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NÖ: Überflutungen und ein blitzbedingter Bahnausfall

26.07.2012 | 19:49 |   (DiePresse.com)

Überflutungen sorgten für einen Großeinsatz der Feuerwehren rund um Horn. Ein Blitzeinschlag setzte die Franz-Josefs-Bahn außer Gefecht.

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Mit etwa 1.200 Mann sind Feuerwehren am Donnerstagabend bzw. in der Nacht auf Freitag in Niederösterreich im Unwettereinsatz gestanden. Besonders betroffen waren die Stadt und der Bezirk Horn. Heftige Regenfälle gingen auch in den Bezirken Amstetten, Melk und Scheibbs nieder, berichtete das Landesfeuerwehrkommando. Einmal mehr mussten zahlreiche Keller ausgepumpt und vermurte Straßen freigemacht werden.  Ein Blitzeinschlag hat am späten Donnerstagnachmittag auch für einen einstündigen Ausfall der Franz-Josef-Bahn in Niederösterreich gesorgt.

Prekär war die Lage in Horn. Die Taffa, ein kleiner Nebenfluss des Kamp, war über die Ufer getreten und bescherte den Einsatzkräften reichlich Arbeit. Der Pegel war binnen weniger Minuten um fast einen Meter angestiegen, so das Landesfeuerwehrkommando. 1.500 Sandsäcke wurden aufgelegt, um Überschwemmungen im Stadtgebiet zu verhindern. Außerdem wurde ein Parkdeck sicherheitshalber geräumt.

Die Einsätze von 80 Feuerwehren im Bezirk Horn dauerten bis Freitag in die frühen Morgenstunden. Zu den betroffenen Gemeinden zählte etwa Brunn a.d. Wild, wo laut Feuerwehr 100 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb kürzester Zeit niedergingen, wie der ORF Niederösterreich berichtete. In St. Bernhard-Frauenhofen stand u.a. ein Kindergarten unter Wasser.

Von Hagel, starken Regenfällen sowie Sturm und zahlreichen Blitzeinschlägen berichtete das Bezirkskommando Amstetten. Mehr als 150 Helfer waren im westlichen Niederösterreich bis gegen Mitternacht mit Auspump- und Aufräumarbeiten beschäftigt. Insgesamt gab es etwa 40 Einsätze.

 

Franz-Josefs-Bahn stand eine Stunde still

Nach Angaben eines ÖBB-Sprechers schlug in St. Andrä-Wördern ein Blitz im Bereich der Gleisanlage ein. Dadurch sei die Sicherungsanlage im Bahnhof St. Andrä Wördern und im Bahnhof Kritzendorf ausgefallen. Auch der Zugfunk, die Telefonanlagen und die Lautsprecheranlagen waren gestört, berichtet der Sprecher gegenüber DiePresse.com.

Der Blitz sei gegen 17.45 Uhr eingeschlagen. Man habe für die Franz-Josefs-Bahn das Notfahrprogramm gestartet, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet, so die ÖBB. Eine Stunde später waren die Sicherheitsanlagen wieder funktionstüchtig und die ÖBB konnten den Zugbetrieb wieder aufnehmen.

(APA/Red.)

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