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Blitz legte Seilbahn zur Eisenriesenwelt Werfen lahm

03.08.2012 | 10:20 |   (DiePresse.com)

Rund 150 Besucher mussten den Fußweg antreten. Höhlenführer brachten die Gäste über einen steilen Wanderweg ins Tag.

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Ein Blitzschlag hat am Donnerstagnachmittag die Seilbahn zur Eisriesenwelt Werfen im Salzburger Tennengebirge lahmgelegt. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich rund 150 Personen im Bereich der Höhle und dem Ödlhaus unmittelbar bei der Bergstation (1.586 Meter). Da der Blitz erheblichen Sachschaden am Stromsystem anrichtete, entschloss sich die Betriebsleitung, sämtliche Besucher über den steilen Wanderweg talwärts zu schicken.

"Kurz nach 16 Uhr ist ein kurzes, aber außergewöhnlich heftiges Gewitter aufgezogen", berichtete Friedrich Oedl, der Geschäftsführer der weltbekannten Touristenattraktion. "Wie immer wird in diesem Fall die Anlage abgeschaltet." Während des Unwetters hätten sich darum auch keine Personen in den Gondeln befunden.

Steiler Weg ins Tal

"Beim Versuch die Bahn nach dem Gewitter wieder einzuschalten, hat sich gezeigt, das ein Blitz in die Steuereinheit eingeschlagen ist." Die Besucher wurden darum in Gruppen von Höhlenführern, Seilbahnangestellten und Hüttenmitarbeitern 500 Höhenmeter steil nach unten geführt. "Wir haben das den Leuten angeboten, weil der rund einstündige Fußmarsch der schnellste Weg ins Tal ist." Nur einige gehbehinderte und gebrechliche Personen wurden via Notbetrieb mit der Gondel zur Talstation gebracht.

Alle Besucher kamen heil an und wurden mit Getränken und Essen versorgt. Einzig eine 30-jährige Urlauberin aus Deutschland verletzte sich beim Abstieg ohne Fremdeinwirkung am linken Bein. Sie wurde von den Höhlenführern per Trage zur Talstation getragen. Die Bergung der Gäste konnte gegen 18.30 Uhr abgeschlossen werden.

Techniker überprüfen Seilbahn

Noch am Donnerstag reisten Servicetechniker aus Innsbruck an, um die Steuereinheit zu reparieren. Sie dürften noch am Freitagvormittag ihre Arbeiten beenden. "Bevor wir die Seilbahn wieder in Betrieb nehmen, müssen wir allerdings noch eine umfangreiche, sicherheitstechnische Überprüfung machen", so Oedl. "Wenn sich bei den Tests zeigt, das alles läuft, könnte die Bahn am späten Nachmittag wieder in Betrieb gehen." Auf der Homepage der Eisriesenwelt werden Besucher darüber informiert, dass die Seilbahn "vorrausichtlich erst" am Samstag wieder den Normalbetrieb aufnehmen wird.

Die Eisriesenwelt im Tennengebirge ist ein Höhlensystem mit einer Gesamtlänge von 42 Kilometern und gilt als größte Eishöhle der Welt. Sie zählt mit 160.000 Besuchern im Jahr zu den wichtigsten Attraktionen Salzburgs.

(APA)

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