in Folge Bildungsproleten genannt in der Schule (sofern er/sie je eine Schule von innen gesehen hat) besser aufgepasst, dann wüsste er/sie wie schädlich Alkohol für seinen Körper respektive sein Wahlverhalten sein kann.

PS: Was das Rauchen betrifft, meine lieben Bildungsproleten, darüber Philosophiere ich ein anderes Mal.

Tschüssi

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Re: Ich fordere, dass sowohl der Verzehr...

Erzählen Sie das dem Häupl.

Ist sowieso ziemlich unmôglich.

Da stellt sich ein 19 jähriger an die theke bestellt sich 5 Bier für seine 15jährugen Kumpels, sind dann alle hackedicht und der Wirt ist dann der Gelackmeierte weil er nebenbei noch 100 andere Gäste versorgen muss und nicht alle überwachen kann.
Das Gesetz ist halt leicht realitätsfern.

 
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