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Unwetter: Leichte Entspannung, aber keine Entwarnung

23.07.2012 | 12:11 |   (Die Presse)

Der Pegel der Mur stabilisiert sich. Die befürchteten Überschwemmungen im Süden der Steiermark dürften ausbleiben. Morgen könnte es aber schon die nächsten Unwetter geben.

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Keine Entwarnung für die von Hochwasser und Muren schwer getroffenen Orte in der Steiermark: Die  Meteorologen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) rechnen ab morgen, Dienstag, zu Mittag wieder mit Regenschauern und Gewittern, die lokal wieder heftig ausfallen können. Im Laufe des Mittwochs breiten sich die Schauer auf die ganze Steiermark aus, sagte Christian Pehsl von der ZAMG in Graz. "Freitag, Samstag schaut es wieder besser aus. Entwarnung können wir aber nicht wirklich geben", sagt Pehsl.

Zumindest vorübergehend gibt es aber nach den verheerenden Unwettern in der Obersteiermark eine leichte Entspannung der Lage. Wie die steirische Landeswarnzentrale am Sonntag mitteilte, stabilisierten sich die Pegelstände der Hochwasser führenden Mur. Damit könnte das Gebiet südlich von Graz von den befürchteten Überschwemmungen verschont bleiben.

Auch im Katastrophenort St. Lorenzen in Paltental, wo eine Schlammlawine am Samstag Dutzende Gebäude verwüstet hatte, war die Lage nach Angaben der Feuerwehr „stabil“. „Die Pegelstände gehen wieder zurück“, sagte ein Sprecher.

Damit dürfte das befürchtete Sieben-Meter-Hochwasser in Graz ausbleiben. Um Mitternacht lag der Pegelstand dort bei 5,74 Meter. Zwar dürfte die Mur weiter ansteigen, „aber nicht viel“, hieß es aus der Landeswarnzentrale. Der Grund sei das Abklingen der Regenfälle.

VIDEO: Aufräumarbeiten nach Unwetter

Bild: (c) rca

Großes Aufräumen ist nach der verheerenden Schlammlawine in Sankt Lorenzen in der Obersteiermark angesagt. Etwa 70 Häuser wurden zerstört.

Großeinsatz der Feuerwehr

Das Mur-Hochwasser hatte sich am Samstag in Richtung Graz gewälzt. An zahlreichen Stellen trat der Fluss über die Ufer. So wurden in Deutschfeistritz (Bezirk Graz-Umgebung) sieben Häuser, eine Firma und ein Reitstall überflutet. Die Feuerwehr kämpfte mit 85 Mann, hunderten Sandsäcken und zehn Pumpen gegen das Hochwasser.

Die Sperre der Brucker Schnellstraße (S35) in Fahrtrichtung Norden ist Sonntagfrüh wieder aufgehoben worden. Laut Asfinag seien die Pegel ausreichend gesunken. Frei sei jedoch auf beiden Richtungsfahrbahnen jeweils nur ein Fahrstreifen. Die Einsatzkräfte hoffen, dass Montagvormittag die S35 wieder komplett für den Verkehr passierbar sein wird. Die Schnellstraße war am Samstag im Bereich Bruck von der über die Ufer getretenen Mur teilweise überschwemmt worden.

Steiermark: Schwere Unwetter und Murenabgänge

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Die Unwetter hatten auch ein Todesopfer gefordert. Am Freitagabend starb in Thörl (Bezirk Bruck an der Mur) ein 47-jähriger Fußgänger unter einer Mure. Betroffen von Murenabgängen und Überschwemmungen waren die Bezirke Liezen, Murau, Murtal, Leoben, Bruck, Mürzzuschlag und Graz-Umgebung. Der Ort Oppenberg (Bezirk Liezen) war nach Murenabgängen auf beiden Zufahrtsstraßen sogar gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten. Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) sicherte 1,5 Millionen Euro an Soforthilfe für die Steiermark zu.

(APA/red.)

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4 Kommentare
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Eigenverantwortung

Jetzt ist wieder die große Zeit der Besserwisser. Doch ein paar unangenehme Wahrheiten sollten gesagt werden.
1. zwischen Juni und Juli kann auch die beste Verwaltung keinen Hochwasserschutz bauen
2. Verklausungen gerade kleiner Gerinne gehen meist auf schlampiges Verhalten der anrainenden Waldbesitzer zurück. Der GRUNDBESITZER ist dafür verantwortlich, dass das Bachbett und die Ufer von Material frei sind, das Verklausungen verursachen kann. Es gibt auch eine EIGENVERANTWORTUNG. Man kann, darf und soll nicht alles denen da oben überantworten, und sich dann wundern, wenn die Verwaltungskosten ausarten. Es gibt eine Verantwortung des Einzelnen vor Ort. Das ist Fakt, auch wenns wehtut

Gast: Blankensteiner Husar
23.07.2012 11:24
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Ein Riesenverdienst unserer tollen Beamten in der Bezirkshauptmannschaft Liezen! Danke, dass Ihr den Regen abgestellt habts!

Und weiters danke, dass wir soviel Geld für Eure tolle Leistungen zahlen müssen dürfen!

Re: Ein Riesenverdienst unserer tollen Beamten in der Bezirkshauptmannschaft Liezen! Danke, dass Ihr den Regen abgestellt habts!

leider ist gegen Dummheit kein Kraut gewachsen!

Antworten Gast: Dreibogengleichdick
23.07.2012 12:07
2 0

Re: Ein Riesenverdienst unserer tollen Beamten in der Bezirkshauptmannschaft Liezen! Danke, dass Ihr den Regen abgestellt habts!

Sie sollten zumindest etwas nachdenken bevor sie etwas Posten, gell.