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Einsatzorganisationen verteidigen Rettungsgasse

09.08.2012 | 12:01 |   (DiePresse.com)

Nach vereinzelter Einsatzkräfte-Kritik in den Medien stellen sich die größten Einsatzorganisationen hinter die Rettungsgasse. Diese sei "alternativlos".

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Eine in österreichischen Medien aufgeflammte Diskussion um die sogenannte Rettungsgasse im Straßenverkehr stieß am Donnerstag bei den größten österreichischen Einsatzorganisationen und bei für die Sicherheit im Autoverkehr Verantwortlichen eher auf Erstaunen. Gegenüber der APA erklärte man praktisch unisono, dass die seit Anfang des Jahres geltende Regelung ohne Alternative sei. Man sprach sich dafür aus.

Rot-Kreuz-Sprecher Andreas Zenker (Wien, Niederösterreich): "Wir stehen der Rettungsgasse nach wie vor sehr positiv gegenüber. Es gibt keine Alternative. Die Sache mit dem Pannenstreifen ist vorbei. Zum Teil sind sie sehr schmal, auch gar nicht immer vorhanden. Außerdem gab es bei Fahrten von Einsatzfahrzeugen auf Pannenstreifen auch häufig Unfälle. Auf drei oder vier Kilometern ging dann halt oft eine rechte Autotür auf."

Geduld gefordert

(c) APA

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Man müsse, so Zenker, Geduld haben: "Wir haben auch immer gesagt, dass die Umsetzung nicht so schnell gehen wird. Da muss die Verhaltensweise einer ganzen 'Autofahrerwelt' verändert werden." Erst bis eine "kritische Masse" der Verkehrsteilnehmer ausgebildet sei und das Wissen auch umgesetzt werde, würde sich das richtige Verhalten endgültig etablieren. "In ländlichen Gebieten ist das natürlich einfacher als auf Stadtautobahnen oder im Bereich von Baustellen", erklärt der RK-Sprecher.

Ganz ähnlich auch Karola Foltyn-Binder vom Arbeiter-Samariter-Bund Österreich: "Wir stehen voll hinter der Rettungsgasse. Wir haben da ein sehr positives Bild und halten das für eine sehr wichtige Maßnahme. Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht." Etwaige Adaptierungen könne man sich nach einer längeren Zeit der Umsetzung durchaus überlegen.

Auch ASFINAG verteidigt Rettungsgasse

"Es hat sich nichts geändert. Am 15. Juni gab es eine Sitzung des Lenkungsausschusses beim Verkehrsministerium, in der sich alle Organisationen sehr positiv ausgesprochen haben", sagte ASFINAG-Sprecher Christoph Pollinger. Er verwies auch auf sehr gute Umfragedaten: "Die Österreicherwissen, wann und wie die Rettungsgasse zu bilden ist. Eindrucksvolle 91 Prozent der Autofahrer sagten laut einer IFES-Studie 'Ja' zu dem neuen Gesetz."

Beim Kuratorium für Verkehrssicherheit äußerte sich ein Sprecher ganz ähnlich: "Wir haben von Anfang an gesagt, dass das natürlich Zeit braucht. Man muss die Evaluierungsphase abwarten. Die ist im Laufen." Alle Befragten wiesen auch darauf hin, dass es immer auch negative Einzelerfahrungen geben werden.

Anlass der Diskussion war ein Kurier-Artikel vom Donnerstag. Darin werden Fälle geschildert werden, in denen Einsatzkräfte mehr Zeit benötigten, um zum Unfallort vorzudringen, weil die Rettungsgasse nicht funktionierte. "Es gab keinerlei Notwendigkeit für die Rettungsgasse. Sie wird auch niemals funktionieren", wird etwa Hermann Dominik, Leiter der Sanitätsstaffel des Österreichischen Rettungsdienstes, zitiert.


(c) APA

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(APA/Red)

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57 Kommentare
 
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Gast: MaxMaxMax
10.08.2012 09:35
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Humbug

Die Rettungsgasse ist ein glatter Humbug und kann nur der Ausgeburt von (sozialistischen) Bürokratenhirnen entsprungen sein. Es gibt Vorschriften, die MUSS man einfach ignorieren bzw. boykottieren; wenn das alle machen würden, ist die Diskussion schnell zu Ende.

Gast: M. Berthold
10.08.2012 09:19
1 1

Rettungsgasse ist toll - jedoch aktuelle Regel wiederspricht der Logik

seit der Einführung habe ich als Akademiker nicht verstanden, wieso man neben einen Pannenstreifen - der ja bereits frei ist - eine neue Regel einführt eine Rettungsgasse zu bilden? Wie ist dies bei Stop und Go Verkehr. Darf man nun am Pannenstreifen fahren? Ab wann muss die Rettungsgasse wieder geschlossen werden? Wieso ändert man dies nicht der Logik entsprechend und eine Rettungsgasse ist nur dort zu bilden, wo kein Pannenstreifen vorhanden ist. De facto war dies auch immer so. Eine Kampagne dies wieder stärker in die Köpfe zu bringen, wäre ja gut gewesen, aber es Widerspricht dem Hausverstand eine Rettungsgasse zu bilden, wenn bereits ein Fahrstreifen frei ist - den jegliches Einsatzfahrzeug bestens benutzen könnte. Wieso muss man nun quasi eine Art Sperrlinie (Pannenstreifen) überfahren - wieso nicht die einfache Regel - im Stau ist die Rettungsgasse der Pannenstreifen.

Wir leben auf eine Insel

Ja klar wir erziehen alle Welt um, wenns nach Österreich geht muss man noch eine eigen Prüfung ablegen um internationale Verhalten im Strassenverkehr abzulegen auch auf Kosten der Unfallopfer. Wir leben ja auf einer Insel und nicht in einem Transitland

Erfindung der SPÖ

die rettungsgasse war erfindung der spö!, dabei braucht die SPÖ selber eine eigene Rettungsgasse!

Antworten Gast: mir reichts
10.08.2012 08:37
1 0

Re: Erfindung der SPÖ

egal, ob es von der spö kommt, rettungsgassen sind sinnvoll.

ich hoffe für sie, dass sie nicht in einen unfall verwickelt sind, dann denken sie sicher anders über die notwendigkeit einer rettungsgasse.

Antworten Gast: FW-Maschinist
10.08.2012 07:31
1 0

Re: Erfindung der SPÖ

So ein Blödsinn! 1. kommt die aus Deutschland (also eher CDU), 2. wurde die von den Rettungskräften in Österreich schon seit den 80er gefordert! Nach jahrelangem zähen Tauziehen haben wir es endlich geschafft, dass diese Regelung im Parlament behandelt wird. Zugestimmt haben der Rettungsgasse alle Parteien (die Grünen hatten aber Vorbehalte, da sie die Abschaffung des Pannenstreifen fürchten).

Wer diese einfache Regelung nicht versteht, den kann man auch nicht zutrauen, dass er Lichtzeichen, Stop-Tafeln oder Rechts-vor-Links versteht. Solche Leute sollen einfach keinen Führerschein besitzen, da sie offensichtlich geistig dazu nicht in der Lage sind.

Nur Unwissende können daherplappern, dass es besser ist ein 2,55m, excl. Außenspiegel, breites Einsatzfahrzeug über den Pannenstreifen, oft kaum breiter als 2m, zu manövrieren.

Gast: uijegerl
09.08.2012 23:04
2 0

Der Schwachsinn

ist in der österreichischen Politik anscheinend "alternativlos" !


Gast: gutefahrt2345
09.08.2012 19:11
1 1

Rettungsgasse funktioniert doch!

Da war ein Unfall auf der Autobahn, auf der gegenüberliegenden Seite. Leider gab es wieder Schaulustige, die durch ihre Sensationsgier einen Stau produzierten, wo keiner nötig gewesen wäre! (Komischerweise wollen viele Leute aber sonst auf der Autobahn lieber schneller als 130 km/h fahren, nur, wenn's was zum Schauen gibt, da fahren sie freiwillig 60 km/h!) - Und sowohl in der eigenen Richtung als auch in der gegenüberliegenden Richtung war die Rettungsgasse Realität. Entgegen untenstehenden Unkenrufen ist sie eine vernünftige Idee! Die Meckerer sollen mal überlegen, was passiert, wenn der Pannenstreifen plötzlich aus ist (gibt's öfter als man denkt!). Oder wenn auf der Beifahrerseite oder hinten die Tür Richtung Pannenstreifen offensteht, vielleicht jemand sogar aussteigt (warum nicht? man steht ja im Stau), und dann donnert ein Einsatzfahrzeug daher... Das kann bös enden!

Antworten Gast: gastnamenname
10.08.2012 13:09
0 0

Re: Rettungsgasse funktioniert doch!

"Oder wenn auf der Beifahrerseite oder hinten die Tür Richtung Pannenstreifen offensteht, vielleicht jemand sogar aussteigt (warum nicht? man steht ja im Stau), und dann donnert ein Einsatzfahrzeug daher... Das kann bös enden!"
Das kann in der Rettungsgasse auch passieren, von zwei Seiten.

Wenn der Pannenstreifen aus ist, muss halt der rechte Fahrstreifen frei gehalten werden.

Was ist daran so schwer? Es wäre einfach unkomplizierter und die Rettungsfahrzeuge müssten sich bei Auf- und Abfahrten nicht erst den Weg durch die im Stau stehenden Fahrzeuge bahnen.

Gast: Halloooo
09.08.2012 18:48
1 0

Schnelligkeit kann Leben retten

Wer mal in einen Unfall verwickelt ist wird sich sehr freuen wenn die Rettung schnell am Unfallort sein kann

Gast: Gastnamenname
09.08.2012 18:45
3 0

Unfallgefahr

… "Auf drei oder vier Kilometern ging dann halt oft eine rechte Autotür auf."
Jetzt gehen auf der rechten und der linken Seite die Autotüren auf.

Ich verstehe nicht, was an dem Pannenstreifen als Rettungsgasse so schlecht ist. Und wenn keiner vorhanden ist, muss halt die rechte Spur frei gehalten werden. Wenn ein kaputtes Auto auf dem Pannenstreifen steht, muss man halt auf der Nebenspur den Platz freihalten, damit die Rettungswägen ausweichen können.

1 1

die bildln oben schauen schön aus, aber sie stimmen nicht

denn schon rein rechnerisch geht sich eine Rettungsgasse nicht aus. Ausser die Rettung schleicht sich zwischen Rückspiegeln und breiten Autos durch die 'Gasse'.
Man könnte ja die Fahrstreifen 4,20 m breit machen, dann funktioniert das. Aber diese Überbreite kann man dann besser für den Pannenstreifen verwenden.

2 0

Lasst uns durch Taten abstimmen!

Vorschlag: Rettungsgasse nicht bilden bleibt 1 Jahr straffrei. Alle, die sie für sinnvoll halten sollen sie weiter bilden, die anderen nicht. Mit der Zeit wird sich schon rein optisch auf den Autobahnen herausstellen, was die Mehrheit für sinnvoll erachtet und das gilt dann (wieder).

Antworten Gast: Zenzine
09.08.2012 18:11
1 0

Re: Lasst uns durch Taten abstimmen!

Das wäre ja eine gute Idee - leider ist der durchschnittliche österreichische Autofahrer aber zu blöd dazu. Die würden alle für "keine Rettungsgasse" stimmen, weil sie entweder zu faul oder zu blöd sind, um eine zu bilden.

"alternativlos"

Was heißt hier "alternativlos"? Sind vor der Rettungsgasse - sooo lange ist das ja noch nicht her - etwa alle Verunfallten auf den Autobahnen verreckt, oder was...;-)

Gast: ROTFRONT
09.08.2012 17:20
6 2

Wem die Rettungsgasse einfiel, der muss einen ordentlichen Klescher haben!

Da bauen wir so zika 3000 Kilometer Pannenstereifen und zug Milliarden Euro und die sind jetzt für den A...
Und die rettungsgasse kann gar nicht funktionieren, denn wie bitte soll das Einsatzfahrzeug auf die Autobahn oder von der Autobahn runter, wenn die Autos blöd im Weg stehen??
Sicher wieder pragmatisierte Sesselfurzer, denen nicht blöderes gerade eingefallen ist.

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Re: Wem die Rettungsgasse einfiel, der muss einen ordentlichen Klescher haben!

die Autos stehen nicht blöd im weg, sie stehen dort, weil man sie nicht fahren läßt.

Blöd ist da schon jemand anderer.

4 1

schwachsinn wird nicht vernünftiger, wenn man ihn noch lauter hinausschreit.


die lösung mit dem befahrbaren pannenstreifen war einfach, logisch und wurde bestens azeptiert, weil es keinerlei interpretationsmöglichkeiten gab, und hat bis zur einführung der 'rettungsgasse' hervorragend funktioniert.

Es wäre schon, wenn sich dann auch die Fahrzeuge ...

.... der öffentlichen Einrichtungen daran halten würden.

Beispiel: Auf der Tangente steht der Müllabfuhrwagen der MA 48 breit auf der ersten Spur im Stau. Keine Idee, dass eigentlich eine Rettungsgasse gebildet werden soll.

Es gab schon vorher beim Pannenstreifen die Undiszipliniertheit einiger Fahrer und es wird dies auch weiterhin geben.

Mal nachdenken...

Sind nicht Deutschland, Slowenien und die Schweiz nicht zufällig Nachbarländer von Österreich? Und dort gelten auch Rettungsgassen? Macht es dann nicht Sinn solch einfache Regeln, die dort überall von den Autofahrern verstanden werden, auch im Transitland Österreich einzuführen? Soll der (ASFINAG-)Maut zahlende Reisende aus z.B. Hamburg nach 800 km mit Rettungsgasse in D diese Regel für vielleicht lächerliche 300 km in Ö nicht einhalten, aber dann wieder in SLO ? Liebe Rettungsgassen-Kritiker, sind sie Autofahrer in Ö wirklich "dümmer" als in anderen Ländern, oder braucht es halt ein bisserl Zeit, bis alle sich daran halten (wie damals mit der Anschnall-Pflicht)?

Antworten Gast: unser land, unsere bestimmungen
09.08.2012 16:54
2 0

ja, so wie bei Licht am Tag,

beim aufgespannten Regenschirm bei strahlendem Sonnenschein, Gasmasken im Nichtraucherbereich und Spikesreifen im Hochsommer.

Gast: rettungs-gasserl
09.08.2012 16:10
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Korruptionsinserate

Die Rettungsgasse wurde nur eingeführt, um in den Systemmedien ungeniert Millioneninserate der ASFINAG schalten zu können.

Inhaltlich war es natürlich ein Schildbürgersteich, weil in Österreich alle Autobahnen einen Pannenstreifen haben. Aber Pannenstreifen wären kein guter Vorwand zum Inserieren gewesen, weil sie eh schon jeder kennt.

Antworten Gast: FW-Maschinist
10.08.2012 07:43
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Re: Korruptionsinserate

Die Rettungsgasse einzuführen war ein jahrelanger Kampf der Rettungskräfte. Von Leuten die wissen, wie man sich fühlt wenn man wo schnell muss.

Der Pannenstreifen ist ein Streifen, wieder Name schon sagt, für Leute mit einer Panne. Müsste man als Führerscheinbesitzer aber wissen. Dieses Wissen kann man aber auch polemisch ignorieren, wenn man darum kämpft nichts tun zu müssen um die Rettung anderer Menschen zu unterstützen.

Gast: gast990
09.08.2012 15:55
6 0

schon wieder ist etwas alternativlos

wie die eurorettungspakete, wie vieles andere auch alles alternativlos

das ist die abkehr von freiheit, alles alternativlos, alles wird diktatorisch, auch wenn es noch so gegen den hausverstand ist alternativlos eingeführt

jeder sollte 100 euro verwaltungsstrafe zahlen wenn er das wort alternativlos gebraucht

ich kann es nicht mehr hören dieses alternativlos

Gast: DerPatriot
09.08.2012 15:05
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Rettungsgasse

Der grösste Schwachsinn den ich als viel Autofahrer auf Österreichs Strassen in letzter Zeit miterleben durfte!

FUNKTIONIERT NULL, wird es auch nie.
Das Pannenstreifensystem hat doch sogut wie einwandfrei geklappt also warum etwas funktionierendes verwerfen und etwas idiotisches einführen???

Gast: hczblmlm
09.08.2012 14:56
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Die Rettungsgasse ist ein Meisterleistung, die nur noch vom Licht am Tag überboten wird.

Was für Idioten die Steuerzahler da nur durchfüttern müssen! Dumm, korrupt und gierig.

 
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