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Kriminalstatistik: Warum Opfer nicht Anzeige erstatten

24.07.2012 | 17:25 |  Von Klaus Stöger (Die Presse)

Eine Untersuchung soll klären, warum Opfer von Straftaten nicht immer zur Polizei gehen – und damit wertvolle Hintergrunddaten zur Kriminalstatistik liefern. Erste Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.

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Wien. Exakt 540.007 Straftaten wurden 2011 in Österreich angezeigt. Das weist die Kriminalstatistik aus. Doch die spiegelt nicht unbedingt die Kriminalitätswirklichkeit wider. Denn viele Opfer zeigen – aus den verschiedensten Gründen – Straftaten nicht an. In der Kriminologie wird diese Differenz zwischen den amtlich registrierten Straftaten und der mutmaßlich geschehenen Kriminalität Dunkelfeld genannt. Eine breit angelegte Untersuchung, die derzeit das Institut Makam im Auftrag des Sicherheitsforschungsprogramms Kiras durchführt, soll nun Zahlen darüber liefern, wie hoch diese Differenz in Österreich ist. „Damit soll ein realistischeres Bild der Kriminalitätswirklichkeit entstehen“, sagt Makam-Koordinatorin Ilona Reindl.

Beim Projekt „Viktimisierung“ (Viktimologie ist die Lehre vom Verbrechensopfer) wurde in einer Vorstufe in Kleingruppen mit Experten und Betroffenen über die Thematik diskutiert. In einer zweiten Stufe werden 10.000 Menschen befragt. Erste Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.

Scham vor Gang zur Polizei

Die Gründe, warum Opfer von Straftaten nicht zur Polizei gehen, sind laut ersten Erkenntnissen der Studie vielfältig. Gerade bei kleinen Delikten mit geringem Schaden, wie etwa dem Diebstahl eines Fahrrades, scheint für viele der Aufwand zu groß. Andere meinen, die Versicherung werde sowieso nichts bezahlen. Anderen wiederum fehlt das Vertrauen in die Arbeit der Polizei. Manche Opfer wollen partout nichts mit der Exekutive zu tun haben, einige schweigen aus Scham (etwa bei Sexualdelikten oder Gewalt in der Familie) oder Angst (Schutzgelderpressungen).

Allerdings: Ist das Delikt besonders schwer, ist die Bereitschaft zur Anzeige größer. Während Morde, Geiselnahmen oder Raubüberfälle fast immer der Polizei gemeldet werden, ist das bei Kellereinbrüchen, Sachbeschädigungen oder kleineren Diebstählen seltener der Fall. Häufiger werden auch Delikte angezeigt, deren Schäden durch Versicherungen abgedeckt sind und bei denen die Versicherungen die Vorlage einer polizeilichen Anzeige verlangen (etwa bei Autodiebstählen oder Wohnungseinbrüchen). Zum Anzeigeverhalten trägt aber auch die Berichterstattung in den Massenmedien bei.

Aktuelle Forschungen haben ergeben, dass vor allem im Bereich der Computerkriminalität zahlreiche Betrugsdelikte nicht angezeigt werden. Auch sogenannte „opferlose“ Delikte wie Drogenhandel oder Korruption haben ein hohes Dunkelfeld.

Vor sicherheitspolitischen oder polizeistrategischen Entscheidungen wird häufig die offizielle Kriminalstatistik herangezogen. „Je aussagekräftiger diese Daten sind, desto zielgerichteter können wir unsere Schritte, vor allem auch in der Prävention, setzen“, sagt Silvia Strasser aus dem Bundeskriminalamt (BK). Das BK ist für die Erstellung der österreichischen Kriminalstatistik verantwortlich.

Die Ergebnisse der Studie werden dann den Daten der Kriminalstatistik gegenübergestellt – so will man Rückschlüsse ziehen, wie viele tatsächliche Verbrechen auf die Zahl der Anzeigen kommen. Zudem sollen dadurch Beziehungen zwischen Tätern und Opfern analysiert werden.

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68 Kommentare
 
1 2
Gast: Jo Gartner
25.07.2012 10:56
7 0

Problem Anzeige

Immer wieder berichten Menschen, dass berechtigte Anzeigen bei der Polizei entweder überhaupt nicht entgegengenommen werden oder die Anzeigenerstattung faktisch unmöglich gemacht wird.

Im besten Fall dauert sie einfach nur Stunden.

na dass ist

ja den grünen ein dorn im auge...es müssten alle straftaten angezeigt werden, damit man einen grund hat noch mehr verschärfungen oder verbote fordern zu könne....wie z.B. verbot von fahrraddiebstahl, von zu schnellem fahren (eine verwarnung ist zu wenig !!)
und...und...und...

Re: na dass ist

Die Grünen haben in der Polizei ihr Feindbild. Das mag aus ihrer Sicht verständlich erscheinen, da viele Delikte von Ausländern begangen werden und das ist nicht zu bestreiten. Hier müssten sich die Grünen in ihrer Einstellung ändern, doch das wollen sie nicht. Als politische Kraft müssen sie jedoch auch für die Sicherheit in unserem Land Sorge tragen und nicht jene Parteien anschwärzen, die sich um eben diese Sicherheit Gedanken machen.

2 0

Viele Anzeigen

wie zB von Kaskoversicherungen meist verlangte Anzeigen gegen unbekannt bei Parkschäden sind komplett sinnlos. Ein Delikt liegt zwar vor (Sachbeschädigung bzw Fahrerflucht) aber man wird weder den Täter ausforschen können noch je das Verhalten der Bevölkerung verbessern. Das erzeugt nur Papier und Frustration bei den Beamten.

Gast: Fanda Klaa
25.07.2012 10:16
3 0

Weil der Polizei und der Justiz späetestens seit den Tierschützerschauprozessen

keiner mehr Vertrauen entgegen bringt?

Wer nicht will, der hat schon


Zwei Möglichkeiten hat ein Bestohlener:
1) Anzeige bei der Polizei machen
2) keine Anzeige bei der Polizei machen

1) bedeutet, dass der Fall bearbeitet wird, dass dadurch Kosten für die Allgemeinheit anfallen, dass die Versicherung bezahlt oder wenn keine vorhanden wenigstens die (geringe) Chance besteht, nach Ausforschung des Täters seinen Schaden ersetzt zu bekommen

2) bedeutet, dass nichts von 1) eintritt

Nun kann es so sein, dass 2) tatsächlich die bessere Option ist - für Opfer UND Allgemeinheit. Als Beispiel sei der Diebstahl eines alten Handys, für das keine Versicherung besteht, auf dem Donauinselfest angeführt. Es beseht von vorneherein keinerlei Chance, den Täter auszuforschen und die Bearbeitung des Falles inkl der Befüllung aller Statistiken kostet Geld. Warum also sollte der Bestohlene auch noch ein paar Stunden opfern, um eine Anzeige zu machen, die niemandem etwas bringt und der Allgemeinheit Geld kostet?

Was hat das BKA mit diesem Vorstoß also vor? Die Polizeiinspektionen, die teilweise eh schon aus dem letzten Loch Pfeifen, noch zusätzlich mit zehntausenden unnützen Anzeigen belasten, damit sie überhaupt nicht mehr raus auf die Straße kommen? Oder brauchen die Zahlenakrobaten (die meisten dort werden wohl nicht einmal einen Hühnerdieb überführen können) beim BKA mehr Grundmaterial (=Zahlen), um weitere Dienstposten in ihren Tintenburgen rechtfertigen zu können?

Antworten Gast: ooooiiisssoooo
25.07.2012 11:09
3 0

Re: Wer nicht will, der hat schon

.. dass ma a gestohlenes handy net ausforschen kann wage ich zu bezweifeln .. jedes mobiltelefon ist ortbar.

Re: Re: Wer nicht will, der hat schon

Selbstverständlich. Aber die Polizei kann/darf das nicht alleine (was gut so ist) und bei einfachem Diebstahl mit einem Schaden von 50.- Euronen wird das halt niemand genehmigen. Nicht nur wegen der Kosten sondern hauptsächlich wegen dem Datenschutz...

Gast: 1. Parteiloser
25.07.2012 10:00
7 0

Auch ohne die Masse und unregistrierten Straftaten ist es ein Horror!

Angezeigte Straftaten / Aufklärungsrate / Verurteilungen

1960: ca. 270.000 / > 50% / ca. 44%
1970: ca. 280.000 /> 50% / ca. 39%
1980: ca. 400.000 / > 50% / ca. 21%
1990: 457.623 / 49,8% / 15,6%
1995: 486.433 / 48,7% / 14,3%
2000: 560.306 / 48,7% / 7,6%
2005: 605.272 / 39,6% / 7,5%
2009: 591.597 / 39,9% / 6,4%
2010: 535.745 / 41,4% / 7,1%
2011: 540.007 / 43,4% / 6,8%

Obwohl die Österreicher schon für knapp 30.000 aktive Polizisten brennen(Rekord!) schafft die Exekutive keine brauchbare Präventionsarbeit gegen Straftaten wie die stabil zu hohen Straftaten deutlich aufzeigen.

Obwohl die Ö schon für knapp 30.000 aktive Polizisten brennen schafft die Exekutive keine brauchbare Aufklärungsarbeit wie die schwache Aufklärungsrate deutlich aufzeigt.

Der Hammer ist aber das Versagen der Justiz, welche kaum mehr Straftäter verurteilt. 2011 nur noch 36.461 Verurteilungen bei mehr als 230.000 bekannten Straftätern. Die lächerlichen Diversionen nutzen ja nur den Tätern, schützen die Opfer aber nicht. Von den Korrupten werden gleich nicht mal 1% vor Gericht gestellt, die Gelder nicht gesucht.

Der pragmatisierte Wahnsinn Österreichs wird auch bei diesen beiden wichtigen Organisationen, genauso wie bei den Bildungsversagern, deutlich sichtbar. Immer höhere Kosten, immer mehr Personal aber immer geringere Leistungen für die Gesellschaft.

Diese Entwicklung, das Versagen der Behörden, muss ein Horror für jede Gesellschaft sein. Zu diesen Behörden geht doch kein Bürger mehr!

2 0

Re: Auch ohne die Masse und unregistrierten Straftaten ist es ein Horror!

Ich bin immer wieder fasziniert, wie Sie bei Ihren Statistiken Unmengen an zusätzlichen Umfeldvariablen ignorieren. In diesem Fall der wachsende Aufwand für Bürokratie und Administration, die seit 10 Jahren massiv ansteigende Internetkriminalität zusätzlich zum "realen Leben", die steigende Internationalität der Straftäter und die damit verbundenen Schwierigkeiten bei Aufklärung und Verurteilung...

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
25.07.2012 11:12
2 1

Re: Re: Auch ohne die Masse und unregistrierten Straftaten ist es ein Horror!

Logisch, es müssen die Anderen Schuld sein!

A bissl kindisch, oder?

Antworten Gast: ETFD2
25.07.2012 10:20
2 1

Der Böhmdorfer wollte unbedingt die Diversion

damit seine Parteifreunde nicht mehr so oft vors Gericht müssen.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
25.07.2012 11:20
4 0

Re: Der Böhmdorfer wollte unbedingt die Diversion

Kommt aber auch dem korrupten Inseratenkanzler und dem amtsmissbrauchen Vizekanzler (Diplomatenpässe) eventuell zu Gute.

Österreichs Misthaufen schillert doch in allen Farben und allen Ebenen!

Antworten Gast: Hanggla
25.07.2012 10:18
1 1

Langsam nervt das.

Alle paar Wochen kommen Sie mit der (absichtlich?) verkürzten Statistik daher. Alle paar Wochen weist man Ihnen nach, dass Sie völlig daneben liegen. Und Sie machen weiter. Merke: nicht jede Straftat wird per Verurteilung gerügt. Es gibt ATA, Diversion und viel, viel mehr. Die Diversion wurde etwa um 2000 herum einmgeführt, daher der Sprung von 14,3% auf 7%. IST DAS SO SCHWER ZU VERSTEHEN???

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
25.07.2012 11:17
2 0

Re: Langsam nervt das Versagen der Verantwortlichen!

Ihre Begründungen sind doch niemals brauchbare Argumente um das Versagen bei der Prävention, der Ermittlungsbehörden und der Justiz zu rechtfertigen.

Die Diversion habe ich in meinem Kommentar auch angeführt und aus der Sicht eines Bürgers auch beurteilt.

Diese Justiz schützt am Ende nur die Täter und nimmt daher den Österreichern den Schutz für Straftaten!

Es scheint aber so zu sein, dass die Verantwortlichen für den Schutz der Bürger jeden Bezug zur Realität verloren und haben und die Sachlage nicht mehr verstehen!

Es scheint, dass es ein kollektives Bonelli Syndrom bei den Verantwortlichen gibt.

http://diepresse.com/home/gesundheit/641820/Selbstbetrueger_Schuld-sind-immer-die-anderen?from=suche.intern.portal

Gast: Don Quichote
25.07.2012 09:50
6 0

Ein wichtiger Grund ...

... soll in der Studie offenbar nicht untersucht werden: Angst vor blankem Terror. Hinter vielen Straftätern steht ein Clan, der dafür sorgt, daß ihr Liebling möglichst straffrei ausgeht. Das beginnt bei Drohungen gegen das Opfer: "Ich wissen, wo du wohnen" und endet beim Richter: "Du wollen, daß Tochter gesund nach Hause kommen?" Vor diesem Thema drücken sich in schöner Eintracht Exekutive, Justiz und Medien, erst recht natürlich die Politik. Ich kenne persönlich Kriminalbeamte, die Straftaten nicht mehr verfolgen, weil die Tatverdächtigen vom Staatsanwalt auf freien Fuß gesetzt werden und ihnen auf der Straße ins Gesicht lachen. Ob die Untersuchung solche Fakten auch aufzeigen wird? Wohl nicht. Sie passen nicht ins Bild.

3 0

Re: Ein wichtiger Grund ...

Leider kenne ich derartige Zustände, wie Sie sie schildern. Glücklicherweise betrifft das noch nicht den Großteil unserer Bevölkerung, allerdings glaube ich nicht, daß die derzeitigen Maßnahmen ausreichen um diesen Trend zu stoppen, bzw. einzudämmen. Ich fürchte eher das Gegenteil, daß solche Vorfälle noch stark ansteigen werden.

Klar ist das ganze Getue um die Gesetzesbrecher für die Psychologen und sonstigen Betreuern bares Geld wert. Aber erreicht wird eher das Gegenteil. Die Täter erfassen doch gar nicht welchen Wert ein gut funktioniernder Staat hat. Die sehen den momentanen Vorteil indem sie eine Straftat begehen und das bleibt auch so, trotz Betreuung und allen möglichen sonstigen Behübschungen!

Eine Lanze für die Polizei

Als man versucht hatte meinem Sohn das Handy zu rauben und ihn dabei verletzt hatte (Prellungen durch die üblichen Tritte) waren die jungen Polizeibeamten bei der Aufnahme der Anzeige äußerst zuvorkommend.
Diese Täter zu finden ,sei äußerst schwer und dies (Handyraub) sei das "Standardprogramm" (Originalzitat ).
Durchaus glaubhaft.

Angst vor der Rache der Täter

ist auch oft ein Grund.
Motto : " Ich weiss, wo dein Haus wohnt ! "

Antworten Gast: Na und?
25.07.2012 10:31
3 0

Rache ist nur aus einem Grund möglich:

Weil man den Einheimischen das Recht auf Gegenwehr abspricht!

Notwehr wird zur Notwehrüberschreitung umgedeutelt.

Einbrecher bzw. Schläger sind vorbestraft, denen ist eine weitere Verurteilung egal.

Da ist mir das amerik. Recht lieber: Dreimal verurteilt und dann lebenslang im Häfn - fertig!

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
25.07.2012 08:38
1 0

Das Problem ist dabei seltener die Executive:

Wie man auch aus einigen Kommentaren herauslesen kann (und wie ich auch die Erfahrung gemacht habe), arbeitet die Kriminalpolizei sehr engagiert und auch relativ erfolgreich, wenn man die verhältnismäßig geringen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen (die meisten Polizisten sind nicht für Kriminalfälle sondern für Falschparken und andere Finanzierungsmaßnahmen zuständig) bedenkt.
Wirklich unvorhersehbar wird es dann vor allem in den Gerichten (je niedriger desto Ärger!), wo Richterinnen nach persönlichem Gutdünken und persönlichen Präferenzen entscheiden...

Antworten Gast: Peter Traumüller
25.07.2012 10:25
0 0

Das ist nicht ganz richtig,

dazwischen sitzt die Staatsanwaltschaft, und die klagt mitunter aus seltsamen Gründen bzw. nicht an. DAS ist das Hauptproblem.

In manchen Laendern

... ist die Exekutive fuer den Buerger ebenso gefaehrlich, wie die Kriminellen selbst. Besonders im ehemaligen Ostblock und in noch bestehenden kommunistischen Laendern ist das gut zu beobachten.

Aehnlichkeiten zu Oesterreich sind natuerlich rein zufaellig.

Antworten Gast: tango korrupti
26.07.2012 09:57
0 0

Re: In manchen Laendern

kein wunder, dass Sie auch Minusbewertungen bekommen haben: die Wahrheit hört ma net so gern, schon gar nicht im wunderschönen Österreich ... ;-)
leider haben Sie aber völlig recht.

Gast: Senftubendeckel
25.07.2012 08:04
6 0

Warum manche auf Anzeige verzichten? Weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass es eh nichts bringt, nur Probleme und zusätzliche Kosten.

Meine Freundin ist vor 3 Jahren wegen einem ärztlichen Behandlungsfehler vor Gericht gezogen. Die ganze Sache zieht sich wie ein Strudelteig. Alle Beteiligten zögern jeden Schritt hinaus so weit es geht. Die Folgen der Falschbehandlung belasten sie sehr. Aber wenn sie die in Ordnung bringen lässt, kann sie nichts mehr nachweisen und muss die immensen Kosten selbst bezahlen. Man gewinnt den Eindruck, dass die Richter, Anwälte, Sachverständigen und Ärzte zusammenhalten.

Ich hatte bisher 2mal das Gericht bemüht wegen einem wirtschaftlichen Schaden der mir zugefügt wurde. Da war alles in wenigen Wochen erledigt, nicht unbedingt sehr fair, aber immerhin.

Warum Opfer nicht Anzeige erstatten?

Bei "diesen Ermittlern" doch kein Wunder?

Sogar Zeugen (Fall N. K.) verlieren den Mut, der (dieser) Polizei "Hinweise" zu liefern!

Gast: Na und?
25.07.2012 07:43
4 0

Die Polizisten sind keine Freunde, sondern Wegelagerer!

Besonders am Land wird gerne im Hollerstrauch gelauert, ob jemand drei Meter vor der Ortsausfahr auch brav 50 fährt.

Oder Polizisten verstecken sich auf Pendlerparkplätzen und strafen Leute, die "falsch" ausparken.

Ist Tatsache!

Teilweise ist die Polizei genauso beliebt wie Einbrecher: Gar nicht!

Abgesehen davon werden ja auch viele Gerichtsverfahren abgewürgt, weil man ja den Tätern ihre Zukunft nicht verbauen kann.

Wen interessieren da gebrochene Nasen, ausgeschlagene Zähne? Wenn die Schläger mit der Mutti kommen und heulen, passiert denen gar nichts!

Gast: SchauGeanu
25.07.2012 07:16
3 0

Kriminal"statistik"

Ich habe grösste Zweifel, dass man es so genau wissen will.
Glaube nur einer Statistik, die Du selbst gefälscht hast....
Bestes Beispiel: die Unterscheidung Straftat mit legaler/illegaler Tatwaffe wird nicht gemacht obwohl nichts einfacher als das wäre.
Und dann wird mit den "Daten" Politik gemacht!

Gute aber leider noch mehr unfähige, faule oder frustrierte Beamte.

Bei unserer leider verlogenen Politik ist auch nicht mehr zu erwarten als Beamte die schauen das sie über die Runden kommen und ansonsten eher ungehalten sind falls Arbeit ihren Tag bestimmen sollte. Besonders die jungen spielen sich auf als wären sie unverwundbar oder gleich Gott. Verstecken ihre Rudelfeigheit und machen in die Hose wenn es ernst wird. Ohne Zeugen oder ohne Möglichkeit mit einen Handy (geht sehr leicht), das Gespräch aufzunehmen würde ich kein Polizeirevier mehr betreten. Und bitte nicht böse sein lieber Uniformierter Kasperl,- die Arbeit mit den Bösen Buben erledige ich lieber selber denn da weiß ich wenigstens wofür ich bestraft wurde.

Re: Besonders die jungen spielen sich auf als wären sie unverwundbar oder gleich Gott.

Das ist System und wird denen von grundauf so beigebracht - erlaubte sich einer auszuscheren, bleibt im noch der Weg des "Grazer Ermittlers"!

Re: Re: im ist gleich ihm :-o


7 0

Warum Opfer nicht Anzeige erstatten? weil es nix bringt und am ende wird das opfer selbst kriminalisiert!!!


Antworten Gast: Ja, stimmt!
25.07.2012 07:45
4 0

Besonders bei den Handy-Diebstählen wird so argumentiert:

Warum sich das Opfer dieses oder jenes HDY leistet? Wo man doch weiß, daß Kriminelle es darauf abgesehen haben.

Eigentlich ist man ja selber schuld, wenn man zusammengeschlagen und beraubt wird...

Antworten Antworten Gast: Robert Wagner
25.07.2012 11:03
0 0

Re: Besonders bei den Handy-Diebstählen wird so argumentiert:

Das hört man auch beim Diebstahl oder Beschädigung von beliebten oder teuren Autos .

Polizisten im Originaljargon:
"Bei dem Auto brauchen Sie sich nicht zu wundern. So eines kauft man sich einfach nicht."

Soll heißen: Man ist selber schuld.

ein realer Fall:

Wird in das eigene Haus eingebrochen, dann sollte man von einer Anzeige unbedingt absehen, wenn man sich vorher bei einem der Polizisten vor Ort unbeliebt gemacht hat (z.B. da man ihm vorhielt, dass er seine Freundin, eine Bäckereibesitzterin, die illegale Arbeiter beschäftigt, über bevorstehende Razzien informiert).

Denn ansonsten kann es sehr leicht passieren, dass, wenn derjenige zum bzgl. des Einbruches ermittelnden Beamte wird, von ihm
auf die wichtigsten Tatortfotos "vergessen" wird, Spuren "übersehen" und
Zeugenaussagen unterschlagen werden, etc., usw. ... kurz: man wird von ihm zum Täter konstruiert.
Kollegen und Kripo spielen corpsgeistverpflichtet mit, gar keine Frage; no na werden sie sich gegen den "ermittelnden" Kollegen stellen. Und in Nullkommanix ist die eigene Existenz zerstört.

Nur einer von vielen Gründen:

Wird in das eigene Haus eingebrochen, dann sollte man von einer Anzeige unbedingt absehen, wenn man sich vorher bei einem der Polizisten vor Ort unbeliebt gemacht hat (z.B. da man ihm vorhielt, dass er seiner Freundin, die illegale Arbeiter beschäftigt, über bevorstehende Razzien informiert).
Denn dann kann es sehr leicht passieren (siehe www.fehlurteil.at), dass, wenn derjenige der bzgl. des Einbruches ermittelnde Beamte wird, von ihm auf die wichtigsten Tatortfotos "vergessen" wird, Spuren "übersehen", Zeugenaussagen unterschlagen werden, etc., usw. ... kurz: man wird von ihm zum Täter konstruiert. Kollegen und Kripo spielen corpsgeistverpflichtet mit, gar keine Frage; no na werden sie sich gegen den "ermittelnden" Kollegen stellen. Und in Nullkommanix ist die eigene Existenz zerstört.

So groß der erlittene Einbruchsschaden auch sein mag, er ist in jedem Fall das kleinere Übel, als der rechts - staatlichen Maschinerie in die Hände zu fallen und allen Manipulationen hilflos ausgeliefert zu sein.

Gast: foobaro
24.07.2012 22:34
12 0

Weil die Polizei es nicht ERLAUBT!

Ich kenne jemanden, die von einem Mann vor laufender Kammera in einer U-Bahns-Stadtion eindeutig sexuell belästigt wurde.

Die U-Bahn-Aufpasser haben nicht eingegriffen, sondern zugesehen. Begründung: Sie müssen nicht eingreifen.

Die Polizei hat -- selbst nach tätigem Angriff und schweren Prellungen -- keine Anzeige zugelassen!

Seit dem wundere ich mich nicht mehr, wenn ich etwas von Selbstjustiz lese.

Aber, danach hat sie einen Brief bekommen, ob sie nicht vor Gericht aussagen möchte, nachdem der Typ das Selbe mit einer Anderen aufgeführt hat.

Antworten Gast: Eddi Mercury
25.07.2012 11:06
1 0

Re: Weil die Polizei es nicht ERLAUBT!

Ein typischer Fall von Anzeigenverweigerung. Oft wird dem Opfer die Schuld gegeben und es zum Täter gemacht.

Statistik?!?

ich selbst habe eine Straftat nicht angezeigt, weil es mir Ärzte und Psychologen abgeraten haben.
Bei den meisten Personen wird wahrscheinlich aus Unwissenheit od. Scham keine Anzeige erstattet. Jedoch darf man nicht vergessen, dass es öffters zu Unterdrückungen (Dienstgeber, usw.) kommt als man denkt.
Statistiken hin oder her. Im eigentlichen Sinne geht es um die Straftaten und nicht um eine graphische Darstellung von diesen!!

14 0

Nicht erfunden, sondern so passiert:

Ein Mann wird zusammengeschlagen. Er geht zur Polizei, zeigt den Vorfall an. Die Beamten nehmen seine Anzeige auf und legen ihm anschließen das Protokoll zur Unterschrift vor. Er liest es durch und findet darin Begriffe wie "Raufhandel", daraufhin weigert er sich, zu unterschreiben. Die Polizisten werden extrem ungemütlich. Der gesamte Bekanntenkreis des vom Opfer zum Täter gemachten Mannes wird es sich in Zukunft gut überlegen, irgendetwas anzuzeigen.

Gast: ssssttsssstttssss
24.07.2012 20:05
3 0

na vielleicht ..

.. weil ihnen die anzeige zu ominös erscheint und es viel zu viele umstände bereiten würde da mal nachzuschauen, obs nicht doch berechtigt gewesen wäre ..

Gast: Wumpus3
24.07.2012 19:31
22 1

Scham?

Es ist nicht Scham vor den Gang zur Polizei sondern das Wissen über die Unfähigkeit dieser.

Gast: b754
24.07.2012 19:27
13 0

bei unserer justiz muss man sich das auch gut überlegen


 
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