Zwei deutsche Alpinisten fanden am Dienstag in den Tiroler Bergen den Tod: Ein 55-jähriger verunglückte bei einer Mountainbike-Tour in Scharnitz, eine 62-jährige Frau beim Klettern im Gemeindegebiet von Nesselwängle. Das teilte die Sicherheitsdirektion Tirol mit. Auch ein 81-jährige Deutsche, der seit Dienstagvormittag in Vorarlberg vermisst wurde, konnte nur noch tot geborgen werden.
Der Mountainbiker hatte mit seiner Begleiterin eine Tour auf die Birkkarspitze im Karwendel unternommen. Bei der Abfahrt kam er zu Sturz, prallte mit dem Hinterkopf gegen einen Felsen und stürzte rund 80 Meter in eine steile felsige Rinne ab. Die Notärztin konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen.
Absturz in der Köhlespitze-Südwand
Die Frau war mit ihrem Mann auf einem Klettersteig in der Köhlespitze-Südwand unterwegs. Beide waren laut Polizei gut ausgerüstet und verfügten über Klettererfahrung. Die Frau konnte das Tempo ihres Ehemannes nicht halten und blieb immer wieder zurück. Gegen 12:20 Uhr stürzte sie ungesichert über die Köhlespitze Südwand etwa 100 Meter ab und blieb mit tödlichen Verletzungen am Wandfußsteig liegen. Zeugen verständigten den Notarzt, der aber nur noch den Tod feststellen konnte.
Der Ehemann, der den Unfall nicht mitbekommen hatte, wartete zunächst eineinhalb Stunden am Gipfel der Köhlespitze auf seine Frau. Als sie nicht nachkam, ging er davon aus, dass sie wieder abgestiegen sei und tat dasselbe. Als er sie auch unten nicht finden konnte, setzte er einen Notruf ab und meldete seine Frau als vermisst. Darauf wurde er ersucht, ins Tal abzusteigen, wo er über den Tod seiner Frau verständigt wurde.
150-Meter-Absturz
Der tödlich verunglückte 81-jähriger Deutsche ist seit gestern Vormittag vermisst worden. Er ist im Gemeindegebiet von Mellau (Bezirk Bregenz) in Vorarlberg am Dienstagabend gegen 20 Uhr tot aufgefunden worden. Laut Polizei dürfte der Mann vom Weg abgekommen und über eine Felsrinne 150 Meter tief abgestürzt sein. Am Montag war der Pensionist aus Essen zu einer Wanderung aufgebrochen. Als der Urlauber am Dienstag nicht zum Frühstück erschien, wurden die Rettungskräfte alarmiert.
Etwa 80 Bergretter, fünf Hunde, die Alpinpolizei und ein Polizeihubschrauber waren an der Suchaktion seit Dienstagvormittag beteiligt. Gefunden wurde der Leichnam des Wanderers in der Nähe des Skitunnels im Gemeindegebiet von Mellau von einem Lawinenhund.
(APA)
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