Am Landesgericht Wiener Neustadt ist am Dienstag das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über das Vermögen des traditionsreichen Hotels Panhans am Semmering eröffnet worden. Wie der Verband Creditreform in einer Aussendung informierte, hatte ein Gläubiger vor zwei Wochen den Insolvenzantrag gestellt. Den Gläubigern werde nun eine Quote von 20 Prozent zahlbar in zwei Jahren angeboten.
Es gehe nun darum "verschiedene Möglichkeiten auszuloten, wie es mit dem Panhans weitergehen kann", hieß es aus dem Büro von Wirtschafts- und Tourismuslandesrätin Petra Bohuslav (V). Ziel sei eine Fortführung des Traditionsbetriebs.
Auf Anfrage der APA führte Creditreform-Geschäftsführer Gerhard Weinhofer aus, dass es wohl Investorengespräche gegeben hätte, offensichtlich zum Zeitpunkt der Verhandlung aber nichts vertragsreif gewesen sei. Deshalb habe der Richter nicht zuwarten können und das Insolvenzverfahren eröffnet. Es sei, so Weinhofer, aber durchaus möglich, dass Investoren im Laufe des Verfahrens - sogar noch günstiger - einsteigen.
Die genaue Schuldenhöhe lasse sich nicht sagen, das werde jetzt durch den Masseverwalter festgestellt, so Weinhofer. Das Hotel Panhans habe 2011 jedenfalls einen Umsatz von 4,5 Mio. Euro gemacht, und in der Bilanz desselben Jahres seien Verbindlichkeiten von 3,2 Mio. Euro ausgewiesen worden.
Zum Insolvenzverwalter wurde der Wiener Neustädter Rechtsanwalt Gernot Hain bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen über Creditreform bis zum 15. Oktober anmelden, die Abstimmung über den Sanierungsplan findet am 25. Oktober statt.
(APA)
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