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Bakary J.: Aufenthaltsverbot aufgehoben

24.07.2012 | 10:51 |   (DiePresse.com)

Bakary J. darf in Österreich bleiben, bestätigt das Innenministerium. Ihm droht keine Abschiebung mehr. Die Frage der Entschädigung ist noch offen.

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Das im Jahr 2005 verhängte Aufenthaltsverbot für den Gambier Bakary J. ist aufgehoben. Innenministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck bestätigte eine Vorab-Meldung der Wochenzeitung "Falter".  J. war  im April 2006 von Polizisten in eine Lagerhalle in Wien-Leopoldstadt gebracht und dort schwer verletzt worden. Zu der Misshandlung kam es nach einem gescheiterten Abschiebeversuch.

Laut Grundböck wurden die Voraussetzungen für ein Aufenthaltsverbot, wie gesetzlich vorgesehen, auf Anregung von Bakary J.'s Anwalt überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass der Gambier seit der Verhängung des Aufenthaltsverbotes unbescholten geblieben ist. "Unter schwierigen Umständen", wie Grundböck betonte. Bakary J. lebt mit Frau und Kindern in Österreich, durfte aber wegen des fehlenden Aufenthaltstitels keiner Arbeit nachgehen. Die Familie war auf die Teilzeitbeschäftigung der Frau des Gambiers angewiesen.

Für die Sicherheit der Republik wurde es dem Innenministeriums-Sprecher zufolge als nicht mehr notwendig befunden, das Verbot aufrechtzuerhalten. Damit darf nun Bakary J. auch einer geregelten Arbeit nachgehen.

Frage der Entschädigung

Auch die Entschädigungsfrage soll nun geregelt werden. Das Polizei-Opfer habe bisher keinen Antrag auf Zahlungen gestellt, so Grundböck. "Entschädigungszahlungen stehen ihm jedenfalls zu", sagte der Innenministeriums-Sprecher. Man werde das Gespräch mit Bakary J. suchen. Wie viel zu berechnen ist, werde wohl ein Gutachten klären müssen. Klar sei, "dass er schwerstens verletzt worden ist und dass damit längerfristige Folgen verbunden waren". Auch die Behandlungskosten - etwa für die Traumatisierung des Opfers - seien in die Rechnung einzubeziehen.

"Das Innenministerium wird jeden Euro der Entschädigungszahlung im Regress von den Tätern zurückfordern", kündigte Grundböck an. Drei der Polizisten sind seit April 2012 rechtskräftig aus dem Polizeidienst entlassen, allerdings hat der Verfassungsgerichtshof eine Beschwerde von ihnen gegen den rechtskräftigen Entscheid der Disziplinarkommission des Innenministeriums akzeptiert. Der vierte Beamte hat im Zuge des Verfahrens eine Geldstrafe akzeptiert und versieht derzeit im Bereich der Bundespolizeidirektion Wien Innendienst. Wenn die Zahlung abgewickelt sei, werde die Frage behandelt, von wem in welchem Umfang das Geld zurückgefordert werde.

Die vier involvierten Polizisten hatten dem Gambier umfangreiche Frakturen von Jochbein, Kiefer und Augenhöhle zugefügt. Zu der Misshandlung kam es nach einem gescheiterten Abschiebeversuch. Die vier Beamten wurden vor Gericht gestellt und 2009 wegen Quälens eines Gefangenen zu mehrmonatigen bedingten Haftstrafen verurteilt.

(APA)

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71 Kommentare
 
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Gast: gasteiny
26.07.2012 15:03
2 0

Der darf dableiben? Man faßt es nicht. Jeder ist blöd, wenn er sich an die Gesetze hält, wie man sieht.


Asylwesen

Eine lehrreiche Geschichte.

"Schließlich habe ich einen Senegalesen getroffen, der schon länger in Italien war. Er sagte: “Steig in den Zug, fahr nach Graz. In Italien kriegst du gar nichts."

Bakary J, . zitiert nach www.florianklenk.com

Gast: ungeliebter Heike
25.07.2012 15:39
3 2

Der vierte Polizist

hat seinen drei anderen Polizeikoffern den Schlüssel für die Halle gebracht. Ohne den hätten die ihren kriminellen Plan gar nicht ausführen können.

Warum diese grindige Gestalt noch mit einem gemütlichen Innendienst-Job in der Bundespolizeidirektion Wien dafür belohnt wird, weiß der Himmel. Hoffentlich müssen sie alle noch ordentlich Entschädigungen zahlen.

Unter schwierigen Umständen

"unbescholten" geblieben - das ist im rot-schwarzen Staat schon ein Tugendmerkmal.

Gast: keine sterne in athen
25.07.2012 03:09
8 1

ut integrierter drogenverkäufer,

dieser herr bakary, unfassbar

Gast: UKW
24.07.2012 23:52
10 0

Auf die liebe Frau Fekter ist halt Verlass

"Die Milliardenkredite für Griechenland sind für Österreichen ein gutes Geschäft".

Die Nase wird länger.

"Rehaugen können mich nicht blenden"

Ariigona wird beim Haupteingang des Landes verwiesen, und beim Nebeneingang wieder hereingelassen. Fekter streut ihr bei der Heimkehr Rosen.

Der Zinken wächst.

Auf unsere "eiserne Lady" können wir wirklich stolz sein. Sie trägt ihren Ruf zu Recht. Oder doch nicht?

Gast: UKW
24.07.2012 23:51
3 0

Auf die liebe Frau Fekter ist halt Verlass

"Die Milliardenkredite für Griechenland sind für Österreichen ein gutes Geschäft".

Die Nase wird länger.

"Rehaugen können mich nicht blenden"

Ariigona wird beim Haupteingang des Landes verwiesen, und beim Nebeneingang wieder hereingelassen. Fekter streut ihr bei der Heimkehr Rosen.

Der Zinken wächst.

Auf unsere "eiserne Lady" können wir wirklich stolz sein. Sie trägt ihren Ruf zu Recht. Oder doch nicht?

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Aufenthaltsverbot

Warum Aufenthaltsverbot? Wenn es jetzt aufgehoben wird, müsste diese Person erstmal einreisen (in ein Land in dem er von Polizisten "gefoltert" wird ??)

spannend. folternde bullen finden die leute unbedenklicher als einen flüchtling.

spannend...

Antworten Gast: Der echte Che
24.07.2012 22:18
15 3

Re: spannend. folternde bullen finden die leute unbedenklicher als einen flüchtling.

Ergänzung: "kriminellen" Flüchtling.

Neue, klare Regeln tun Not

Was wir in Westeuropa - gerade auch im Hinblick auf das Ausländer- und Asylrecht - benötigen, sind (neue) glasklare Regelungen. Der Prozess (inkl. Beschwerdemöglichkeiten) eines Aufnahme- und Asylverfahrens ist in aller Deutlichkeit zu umschreiben und schlussendlich zu vollziehen. Polizeiliche "Grobheiten" sind zu ahnden und zu sanktionieren. Ebenso klar muss es aber auch sein, dass abgewiesene Asylbewerber ohne Wenn und Aber auszuschaffen sind, wenn nötig mit Hilfe des polizeilichen Gewaltmonopols. Alles andere ist unseres Rechtsstaates unwürdig und nicht zu tolerieren.

Gast: ROTER OKTOBER
24.07.2012 18:05
3 29

Im Forum der Misanhtropen,...

... kann man die Xenophobie förmlich riechen.
Liebe Leute, seid echt froh, dass euch so etwas mal nicht passiert.

Antworten Gast: uhudler
24.07.2012 20:21
15 2

Re: Im Forum der Misanhtropen,...

Nein, passiert uns nicht, weil, wie man sich bettet, so liegt man. Er hat sich jedenfalls "saniert".

Antworten Gast: Aurora1
24.07.2012 19:59
15 2

Re: Im Forum der Misanhtropen,...

Was nicht passiert? Mit Drogen dealen? Keine Angst, das passiert uns schon nicht.

Gast: mama said know
24.07.2012 17:01
5 6

fair & menschlich

Bakary J. war in Haft für seine Vergehen und wurde bestraft. Die Cops haben nicht das Recht zu foltern und das taten sie.
Dieses Verhalten war unprofessionell und inhuman, schlicht und einfach primitiv und nicht angebracht für Vertreter einer Polizeibehörde eines modernen, sich zu Demokratie und Menschenrechten bekennenden Rechtsstaates.

Gut, dass die Sache ans Licht gekommen ist.




Antworten Gast: Al Saif
24.07.2012 22:21
11 1

Re: fair & menschlich

Ja, es war unprofessionell und inhuman. Und es hätte nicht passieren dürfen. Amen! Und jetzt bitte abschieben.

Gast: hoell
24.07.2012 16:30
20 5

Er kam, um Menschen zu vergiften!

Er kam, handelte in großem Stil mit Drogen, welche er in de Wäsche seiner Kleindkinder versteckte!! Was für ein Abschaum und der darf bleiben, oohhhh mein gott, was passiert in unserem schönen Land!!!

Re: Er kam, um Menschen zu vergiften!

drogendealer sind arme verfolgte und werden quasi zum dealen aus der not herau gezwungen, fragen sie asyl in not, amnesty oder die ute bock die werden ihnen die rührseeligsten geschichterln über die arem gestrauchelten erzählen, die gebrüder grimm sind dagen schmähstade literaten.

Gast: Einheimsicher
24.07.2012 16:27
16 2

Also

wenn ich eine Bank überfalle oder eine sonstiges Verbrechen begehe und mich danach von Polizisten verprügeln lasse gehe ich dann auch frei?
Nur so als Infofrage wie die "Gesetze" in Bananistan neuerdings so aussehen.

4 0

Re: Also

Sicher! Ich geh jetzt gleich zum Elsner und sag ihm, dass ich ihn vermöble, wenn er mir 10.000 gibt. Dann haben ihn alle wieder lieb. Ein Supergeschäft!

Gast: Nemesis
24.07.2012 16:25
18 2

In Österreich sind Gesetze also nur mehr einen Dreck wert.

Ein verurteilter Drogenhändler mit rechtskräftigem Abschiebebescheid bleibt.
Gut soll so sein.
Aber nicht wundern wenn der einheimische Bürger sich dann auch nur mehr einen Dreck um die Gesetze schert.

Im Sinne der Humanität...

Diesem od. jenem Asylanten hat es hier "gut zu gehen " in Österreich.
(egal ob Ex-Drogendealer,Bleiberechtserschwindler)
Ja , wie gesagt im Sinne der Humanität u.div. Menschenrechte (od. was auch immer).

Als Wirtschaftstreibender stört mich nur die hohe Steuerbelastung (u.das dubiose Versickern d.Steuergelder).

Re: Im Sinne der Humanität...

Ergänzung...Ironie Ende !

Gast: Hunter
24.07.2012 16:11
17 3

So lieb der südschwedische verurteilte Dealer

Woll` ma ihn nicht adoptieren?
Gibt doch so viele Gutis hier im Forum!
Na wer mag den Exsträfling?
Aber nein brauchts gar nicht!
Der lebt jetzt von unserem Steuergeld bis ans Ende aller Tage insofern wir die politisch Verantwortlichen für solche Multikultiszenarien nicht entfernen.

Antworten Gast: leegaal
24.07.2012 23:01
0 0

Re: So lieb der südschwedische verurteilte Dealer

Nein, weil jetzt darf er hoffentlich legal arbeiten (=Steuern zahlen).

Gast: Free
24.07.2012 16:08
13 2

Wenn die Obrigkeit Sympathien für Dealer hat und sie fördert ist eben die Bevölkerung selbst gefragt Dinge zu ändern.

So schauts aus.

 
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