23.05.2013 08:22 Merkliste 0

"Katzen-Euthanasie": Tierschützer zeigen Bauern an

01.08.2012 | 10:46 |   (DiePresse.com)

"Euthanasie" ist laut Tierschützern nicht zulässig. Der Fall hatte Aufsehen erregt, da sich der Bauer beim Versuch seine Katze zu töten selbst verletzte.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Dachverband der Oberösterreichischen Tierschutzorganisationen hat gegen einen 81-jährigen Altbauern im Bezirk Steyr-Land, der seine kranke Katze mit einem Schlachtschussapparat töten wollte, zwei Anzeigen erstattet. Ihm wird einerseits unerlaubte Euthanasie vorgeworfen und andererseits, dass er seine freilaufenden Katzen nicht kastriert habe. Der Fall des Bauers war schon vor ein paar Wochen publik geworden, weil er sich beim Versuch, seine Katze zu töten, selbst verletzte. 

Der Landwirt, auf dessen Hof um die 30 Katzen leben, packte am 19. Juli das Tier mit der linken Hand, hob es hoch und drückte es etwa in Beckenhöhe fest an sich. Mit der rechten Hand wollte er den Schussapparat betätigen. Kurz bevor er abdrückte, kratzte ihn die Katze aber und er rutschte ab. Ein Schuss löste sich und der Bolzen verletzte den Mann schwer. Er wurde vom Gemeindearzt erstversorgt und dann mit der Rettung ins Landeskrankenhaus Steyr eingeliefert. Dem Vierbeiner gelang die Flucht, das weitere Schicksal des Tieres war unklar.

Das brachte ihm anfangs nur Kritik der Tierschützer ein. Am Mittwoch machten diese aber den nächsten Schritt und erstatteten Anzeige. Denn Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten sei gesetzlich verboten, argumentierte der Obmann des Dachverbandes Oberösterreichischer Tierschutzorganisationen Harald Hofner. Falls die Katze wirklich krank wäre, dürfe über eine Euthanasie einzig und allein ein Tierarzt entscheiden. "Wie so oft in ländlichen Gebieten bin ich mir außerdem sicher, dass die 30 auf dem Hof lebenden Katzen nicht kastriert sind. Ansonsten wäre eine so große Anzahl an Tieren ziemlich unwahrscheinlich", erklärte Hofner weiter. Katzen mit Freilauf nicht zu kastrieren widerspreche jedoch dem Gesetz. Auch deswegen sei Anzeige erstattet worden.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

31 Kommentare
 
12
Gast: HUBERTUS
09.08.2012 09:49
0 0

Danke Hofner!

Ich bin dafür das jeder freilaufende Hund und jede Freilaufende Katze in Österreich zu Herrn Hofner gebracht wird. Die Kosten für Kastration und med. Behandlung kann er dann selbst zahlen.

"Katzen mit Freilauf nicht zu kastrieren widerspreche jedoch dem Gesetz" Da grundsätzlich alle Katzen im Freilauf gehalten werden bitte ich Herrn Hofner auch sämtl. österreichischen Katzenhalter anzuzeigen. Außerdem sollte eine Katzensteuer eingeführt werden mit welcher die völlig überfüllten Tierheime mitfinanziert werden. Wieso sollten nur Hundebesitzer zahlen? Haustiersteuer wäre noch besser.....

Frage:

Was haben Jäger für einen vernünftigen Grund wenn sie Hasen, Hirsche etc. abknallen? Da sind mir Wilderer ja noch lieber!

Antworten Gast: HUBERTUS
09.08.2012 09:42
0 0

Re: Frage:

Ernährung... Grund genug? Wenn Sie Fleisch aus dem Supermarkt essen wollen ist das Ihre Entscheidung. Zum Vegetarismus oder gar veganismus kann man Menschen nicht zwingen. Was bleibt also außer der Jagd.

1 0

Re: Frage:

Sie wissen aber schon, dass heutzutage Wilderer teilweise nicht einmal mehr das Fleisch mitnehmen sondern sich nur an der Jagd an sich ergötzen bzw. an fragwürdigen Trophäen?

Gast: Der Troll
01.08.2012 17:43
8 0

Wichtigtuer

Ist schon interessant wo sich die Stadtgfrieser überall wichtig machen.

Gast: TOM22
01.08.2012 15:46
2 0

am Land normal

leider werden am Land 80 % der Katzen bereits kurz nach der Geburt getötet.

Ich verstehe die Aufregung nicht.

Der bemitleidenswerte Bauer hat es sich im letzten Moment eh noch anders überlegt und in die andere Richtung geschossen. Außerdem hätte er, wie allgemein bekannt sein dürfte, auf die Katze sieben Mal schießen müssen, und das war ihm dann vielleicht doch zu blöd.

Antworten Gast: xxxx
01.08.2012 20:21
0 0

Re: Ich verstehe die Aufregung nicht.

Eine Katze hat NEUN Leben.
Sieben kommt aus der Kabala.
(ROFL)

Gast: GruselGrusel
01.08.2012 15:05
10 0

Wundern is gsünder als ärgern

Früher hat man die Katzen in einen Sack gesteckt und gegen die Wand "euthanasiert".

Heut ist der Bauer schon entsprechend tierlieb und erledigts mit einem Schußapparat und wird angezeigt. Ich frag mich echt wie langweilig manchen Menschen ist, um daraus eine Affäre zu machen.

An diesem Beispiel sieht man, dass die Überregulierung unserer Gesellschaft zu einer völlig irren Degenerierung der Gleichen, zum Aussetzen jeglicher Vernunft und zum Verlust jeglichen Verstandes führt.

Antworten Gast: Gratulation
02.08.2012 12:46
0 0

Re: Wundern is gsünder als ärgern

xD "gegen die Wand euthanasiert" Den Absatz hab ich mir rauskopiert, einfach genial ;)

6 9

die kommentare lassen mich erschaudern....

hier werden katzen mit ameisen verglichen u d tierschützer als unnötig dargestellt. was ist los mit euch? wie kaltherzig kann der mensch sein? seit ewigkeiten werden katzen auf grausamste weise umgebracht weil d bauern ZU FAUL sind sie kastrieren zu lassen. also erschiessen, ertränken, erschlagen od erstivken sie diese armen viecherln. und ihr scherzt darüber. ist mir schon klar aus welcher ecke ihr kommt. unerwünschtes brutal zu "vernichten" entspricht der ideologie der schlechtmenschen...

2 1

Re: die kommentare lassen mich erschaudern....

Lieber Schlechtmensch als Trottel

0 0

Re: Re: die kommentare lassen mich erschaudern....

Wenn es tatsächlich ne kranke Katze war, ist m.E. so eine Tötung ok, aber bei 30 Katzen hat dieser Bauer auf seinem Hof irgendetwas nicht unter Kontrolle.
Um eine gepflegte Landwirtschaft kann es sich hierbei wohl nicht mehr handeln.

0 0

Re: Re: Re: die kommentare lassen mich erschaudern....

30 Katzen auf einem Bauernhof ist jetzt zwar viel, muß aber nichts bedeuten. 30 in einem Wohnraum, ohne Ausgang, wie es immer wieder mal vorkommt, da wäre klarerweise nichts zu diskutieren.

Aber wenn der Hof groß ist und sich die Katzen selbst ernähren können - manche fressen ja noch Mäuse und Vögel anstatt Sheba - was soll dran falsch sein? Daß es heute nicht mehr üblich ist, ein Tier einfach Tier sein zu lassen?

0 0

Re: Re: Re: Re: die kommentare lassen mich erschaudern....

30 Katzen auf einem Hof ist schon sehr viel.
Auf den Bauernhöfen in der Gegend wo ich aufwuchs, gab es niemals mehr als 5,6 Katzen od. so.

Muss man sich mal vorstellen, 30 Katzen. Entweder verfügt dieser Bauer über eine Farm australischen Kalibers od. es herrscht schon fast eine Art Katzenplage.

Für mich ist eine Haus-/Hofkatze kein Wildtier mehr.
Das wäre die Wildkatze. Und die ernähren sich selber und meiden die Nähe zum Menschen.
Solche Viecher kommen ohne Menschen viel besser aus.

Gast: Bürger Mut
01.08.2012 12:46
1 2

Die trauen sich was.

Wer solche Anzeigen einbringt, steht schneller in Wr. Neustadt vor Gericht als er glaubt. Und darf sich über einen maßgeschneiderten Artikel im Falter auch noch freuen.

Achtung Tierschützer

Ich muß mich hiermit selber anzeigen. Ich bin heute beim Ins-Büro-fahren auf eine Ameise gestiegen. Ich bin sooooo schuldig bitte zeigt mich an.
Eine unsäglich politisch korrekte Tat des ÖO TSVerbandes. Ideologie blendet wie man sieht.

Antworten Gast: Observateuse
01.08.2012 13:36
8 3

Re: Achtung Tierschützer

auf dem kühlergrill von meinem SUV (oh gott , co2 alarm) picken auch schon mindestens 30 käfer, und heute morgen hab ich gleich nach dem aufstehen eine fliege erschlagen ! ich bin so ein unmensch....

Gast: Blankensteiner Husar
01.08.2012 11:29
12 1

Darum gehört ja uaf jeden anständigen steirischen oder kärntner Bauernhof ein ordentlich großer Hofhund!

Der sorgt traditionell für folgende ordentliche Zustände:
a.) Tierschützer machen einen großen Bogen um die Hofstelle
b.) Katzerl vermehren sich auch unkastriert nur kontrolliert.
WUFF!

Antworten Gast: Lindtheier
01.08.2012 12:49
2 6

Gibt es eine Liste der ehrlichen Bauern

die sich von Tierschützern überprüfen lasssen? Würde gerne bevorzugt deren Produkte kaufen.

Antworten Antworten Gast: HUBERTUS
09.08.2012 11:13
0 0

Re: Gibt es eine Liste der ehrlichen Bauern

Überwachungsstaat für Bauern. Tierschützer und nicht Behörden sollen Landwirte überprüfen. Was kommt als nächstes? Regelmäßige Hausdurchsuchungen bei Hundebesitzern?...

Gast: Interessierter Beobachter
01.08.2012 11:21
17 3

Interessante Welt, in der wir leben!

Ein 81-jähriger, schwer verletzter Altbauer wird angezeigt, weil er eine "Euthanasie" an einer Katze versucht haben soll, und gleichzeitig werden alljährlich ca. 30.000 ungeborene Kinder in in den medizinischen Sondermüllkübel entsorgt - und zwar bis zum 3. Monat piepegal, aus welchem Grund. Hauptsache, die Frist stimmt.

Was von Prammer & Co. als "gutes österreichisches Recht" bezeichnet wird.

Irgendwie ein bisserl schräg ...


Antworten Gast: Petra St.
01.08.2012 22:00
3 1

Re: Interessante Welt, in der wir leben!

Vollkommen richtig! Die Verhältnismäßigkeit ist uns völlig abhanden gekommen.

Re: Interessante Welt, in der wir leben!

Irgendwie ein bisserl schräg, wenn man sich nicht um Dinge kümmern würde, um die man sich kümmern kann! Um den Tierschutz kann man sich kümmern und eigentlich auch schon ermüdend, die Kommentare von Leuten, die meinen, man dürfe Unrecht tun, weil es eh noch ein viel schlimmeres Unrecht gibt...

Vernünftige Aktion der Tierschützer!


Re: Vernünftige Aktion der Tierschützer!

Und warum? Weil Tiere nun schon in den Status von Menschen gehoben werden? Weil Kastration per Gesetz vorgeschrieben sein sollte? Weil wir hier von einer kranken Katze sprechen, und daneben alle wahren Probleme in diesem Land einfach ausblenden?

 
12