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Der mühsame Heimweg von Bär, Wolf und Luchs

10.08.2012 | 10:27 |   (DiePresse.com)

Zurück im Revier: In Österreich waren die großen Wildtiere schon ausgestorben. Nun erobern sie langsam ihren alten Lebensraum zurück.

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Mit scheuen Schritten kehrt ein Stück Wildnis heim nach Österreich. 150 Jahre nachdem Bär, Wolf und Luchs den Kampf um den Boden gegen den Menschen verloren haben, erobern die Tiere nach und nach Teile ihres ehemaligen Lebensraumes zurück. Doch ob es die letzten großen Räuber der Wälder schaffen, noch einmal in Österreich sesshaft zu werden, ist fraglich.

Zu Gesicht hat die vorsichtigen Tiere bisher kaum jemand bekommen, nur Bilder aus Fotofallen und die Auswertung von Spuren bezeugen, dass die "Großen Drei" wieder in Österreich unterwegs sind. Noch ist die Population verschwindend klein - und für den Menschen vollkommen ungefährlich. Sollten sich die Räuber aber tatsächlich wieder ausbreiten, so muss die Bevölkerung in den betroffenen Revieren schnell aufgeklärt werden, um "möglichen Ängsten oder Vorurteilen zu begegnen", so Christian Pichler vom WWF. Denn die Rufe nach einem "Abschuss" könnten schnell laut werden, sobald die Tiere einmal ihre Zähne zeigen.

Der zweite Tod des Bären

Beim Bär geht es aber inzwischen gar nicht mehr um seine Wiederansiedlung, es geht um seine Rettung. In Österreich gilt er zum zweiten Mal als ausgestorben. Dabei hat es lange Zeit gut ausgesehen: 1972 ist eines der wenigen überlebenden Exemplare im Alpenraum von Slowenien nach Österreich eingewandert, 1999 wurden bereits zwölf Individuen gezählt.

Dann der Rückschlag: Mehr als 20 Bären sind im Laufe der Jahre aus völlig ungeklärter Ursache verschwunden. Der WWF vermutet, dass sie unter anderem illegal geschossen wurden. "Moritz", der letzte braune Räuber, wurde seit dem Jahr 2011 nicht mehr gesehen. "Was in Österreich bleibt, sind einige Bären in Kärnten. Diese stammen aus Italien und Slowenien, besuchen gelegentlich Österreich und wandern dann wieder ab", erklärt Pichler.

Aufgeben will man den Braunbären aber auf keinen Fall. "Die Bemühungen des WWF konzentrieren sich jetzt auf das Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien, weil es das Schlüsselgebiet für die Wiederansiedlung ist", sagt Pichler.

Der Wolf auf Opfersuche

Kaum ein Tier wurde in Österreich so brutal gejagt wie der Wolf. 1882 war das blutige Gemetzel vollendet, in der Steiermark erlosch das letzte Rudel der Tiere. Die Tage des wilden Urahn des Hundes waren in dem Moment gezählt gewesen, als er sich an den Haustieren der Menschen vergangen hatte. Dabei geschahen die Übergriffe damals aus schierer Not heraus: Die Wölfe fanden in den leergejagten Wäldern keine Beute mehr, immer mehr Anteile ihres Reviers wurden Raub der sich rapide ausbreitenden Landwirtschaft.

Heute steht der Rückkehr des Wolfes nach Österreich eigentlich nichts mehr im Weg. Die Schalenwildbestände haben zugenommen, der Verfolgungsdruck hat nachgelassen. In einigen nahen Ländern haben die grauen Tiere auch bereits wieder Fuß gefasst, auch wenn die Populationen bisher klein ist. Zehn bis 20 Exemplare sind es in der Schweiz, über 100 in Deutschland, 140 in Frankreich und 500 bis 800 in Italien.

Transitland Österreich

Österreich ist für die scheuen grauen Tiere bisher vor allem ein gern genutztes Durchzugsgebiet. Entsprechend haben auch die Sichtungen in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Nachgewiesen wurden 2010 sieben einzelne Individuen, 2011 waren es drei. Eine Fortpflanzung - und damit auch eine Wiederansiedlung - gab es bisher aber nicht. Für den WWF ist es jedoch nur mehr eine Frage der Zeit, bis der Wolf wieder in Österreich heimisch wird. Dementsprechend schnell sollte ein Managementplan erstellt werden, der als Leitfaden für das Miteinander von Mensch und Wolf und als Grundlage für das Handeln im Falle von Konflikten fungiert.

Der Luchs teilte das Schicksal des Wolfes. Neben seinem schlechten Ruf als "Wildschädling" machten ihm vor allem die ausufernde Waldnutzung und die damit einhergehende Reduzierung seiner natürlichen Beute ein Überleben in Mitteleuropa unmöglich. In großen Teilen Nord-, Ost- und Südosteuropas ist der Luchs aber niemals verschwunden.

Streng geschützte Raubkatze

Inzwischen haben sich auch für den Luchs die Voraussetzungen zum Positiven verändert. Neben der Erholung der Huftierbestände hat es vor allem die Umsetzung von strengen Schutzbestimmungen ermöglicht, dass sich die verbleibenden Luchspopulationen stabilisieren und teilweise erholen konnten. Ab 1970 gab es außerdem verschiedene Wiederansiedlungsversuche in der Schweiz, in Slowenien, Österreich, Frankreich, Italien, Deutschland und Tschechien.

Doch auch der Luchs hat seinen Überlebenskampf in Mitteleuropa noch nicht gewonnen. Die heutigen Verbreitungsgebiete sind laut WWF noch viel zu stark zerstückelt und die Gruppen zumeist klein. "Langfristig können Luchse hier nur dann überleben, wenn es gelingt, die einzelnen Populationen zu fördern und miteinander zu verknüpfen, um den genetischen Austausch sicherzustellen", sagt Pichler. Dabei könnte Österreich durch seine zentrale Lage eine Schlüsselrolle spielen. Wenn sich hierzulande mehr Luchspaare ansiedeln würden, könnte die Vernetzung der entfernten Populationen gelingen. Platz gäbe es in Alpen jedenfalls genug.

(c) APA

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(APA)

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34 Kommentare
 
12

Einwanderung

Das kennen wir schon.

Einwanderung bleibt offensichtlich Einwanderung.

(...) , so muss die Bevölkerung in den betroffenen Revieren schnell aufgeklärt werden, um "möglichen Ängsten oder Vorurteilen zu begegnen", so Christian Pichler vom WWF.

Dieses Zitat ist aus anderem Zusammenhang nur allzu bekannt... wir freuen uns also auf eine Bereicherung unserer Kulturlandschaft...

Gast: (x) FPÖ
10.08.2012 17:34
3 1

Ich kann dazu nur die Parteilinie wiederholen: NULL TOLERANZ bei Zuwanderern!

Die einen bestehlen, die andern fressen uns.
Wird sichändern!

2013 - verstanden, Wolfi, Bärli & Co?

Und da kommt keiner einer daher mit Eu und Menschenrechten!

Lebensraum

Der Artikel geht von einem Lebensraum dieser Arten aus, den es in dieser Form nicht, oder nur mehr rudimentär, gibt.

Bär, Wolf, Luchs, Waschbär, Biber und Otter ecken an allen Enden an der Intensivlandwirtschaft an.

Antworten Gast: Grünvisionär
10.08.2012 16:54
2 0

Dann muss man diese Tiere in den Städten aussetzen.

Die Taubenplage könnte z.B. dadurch gelöst werden. Die Menschen kommen so wieder in Kontakt mit den beinahe ausgerotteten Tieren, eine neue Art des Zusammenlebens kann entstehen. Es schadet doch nicht, wenn jeder z.B. immer ein klein wenig Honig dabei hat, sollte ein Bär auftauchen. Große Freundschaften könnten hier entstehen!

Re: Dann muss man diese Tiere in den Städten aussetzen.

Bin für Eisbärli

in den Büros der Grünen,des WWF und Greenpeace!

Und einen besonders großen "Knut" zum Kuscheln für die grüne Eva.

Alle Heizungen abschalten und die Eisbärli fühlen sich dann sicher wohl.

Beute zum Überleben gibt es dort auch genug.

Antworten Gast: nina blum
10.08.2012 16:45
1 0

Und die Otter gehen auf die kleinen Anterl los!

In meinem Teich aber nicht! Da beißen die Otter nur in den 12/76er Doppelbock!

Gast: k.u.k Feldmarschall
10.08.2012 16:10
2 2

Weg damit! Generationen haben daran gearbeitet und unter Gefahr Österreich vor diesen Bestien gesäubert.

Diese Tiere sind keine Kuscheltiere sondern sind eine öffentliche Gefahr.
Wer will kann ja freiwillig in ein Wolfs - oder Bärengehege campen gehen. Oder einfach die Hand oder den Kopf in ein Gehege stecken.
Sollen machen was sie wollen aber uns in Gefahr bringen gibts nicht!
Brauchts keine Jagdkarte, um Zivilcourage zu beweisen, verstehts?

Antworten Gast: toledo
10.08.2012 18:49
1 2

Re: Weg damit! Generationen haben daran gearbeitet und unter Gefahr Österreich vor diesen Bestien gesäubert.

unglaublich...und wie schwierig sie einzuordnen sind. nicht mal die krone werden sie lesen. hm...ein grantler und zyiker auf der ganzen linie?

Antworten Gast: globetrotterneu
10.08.2012 17:10
3 2

Re: Weg damit! Generationen haben daran gearbeitet und unter Gefahr Österreich vor diesen Bestien gesäubert.

ab zum arzt aber schnell.

4 2

Re: Weg damit! Generationen haben daran gearbeitet und unter Gefahr Österreich vor diesen Bestien gesäubert.

haha, lassen Sie mich raten. Sie haben noch nie einen Fuß ins "Grüne" gesetzt. Alle Tiere ausrotten bis auf die lila Milka Kuh, schon recht.
Bei solcher Ignoranz vor atemberaubenden Artenreichtum auf der Erde blutet einem das Herz. Sie tun mir leid.

Gast: nina blum
10.08.2012 15:49
4 2

So ein Wolfsrudel wird keinem Menschen gefährlich. Denn von den Wölfen stammt ja der beste Freund des Menschen ab - das Hundi!

Und es hat nachgewiesenermassen noch nie ein Hundi einem Menschen was getan!
Höchstens ein deppertes Hundi, aber hungrige Wolfsrudel sind ja gscheite Hundi!
Und die tun weder Schaferln, noch Ziegerln, noch Kalberln oder Haserln was. Denn die Hundi essen das Zeugs ja auch nur gekocht aus der Dose und immer ohne Kopf & Fell!
Nachzulesen in der Langzeitstudie auf www.wuffi.de rubrik "der kleine Max und sein Hundi"

luchs

die großen räuber könnten sicher bei der regulierung des wildbestandes nützlich sein, der zb. bei rot und schwarzwild definitiv zu hoch ist
beim bären ist das natürlich nicht so einfach, ein bär könnte einem menschen schon mal gefährlich werden, doch sind luchs und wolf für den menschen sicher nicht gefährlicher als zb. ein "kampfhund"
es wäre schön wenn der artenreichtum in Ö ein bisschen gefördert und unterstüzt werden würde

Re: luchs

Haben Sie irgendetwas mit der Jagd zu tun?
Falls in einem Revier in Ö der Bestand an Rot- oder Schwarzwild zu hoch sein sollte dann ist der Jagdleiter dafür verantwortlich oder in nächster Instanz die örtliche BH.

Unglaublich welcher Unsinn hier verbreitet wird!

RE

Nicht zu vergessen die durchaus beachtliche Population des "Eierbären" ,
heimisch vor allem in carinthischen Sumpflandschaften.

Gast: Papa Schlumpf
10.08.2012 14:46
3 3

Jaja, wir Österreicer wollen einfach gerne Tiere bei uns herumlaufen haben, die uns fressen können!

Warum sperrt man in Salzburg eigentlich die lieben Geparden weg?
Würden sich gut machen zwischen den Einfamilienwohnhäusern und Kindergärten.
(Koffer!)

2 4

Re: Jaja, wir Österreicer wollen einfach gerne Tiere bei uns herumlaufen haben, die uns fressen können!

der Luchs ist beispielsweise mit Sicherheit nicht gefährlich für den Menschen. Und auch zwischen Bären, Wölfen und Menschen ist ein Zusammenleben möglich.

Gratulation, typisch Stadtmensch alles ausrotten und zubetoniern. Bloß nicht an die Natur denken. Was ist schon noch eine verlorene Tierart.

Beschäftigen Sie sich wenigsten mit der MAterie und lesen zumindest die Wikipedia-Infos über den Luchs und sagen anschließend, ob dies Tierart nicht beeindruckend ist!

Der Mensch ist ein Virus

Antworten Antworten Gast: Papa Schlumpf
10.08.2012 15:43
4 2

Re: Re: Jaja, wir Österreicer wollen einfach gerne Tiere bei uns herumlaufen haben, die uns fressen können!

jaja, setzens Ihnen mal in einem rumänischen Walddorf in die Mülltonne.
Werdens sehen wie lustig die Teddies sind.
Sicher genauso wie im Kino! Die lieben Bärlis.
Gutzi! Gutzi!

Antworten Antworten Antworten Gast: globetrotterneu
10.08.2012 16:00
2 3

Re: Re: Re: Jaja, wir Österreicer wollen einfach gerne Tiere bei uns herumlaufen haben, die uns fressen können!

es ist halt schade das leute wie sie in freien wildbahn umherlaufen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Papa Schlumpf
10.08.2012 16:43
1 1

Re: Re: Re: Re: Jaja, wir Österreicer wollen einfach gerne Tiere bei uns herumlaufen haben, die uns fressen können!

Noch mehr schade ist es, dass Sie keine ordentliche Rechtschreibung mitbekommen haben.
"in freien Wildbahn...." oioi!

Seiens bloß froh, dass der Pfefferstreuer sich noch seinen Rausch von gestern ausschläft!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: globetrotterneu
10.08.2012 17:48
0 1

Re: Re: Re: Re: Re: Jaja, wir Österreicer wollen einfach gerne Tiere bei uns herumlaufen haben, die uns fressen können!

der papa schlumpf aus den gemeindebau ist frustriert macht einen auf dicke hose.sie sind genau die sorte mensch die zuhause nichts zu sagen hat.einen tipp von mir kaufen sie sich einen waschlappen aber ich glaube sie brauchen sich keinen kaufen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: globetrotterneu
10.08.2012 17:12
1 0

Re: Re: Re: Re: Re: Jaja, wir Österreicer wollen einfach gerne Tiere bei uns herumlaufen haben, die uns fressen können!

jetzt bin ich aber böse,über sie kann man nur lachen.

Gast: LieberGottSpielende
10.08.2012 12:16
4 12

bis das erste Kleinkind dran glauben muss

die Viecher wurden bewußt ausgesetzt und haben sich nicht hierher verirrt.

2 2

Re: bis das erste Kleinkind dran glauben muss

Lächerlich, Gefahr tendenziell gegen Null. Weltweit sollten sie einmal die Statistik Kleinkinder/Hunde im Auge behalten.

Gast: spazieren-gehender Klagenfurter
10.08.2012 12:11
2 2

Was ist mit den Giftschlagen, den Kreuzotter, den Sandvipern ...

... die sind ja auch alle ausgerottet. Der WWF sollte auch da endlich was unternehmen, und wenigstens ein paar hundert von ihnen neu ansiedeln. Ich würde aber vorschlagen z.B. im Wienerwald. Im "Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien" wird vom WWF ja eh einiges getan.

Antworten Gast: Grünpiss
10.08.2012 14:08
2 0

Rattengift verbieten!

Die Pest fehlt uns ja auch noch in unserem Biotop.

.300 Winchester Magnum

Schafft sie alle

 
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