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Zentrales Waffenregister startet im Oktober

13.08.2012 | 07:18 |   (DiePresse.com)

Nach zweijähriger Vorbereitungszeit müssen Waffenbesitzer ab Oktober ihre Waffen per Bürgercard oder Handy-Signatur kostenlos melden.

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Auf die heimischen Jäger, Schützen und Waffensammler kommt mit Oktober Arbeit zu: Mit der Umsetzung des von der EU vorgeschriebenen zentralen Waffenregisters (ZWR) müssen sie ihre Gewehre melden - noch einmal. Die beim ersten dezentralen "Versuch" ausgefüllten Formulare, die bei den Büchsenmachern verblieben, werden damit mehr oder weniger nutzlos. Weil dafür damals im Handel Gebühren fällig wurden, wird der Vorgang per Bürgercard oder Handy-Signatur kostenlos möglich sein.

Es war nicht gerade ein Schnellschuss: Vom Beschluss im Parlament bis zum Start sind mehr als zwei Jahre ins Land gezogen. Das lag aber nicht daran, dass man sich viel Zeit gelassen hat, sondern dass man verschiedene Schnittstellen, etwa mit dem Melderegister, eingerichtet hat und auch nicht alle Bundesländer bisher mit einem einheitlichen System die Daten der Waffenbesitzkarten und Waffenpässe verarbeitet hatten. Denn auch die von den Behörden bereits erfassten Informationen der Kategorie B (Pistolen und Revolver) sowie Kategorie A (verbotene Waffen) werden in das ZWR "übersiedelt", erläuterte Roland Giersch, der im Innenministerium an der Umsetzung mitgearbeitet hat.

Händler haben Zugang zu System

Wie bereits bisher, wird der Waffenhandel mit hoheitlichen Aufgaben betraut: Die Büchsenmacher werden bei einem Neukauf die Waffe über einen eigenen Zugang via Internet im ZWR eintragen. Aber auch all jene, die ihren Altbestand nicht selbst via digitale Signatur selbst melden wollen, können sich an einen Händler wenden, der dies für sie übernimmt - gegen ein "angemessenes Entgelt". Wie hoch dies ist, obliegt dem Büchsenmacher und dürfte wohl in vielen Fällen - wie auch bisher - Verhandlungssache sein. Und wer freut sich nicht, wenn potenzielle Kunden ins Geschäft strömen?

Hetzen muss sich übrigens niemand: Für die Registrierung der Gewehre (Kategorie C - mit gezogenem Lauf) hat man Zeit bis Ende Juni 2014. Flinten (Kategorie D - mit glattem Lauf) aus dem Altbestand müssen übrigens nur bei einem Besitzerwechsel gemeldet werden, Neukäufe hingegen werden ab Oktober erfasst. Die Behörde möchte übrigens neuerdings auch wissen, warum man eine Waffe besitzen möchte. Hier kann man als Begründung etwa die Jagd, das Sportschießen, Sammeln oder sonstige Argumente eintragen.

Überprüfung der Verwahrung nicht vorgesehen

Nicht vorgesehen ist eine eigene Überprüfung der Verwahrung wie dies bei Kurzwaffenbesitzern alle fünf Jahre von der Exekutive durchgeführt wird. Dies würde die Möglichkeiten der Exekutive wohl überfordern, obwohl niemand weiß, wie viele Langwaffen es in Österreich gibt. Die bisherigen Meldungen wurden nämlich nie zentral erfasst und Schätzungen sind eben nur solche. Ein Anhaltspunkt kann sein, dass es aktuell 156.000 Waffenbesitzkarten und 81.000 Waffenpässe gibt, deren Besitzer wohl auch die eine oder andere Langwaffe haben dürften. Auch die 115.000 heimischen Jäger nennen zumindest ein Gewehr und eine Flinte ihr eigen.

Um ihnen die Sache mit der Registrierung leicht zu machen, wurde eine Broschüre erarbeitet, in der alle aufkommenden Fragen beantwortet werden. Diese wird als Download verfügbar sein, aber auch über den Handeln, den Schützenbund und die Jagdverbände verteilt werden. "Ich habe ein gutes Gefühl. Das wird gut abgewickelt werden", meinte Giersch, der die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten lobte.

Mit Umsetzung des ZWR werden auch einige andere Aspekte der Waffengesetznovelle schlagend: So berücksichtigt der Gesetzgeber die gegenüber modernen Waffen geringere Gefährlichkeit historischer Typen. In die Anzahl genehmigungspflichtiger Schusswaffen (Kategorie B), die jemand besitzen darf, sind jene nicht einzurechnen, deren Modell vor 1871 entwickelt wurde. Dies wird wohl die Schwarzpulverschützen besonders freuen.

(APA)

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50 Kommentare
 
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Gast: Be-obachter
15.08.2012 18:50
2 0

Ich schätze,

da werden dann die Banküberfälle, Raubüberfälle mit Waffengewalt und dergleichen gaaaanz stark zurückgehen. Weil ja jeder mit seiner gemeldeten Waffe ausgeforscht werden kann...
Oder etwa nicht?

Re: Ich schätze,

Die sind doch egal. Bankräuber und andere Berufsverbrecher, die es nicht mal schaffen, auf anständigem Weg ein Leben zu führen, sind wohl kaum jene, welche die Politiker fürchten. Es sind die bewaffneten Massen, denen es irgendwann mal "reicht". Und da hilft es natürlich, wenn man weiß, wo die Waffen liegen, damit man sie dann einziehen kann. Das ist übrigens auch die Taktik, die irgendwelche Anti-Waffen bzw. Anti-Bürgerrechts-Heinis bei der UNO bereits vorgeschlagen haben. Zuerst registrieren lassen und dann Stück für Stück den Besitz erschweren bzw. unmöglich machen, bis man an dem Punkt ist, wo man den Rest einziehen kann. Denn sagt man von heute auf morgen, dass nur noch die Partei Waffen haben darf, dann regen sich die Leute auf. Macht man aber immer wieder kleine Einschnitte, dann kann man immer mit "das ist doch eh kaum eine Änderung" argumentieren. Leider sind die Europäer und generell die Österreicher anders als die Amis und trauen sich nicht, irgendwas gegen Vater-Staat zu unternehmen, sondern wettern lieber in der Sicherheit des Stammtisches. Im Staatsfernsehen zeigt man dann einfach die bildungsfernen, arbeitslosen Grünwähler, die sich über diese "tollen Schritte" freuen, damit der Schrecken Bürgerrechte endlich ein Ende hat und wir uns dem kommunistischen Idealbild nähern und schon hat wieder die Hälfte jener, die sich aufregen würden, das Gefühl, eine "merkwürdige Minderheit" zu sein. (Was bei derzeit ~1 Mio Waffenbesitzern in Ö aber nicht der Fall ist!)

Gast: ökono-mist
15.08.2012 02:54
0 0

Das alternative Arsenal


Kein Mensch klärt einen auf, ob Schneebälle, Birkenruten und behaarte Schwiegermuttergebisse auch registriert werden müssen...

Gast: GRÜNER KAKTUS
14.08.2012 09:20
3 0

Und am 2.Jänner 2015 sofort alle Waffen einsammeln. Dann wissen wir endlich, wo das ganze Mordzeugs gehortet wird!

Gleichmit einem Rollkommandoabholen. Tür eintreten und amtshandeln.
Aber Vorsicht! Die Besitzer sind ja bewaffnet!

Antworten Gast: das geht zu weit
16.08.2012 22:53
1 0

Re: Und am 2.Jänner 2015 sofort alle Waffen einsammeln. Dann wissen wir endlich, wo das ganze Mordzeugs gehortet wird!

lernen sie deutsch. und mir sind irre und bankräuber lieber als rollkommandos. vor einzelnen personen oder kleinen gruppen können sie weglaufen. vor österreich kaum. wenn der staat durchdreht kriegt er sie wahrscheinlich auch dahin wo er sie hinhaben will.

Re: Und am 2.Jänner 2015 sofort alle Waffen einsammeln. Dann wissen wir endlich, wo das ganze Mordzeugs gehortet wird!

Das ist eine gute Idee. Das Individuum hat sich sozial und gewaltfrei zu verhalten.

Der Staat steht über Allem. Deshalb sollte er auch in keinem Fall anläuten sondern sich grundsätzlich überall gewaltsamen Zutritt verschaffen.

Hatten wir schon. Wollen Sie nochmal?

Gast: Hausbesitzer
14.08.2012 08:59
0 2

Warum ich mir NIE eine Feuerwaffe zulegen werde:

Weil im Fall des Falles diese nicht in Griffweite liegt.

Außerdem hätte ich Angst, daß sich die Kinder damit erschießen.

Gast: Brieföffnerregistrierung, Kugelschreiberregistrierung, Büroklammernregistrierung..........
13.08.2012 23:28
2 0

Was wird noch alles kommen?......

....Küchenmesserregistrierung, Nagelfeilenregistrierung, Schraubenzieherregistrierung, Scherenregistrierung, Bananenregistrierung(wegen Schale) usw........???

Gast: bergziege
13.08.2012 20:21
3 0

Wahrscheinlich

werden alle, die mit ihren Waffen ohnehin verantwortungsbewußt umgehen, diese registrieren lassen, obwohl das höchstwahrscheinlich nicht notwendig wäre. Alle jene, dazu gehört ein Teil von Multikulti - die mit Waffen nicht zimperlich umgehen - man liest es nach Streitaktionen in der Zeitung - werden ihre Waffen bestimmt nicht melden. Wozu ist dieser Aufwand dann gut? Es wird alles beim alten bleiben. Nur fallen Kosten an.

Gast: xxxx
13.08.2012 20:17
0 2

Das beruhigenste ist, dass man das Glattrohrwafferl Pumpgun nicht melden muss

Die ist nämlich ungefährlich und nur für die Gaudi!
Schrott ist überhaupt ungefährlich. Kann jeder Waffenkundige bestätigen. Bleibt alles im T-Shirt hängen,
Physikalisch bestätigt.

Re: Das beruhigenste ist, dass man das Glattrohrwafferl Pumpgun nicht melden muss

Schrott? Kann es sein, dass Sie Schrot meinen?

Ihnen ist schon klar, dass Pumpguns schon längst für Privatpersonen verboten sind?

http://de.wikipedia.org/wiki/Vorderschaftrepetierflinte#.C3.96sterreich


Und dann kommt die Registrierung der Baseballschläger .... .rt


Gast: liv
13.08.2012 18:23
3 0

Fürchten sich die Politiker vor dem eigenen Volk?


Antworten Gast: Hutbürger
13.08.2012 19:28
3 0

Grund genug dafür

hätten sie!

Gast: besorgter Bürger
13.08.2012 16:29
2 0

Datenklau?

Ich warte schon drauf wenn die Meldedaten mal durch Hacker oder korrupte Beamte den Weg ins Netz schaffen..

Kriminelle wissen dann ganz genau wo es welche Waffen zu holen gibt.

Sie müssen dann nur noch warten das die Besitzer mal nicht zuhause sind.


Eines ist klar.

Jeder der seine Waffe meldet, verdient sowieso nicht, dass er sie behalten darf.
Obrigkeitshörung, Angepasst und Devot...solche Leute können sowieso nichts verändern außer sein Nest zu beschmutzen.

Gast: Poskrebyshev
13.08.2012 14:12
9 0

Merke ...

Waffen einzig in der Hand eines zumeist SOZIALISTISCHEN Staates haben die größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte ermöglicht: Sowjetunion, Rotchina, Vietnam, Kabodscha, Nordkorea.

Darum hoch das Hainfelder Manifest: Bürger, bewaffnet Euch gegen den Staat.
Wir leben in Vorrevolutionären Zeiten!


4 0

Re: Merke ...

Hitler hat im nationalSOZIALISTISCHen Deutschland auch zuerst mal den Juden die Waffen weg genommen. Und das war erst der Anfang, wie wir alle wissen. Nie wieder.

6 0

Wer möchte, der darf!

Jeder hat es selber in der Hand, was er melden will und was nicht. Vom sauer verdienten Geld, das er behalten möchte statt es zwielichtigen Politikern und deren Freunden reinzuschieben, über seine Gesundheitsdaten bis eben hin zu Waffen. Wäre nicht das erste Mal, dass man vom Gesetzgeber betrogen und geprellt wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, wird wissen, was zu tun ist.

Gast: Feliks Dzerzhinskiy
13.08.2012 13:19
9 0

Bravo!

Wie in Kanada werden nun die schwachsinnigen Sicherheitspolitiker MILLIARDEN and TEuro in den schwarz-rot-grünen Sand setzen um dann, wann all unser Geld verbraten ist, zu dem Schluß zu kommen, das alles für die katz war. Auch wie in Kanada!

Ein Bravo an unsere "weitsichtigen" Volksver(t)räterInnen!

Gast: Abraham Silberberg
13.08.2012 13:15
7 0

"... man Zeit bis Ende Juni 2014"

Jedoch gilt zu bedenken, daß 2013 WAHLEN sind und wer weiß, was sich bis dahin noch ändert. Die SPÖ wird vielleicht zur 17% Partei, die grünlichen ErfüllungsgehilfInnen erhalten möglicherweise 3,7%... Wer weiß das heute schon...

Vernünftige politische Kräfte sollten im eigenen Interesse umgehend eine öffentliche und voll bindende Zusage abzugeben, daß nach den nächsten Wahlen dieser milliardenteure Unsinn einer neuerlichen Registrierung legaler Waffen umgehend und vorbehaltlos rückgängig gemacht wird.

Bald sind Wahlen! Gehen wir auch hin!

Gast: Zvi Weinreb
13.08.2012 11:54
15 0

Zuerst zentral registrieren ...

.... dann unerbittlich besteuern, vielleicht mit 300,-- TEuro PRO Waffe, wie schon im großen Bruderland Deutschland andiskutiert...
Und dann kalt ENTEIGNEN, so wie mit den Unterschaftrepetiergewehren...

Bravo SPÖVP, ein schöner Erfolg für die völlig unfähige Politik in Wien und Bruxelles...

Re: Zuerst zentral registrieren ...

Warum nicht? Und wenn sich jemand den luxus einer privaten schusswaffe leistet, dann kann der wohl auch "luxussteuer" entrichten. Wobei ich 300,- euro/jahr als unterste grenze betrachte.

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Re: Re: Zuerst zentral registrieren ...

Also ich bin in punkto Schußwaffen ein kompletter Laie.
Man muß allerdings wirklich zugeben, daß der Besitz einer Waffe nicht unbedingt notwendig ist. Daher wird da eine Steuer kaum wehtun. Denn wer das nicht zahlen will, kann sie ja zurückgeben und ist die ganzen Schwierigkeiten los!
Allerdings der Gesetzgeber vollführt mit dieser Neuerung kaum einen Schritt in Richtung Sicherheit. Denn wer wirklich einen Mord mit einer Schußwaffe begehen will, wird da kaum eine angemeldete Waffe benutzen. Das wäre ja total verblödet.

Bitte Ausnahmen gibt es. Wie der Mann, dessen Frau schwer krank war und das ganze Dorf Geld für eine Behandlung gesammelt hat und der nichts Besseres zu tun hattte als sich mit dem Geld eine Waffe zuzulegen. Daß dann der Sohn damit eine Lehrerin erschießt, rundet nur das Bild ab, was da für Schwachsinn passieren kann! Dieser Vorfall war ja eigentlich der Startschuß, daß die Waffengesetze drastisch verschärft wurden, so viel ich weiß!

Re: Re: Re: Zuerst zentral registrieren ...

Es ist nunmal alles nicht so einfach. Wenn Sie keine Waffe zur Selbstverteidigung besitzen, wenn Ihnen nächtens mal jemand bei Ihnen zu Hause gegenübersteht, der sich nicht wegargumentieren lässt, stellt sich erst im Nachhinein heraus, ob das "notwendig" gewesen wäre.
Aber auch umgekehrt: Haben Sie eine, die Sie in der Extremsituation nicht beherrschen, kann´s schlimmer kommen, als ohne.

Wenn dem Staat dann nichts besseres einfallen sollte, als eine neue Steuer zu generieren, hat er (einmal mehr) bewiesen, das Problem nicht verstanden zu haben.

6 0

Re: Re: Zuerst zentral registrieren ...

Warum sollte man eigentlich überhaupt eine Waffe melden? Da wäre man ja schön blöd!

 
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