Franz Kenlder wurde seit mehr als zwei Monaten vermisst. Jetzt haben seine Angehörigen traurige Gewissheit. Der 18-jährige aus Rohrbach a.d. Gölsen (Bezirk Lilienfeld) ist tot. Die teilweise skelettierte Leiche des jungen Mannes wurde am Donnerstag bei einer neuerlichen Suchaktion entdeckt. Hundertprozentige Klarheit werde ein DNA-Vergleich bringen, sagte Josef Schragl vom Landeskriminalamt NÖ am Freitag. Eine Obduktion am Wochenende soll die Todesursache klären. Hinweise auf Fremdverschulden lägen nicht vor, so der Ermittler.
Der 18-Jährige war nach einem Zeltfest auf dem Industriegelände in Wilhelmsburg (Bezirk St. Pölten) am 27. Mai spurlos verschwunden. Zahlreiche - auch privat organisierte - Suchaktionen in der Folge blieben bis Donnerstagnachmittag ergebnislos. Laut Landeskriminalamt wurde mit Unterstützung von Schülern des Bildungszentrums Ybbs der Polizei die Traisentalbahn im Abschnitt St. Georgen am Steinfeld bis St. Veit an der Gölsen abgesucht. Dabei wurde um 14.50 Uhr zwischen den Haltestellen Wiesenfeld und St. Veit a.d. Gölsen auf einer dicht verwachsenen Böschung eine teilweise skelettierte Leiche entdeckt.
"Keine Anzeichen auf Fremdverschulden"
Die Kleidung und weitere Gegenstände wie Brieftasche und Dokumente ließen mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf schließen, dass es sich bei dem Toten um Franz Kendler handelt, so Schragl. Es gebe kaum Zweifel. Der "Kurier" berichtete am Freitag unter Hinweis auf Kriminalisten, dass sich der 18-Jährige "erhängt haben dürfte". Schragl sagte zur APA, dass es aufgrund der Spurensicherung "keine Anzeichen für Fremdverschulden" gebe.
Die Staatsanwaltschaft St. Pölten hat die Beschlagnahmung der Leiche angeordnet. Eine Obduktion soll endgültige Klarheit zum Tod des 18-Jährigen bringen.
(APA)
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