19.06.2013 07:41 Merkliste 0

Felsblock nahe Pyhrn-Autobahn kontrolliert gesprengt

23.07.2012 | 22:13 |   (DiePresse.com)

Die A9 musste zwischen Kalwang und Treglwang gesperrt werden. Die kontrollierte Sprengung eines 100 Tonnen schweren Felsbrockens ist erfolgt.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Mehr zum Thema:

Ein Felsblock im Nahbereich der Pyhrn-Autobahn (A9) bei Kalwang, der abzustürzen drohte, ist Dienstagabend kontrolliert gesprengt worden. Laut Asfinag fielen keine Gesteinsbrocken auf die Fahrbahn, sondern verfingen sich wie geplant im Unterholz des Waldes. Nach einer Begehung durch Geologen konnte die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Eigentlich hatte man die Sprengung bereits am frühen Nachmittag erwartet, aber die Arbeiten gestalteten sich deutlich aufwendiger als ursprünglich angenommen. Der zu lösende Felsblock hatte eine Größe von etwa 40 Kubikmetern und war rund 100 Tonnen schwer. Ein Spezialunternehmen hatte ihn mit 16 Bohrlöchern für den Sprengstoff versehen.

Fels um halben Meter nach vorne bewegt

Laut dem von der Asfinag beigezogenen Geologen Robert Vanek aus Graz befand sich vor der Sprengung das gesamte Felsmassiv in Bewegung. Aufgrund der Regenfälle in den vergangenen Tagen dürften sich zwischen 5000 und 8000 Kubikmeter Fels bis zu einem halben Meter nach vorne bewegt haben. Ein Abtrag des gesamten Massivs war nicht möglich.

Nach der Sprengung und Beseitigung des Materials wurde von den Experten eine Neubeurteilung vorgenommen. Sie befanden, dass keine akute Gefahr mehr bestünde, so die Asfinag. Jedenfalls erforderlich seien aber weiterführende Sicherungsmaßnahmen, wie etwa die Einrichtung eines vermessungstechnischen Überwachungssystems (Monitoring) sowie die Errichtung einer Steinschlagschutzverbauung.

 

 

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr zum Thema:

Mehr aus dem Web

1 Kommentare
Gast: oko
23.07.2012 22:35
0 1

fachleúte

wenn die fachleute, die einfacher bürger öfters ernst nehmen würden, könnten wir uns viel leid ersparen

Das Hochwasser auf Twitter