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Vermisster Wirtschaftsanwalt: Video als erste Spur

02.08.2012 | 10:01 |   (DiePresse.com)

Die Abfahrt des Anwalts von seiner Kanzlei wurde von einer Überwachungskamera gefilmt. Dabei saß ein Unbekannter am Steuer des Wagens.

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Die Hinweise, dass der Wiener Wirtschaftsanwalt Opfer einer Entführung wurde, verdichten sich. Nach einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" fand die Polizei im Wagen des 48-Jährigen "Spuren, die auf einen Kampf hindeuteten – darunter auch jede Menge Blutspuren." Es sei jedoch nicht soviel Blut gewesen, um von einem Tötungsdelikt im Auto auszugehen, bestätigte Polizeisprecher Roman Hahslinger den Bericht. Eine Waffe sei in dem Mercedes 300 GD nicht entdeckt worden.

Außerdem filmte eine Überwachungskamera die Abfahrt Rebassos am Freitag gegen 14.45 Uhr aus der Tiefgarage in der Nähe seiner Kanzlei. Darauf sei laut "Salzburger Nachrichten" zu sehen, wie der Anwalt zu seinem Wagen ging: "Bei der Ausfahrtskontrolle soll jedoch jemand anderer am Lenkrad des Mercedes gesessen sein", hieß es in dem Bericht weiter.

Die Identität des Mannes sei nun Gegenstand von Ermittlungen. Ein Kampf zwischen Entführer und Opfer oder eine Bedrohung durch eine Waffe sind auf den Aufnahmen nicht zu sehen. Die Polizei wollte die Entführung in der Tiefgarage nicht bestätigen, im Lauf des Tages soll es eine weitere Pressemitteilung geben.

Handy konnte nicht geortet werden

Der Anwalt verschwand am Freitag auf dem Weg zu einem Termin im südlichen Niederösterreich. Da der Advokat dort nie ankam, versuchte gegen 15.30 Uhr eine Kanzleimitarbeiterin den 48-Jährigen zu erreichen, doch ohne Erfolg. Am nächsten Tag, am Samstag, erstattete die Familie Vermisstenanzeige, seit dem wird nach dem 48-Jährigen gesucht. Das Handy von Rebasso dürfte zum Zeitpunkt seiner Entführung abgedreht worden sein, man habe es nicht mehr orten können, sagte Hahslinger. Die Entführer haben sich bisher nicht mit Geldforderungen an die Familie gewandt.

Für die Polizei besteht der dringende Verdacht, dass der Vermisste einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen und entführt worden sein könnte. Rebasso wurde bekannt, nachdem er Mitte der 1990er Jahre das Ehepaar Erika und Helmut Pilhar vertreten hatte, die eine medizinische Behandlung ihrer Tochter Olivia ablehnten.

Drohungen gegen Anwaltskanzlei

Laut Polizei hatte er mehrere russische Klienten. Vor einigen Jahren wurde der Name des Anwaltes in einem Fall von Anlegebetrug in Russland verwickelt. Dabei wurden 25 bis 30 Privatanleger um je 50.000 bis 60.000 Euro geprellt. Rebasso ging damals zur Polizei und gab an, dass in der Betrugscausa sein Name missbräuchlich verwendet worden war und er selbst nicht beteiligt war. Dennoch langten vonseiten der Betrogenen schriftliche Drohungen in der Anwaltskanzlei Rebassos ein.

Dieser Umstand und die Tatsache, dass zu Rebassos Klientel eine Vielzahl von russischen Staatsbürgern gehört, geht die Polizei von einem Zusammenhang aus. Die Drohschreiben sowie Rebassos Klienten werden nun durchleuchtet. Die Wiener Polizei arbeitet mit dem Bundeskriminalamt und der russischen Polizei zusammen.

(APA/Red.)

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11 Kommentare
Gast: global2
03.08.2012 12:19
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Warum .....

"Bei der Ausfahrtskontrolle soll jedoch jemand anderer am Lenkrad des Mercedes gesessen sein", laut Videoaufnahme ! Und warum verdammt hat die Polizei noch nicht die Aufnahme dieses Mannes veröffentlicht ? Oder will sie warten bis mehrere Monate vergangen sind und der Täter vermutlich wieder in Mütterchen Rußland ist ? Wird Zeit das endlich auch gleich das Datenschutzgesetz in Bezug auf Film und Fotoaufnahmen , das ja nur Verbrecher schützt hauptsächlich, reformiert und korregiert wird. Noch besser wäre man würde an jeder Hauptverkehrsstraße in Wien eine Videoanlage anbringen nur zur Sicherheit.

Re: Warum .....

Klar doch, in Österreich gibt es Täterschutz, nicht Opferschutz!

Antworten Antworten Gast: richarda12
03.08.2012 18:26
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Re: Re: Warum .....

Und ob in Österreich die Täter mehr geschützt werden als ihre Opfer. Ich als Opfer habe doch th. auch das Recht das Film und Photoaufnahmen sofort ausgewertet, notfalls digital bearbeitet (Technik ist dafür vorhanden) und veröffentlicht werden. Und nicht erst in einem halben Jahr oder Jahr. So sieht es aus ! Als ehrlicher Mensch hätte ich auch kein Problem damit das Straßen und Gassen sowie Plätze Video überwacht werden. Die Kamera ist ja schließlich nicht direkt auf Wohnungsfenster gerichtet dabei. In den Öffis gibts ja auch Kameras und dagegen scheinen gewisse Leute ja nichts zu haben wie zB. notorische Fremdgeher usw....

Gast: Papa Schlumpf
02.08.2012 20:09
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Die Russen nehmen manches viel zu ernst!

Zum Beispiel, wenn man sie existenziell ruiniert.
Tja, haben keinen Humor.

Gast: b754
02.08.2012 17:15
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und wer hat uns diese mafia beschert

bauunternehmer und bürgermeister holen uns diese bagage ins land

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Re: und wer hat uns diese mafia beschert

Wenn sie sich dann zielgerichtet die Schuldigen holen, dann tangiert das ja sonst niemanden. Ganz im Gegenteil müssen ja die Kidnapper übernachten und sind daher hilfreich für Gastronomie und Tourismus.

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Re: und wer hat uns diese mafia beschert

Nein, der FPÖ-Scheuch und seine Kameraden. Part of the game. Nicht umsonst führt Kärnten seit Jahren bei den Einbürgerungen, speziell russischer Bürger (Bauarbeiter entführen übrigens keine Anwälte, denn die haben eh kein Geld zum Verspekulieren).

Gast: Bank12
02.08.2012 15:25
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Grenzen dichten

das ist das freie Europa. War doch schöner, 2 Mal im Jahr den Pass an einer Grenze herzuzeigen. Im Ostblock war man auch sehr sicher unterwegs!

Gast: uvuv
02.08.2012 14:59
4 1

Wer sich mit Hunden schlafen legt...


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...

bei recherche waerer klar, dass anwaelte die groesste tatergruppe stellen... und dann weissd er reporter nicht wie lange er dort arbeitet...

Gast: slzb-nachr-leser
02.08.2012 10:13
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Selber fragen und nicht eine andere Zeitung zitieren

Wenn kein Geld vorhanden ist, dann auch den Bericht verzichten!

Aber Recherche sieht wohl anders aus!