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Unfall bei Mittelalterfest: Schlosspark weiterhin gesperrt

30.07.2012 | 12:27 |   (DiePresse.com)

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln zum Unfallhergang. Für den durch den Unfall verwaisten achtjährigen Buben gibt es zahlreiche Hilfsangebote.

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Der Schlosspark in Pöchlarn im Bezirk Melk bleibt weiterhin gesperrt. Am Wochenende hatten Unwetter zwölf Besucher eines Mittelalterfestes schwer verletzt und eine Person getötet. Unter den Verletzten ist auch ein achtjähriger Bub, der zum Waisen wurde, da sein Vater bei dem Unfall starb. Durch den starken Sturm wurden Äste von Bäumen gerissen und stürzten auf die Festgäste, die darunter zum Teil eingeklemmt worden waren.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang laufen laut der Polizei in Pöchlarn auf Hochtouren. Auch die Staatsanwaltschaft St. Pölten wurde eingeschaltet. Ein Gutachter soll den Baum untersuchen, von dem die Äste herabgebrochen waren. Bis zur Erstellung des Gutachtens über die Beschaffenheit des Baumes soll laut Staatsanwaltschaft St. Pölten der Schlosspark gesperrt bleiben.

Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) gab Soforthilfe für den Buben in Auftrag und versicherte ihm finanzielle Unterstützung. Dem achtjährigen Lukas unter die Arme greifen will auch "Hilfe im eigenen Land - Katastrophenhilfe Österreichischer Frauen". Die Organisation werde eine monatliche Patenschaft für die Dauer der kommenden zehn Jahre übernehmen, teilte Präsidentin Sissi Pröll mit. Auch der "Löwenherzfonds" des Vereins "Pro NÖ" will mit 3000 Euro helfen. Für den Buben, der bereits Anfang 2010 seine Mutter verloren hatte, wurde auch ein Spendenkonto eingerichtet: RZB, Kontonummer.: 1-04.101.010, BLZ 31000, Verwendungszweck: Lukas.

Schwere Kopfverletzungen

Lukas erlitt bei dem Unglück schwere Kopfverletzungen. Er wird derzeit auf der Kinderstation im Landesklinikum St. Pölten behandelt. In Amstetten wurde ein lebensgefährlich verletztes Opfer weiterhin intensivmedizinisch betreut, teilte die Klinikum mit. In das Krankenhaus waren außerdem zwei weitere Schwerverletzte eingeliefert worden. Der 51-jährige Vater von Lukas starb in der Nacht auf Sonntag in St. Pölten.

Am Samstag gegen 18 Uhr waren im Zuge eines aufziehenden Unwetters orkanartige Böen aufgetreten. Das Unwetter sei "sehr schnell hereingebrochen", sagte der Melker Bezirkshauptmann Norbert Haselsteiner. Es habe keine Hinweise gegeben, dass von dem Baum, Haselsteiner zufolge eine Kastanie, Gefahr ausgehen könnte. Auf dem Pöchlarner Schlosspark liege eine Naturdenkmalerklärung. Das heiße auch, dass die Stadtgemeinde als Grundeigentümer mit der Naturschutzbehörde, der Bezirkshauptmannschaft, zusammenarbeite. Haselsteiner: "Es ist in der Vergangenheit regelmäßig passiert, dass Bäume wegen einer möglichen Gefährdung entfernt wurden."

(APA)

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8 Kommentare
Gast: vito c
31.07.2012 14:43
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ich verstehs nicht mehr

ich seh da zwei seiten: die eine ist die pflege der bäume an sich, die andere die eigenverantwortung. egal wie schnell ein gewitter aufzieht, ein oaar minuten dauerts immer, und ich habe viele viele jahre im freien gearbeitet auch bei gewitter, man sieht oder spürt es immer vorher.

wenn sich jemand nicht in sicherhiet bringt, so sehe ich dass als individuelles recht an, sich und sein leben in gefhar zu bringen.
wenn jemand die gefahr nicht als solche erkennt, das ist was anderes. aber ich meine gewitter hat doch schon jeder hier erlebt. wie meschugge muss man sein, um nicht zu merken, dass es in den nächsten minuten zum wettern anfangen wird? und wenn mans merkt und nicht geht, dann ist man selbst schuld.

Antworten Gast: Hilligon
01.08.2012 10:37
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Re: ich verstehs nicht mehr

Ich war selbst vor Ort und bin der Meinung das die schuld nich bei den Opfern zu suchen ist.

Das Unwetter hat sich zu Beginn nur durch dunkle Wolken am Horizont geäussert. Ob es sich zu einem Gewitter oder zu einem ausgewachsenen Sturm mit Orkan-artigen Windböhen entwickelt war schwer einzuschätzen.

Dadurch glaube ich, dass es durchaus naheliegender ist sich unterzustellen und abzuwarten als gleich Hals über Kopf das Weite zu suchen, da man ja nicht weiß was auf einen zukommt.

Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) hat schnelle Hilfe zugesagt

ORF Niederösterreich Heute und die anderen Meinnungsverbildner werden gewiss noch mehrfach davon berichten.

Gast: Vogel Strauss
30.07.2012 19:00
2 0

'Das Unwetter sei sehr schnell hereingebrochen'

Im ORF-online-Wetter und im ZAMG online waren Unwetterwarnungen ...

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Drum ...

... Bauordnung aus den 80igern aktivieren -> Jedes Haus 1 Bunker und sobald die ersten schwarzen Wolken aufziehen -> Ausgangssperre und ab ins Gewölbe ...

Gast: Be-obachter
30.07.2012 17:26
2 2

Und jetzt

muss mit aller Macht ein Schuldiger her!
Womöglich der säumige Gemeindegärtner, der nicht vorsorglich vor dem Fest alle Gewächse über 2m Höhe umgeschnitten hat...

Re: Und jetzt

Auch als Gemeindegärtner braucht man zum Überleben in NÖ ein schwarzes Parteibuch...
Ansonsten: Planstelle frei!

auch gesunde ahornäste

brechen unter winddruck ganz plötzlich ab. resultate sieht man in den wiener straßen nach sturm herumliegen.