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Salzburg überlegt Umweltzone

13.08.2012 | 16:36 |  Von Claudia Lagler (Die Presse)

Am Freitag endet die sommerliche Verkehrsregelung in Salzburg. Die Bilanz der erstmals ausprobierten sommerlichen Verkehrslösung ist durchwachsen. Ab Herbst wird über Einbahnen oder Umweltzonen diskutiert.

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Salzburg. Das Aufregerthema des Salzburger Sommers, die mittägliche Sperre eines Teils des Zentrums für den Autoverkehr, nähert sich dem Ende. Am Freitag werden zum vorerst letzten Mal von zehn bis 14 Uhr die Sperrgitter beim Neutor, beim Müllner Hügel und auf der Staatsbrücke aufgestellt, um nicht berechtigten Lenkern die Durchfahrt durch das Zentrum zu verwehren.

Die Bilanz der erstmals ausprobierten sommerlichen Verkehrslösung ist durchaus durchwachsen. Das Ziel, den Stau in der Innenstadt zu verhindern, wurde erreicht. Man kam zügig voran, fand freie Stellplätze, die Busse verkehrten pünktlich, Radfahrer und Fußgänger hatten mehr Platz.

Doch viele Kunden blieben der Innenstadt fern. „Die Lösung hat uns sehr geschadet. Was bleibt, ist ein Umsatzloch in der wichtigsten Zeit des Jahres“, zieht Inga Horny, Geschäftsführerin des Altstadtverbandes, im Gespräch mit der „Presse“ eine bittere Bilanz: „Die ersten eineinhalb Wochen waren furchtbar, dann hat es sich etwas normalisiert.“ In den ersten Tagen mieden die Salzburger die Innenstadt. Nachhaltig verärgert worden seien vor allem die Kunden aus dem angrenzenden Bayern, ärgert sich Horny: „Das sind treue, aber autoaffine Kunden.“

Einzelne Branchen wie etwa die Trachtenanbieter würden den Wegfall der bayerischen Kunden sehr schmerzhaft spüren. Nach dem Ende der Mittagsregelung will der Altstadtverband die Auswirkungen auf Kunden und Umsätze genau untersuchen.

Eine Umfrage in den ersten Tagen nach dem Inkrafttreten der Regelung ging von Umsatzeinbußen von bis zu sechs Millionen Euro für die Innenstadtkaufleute aus. Die Evaluierung soll den Altstadtkaufleuten Munition gegen eine allfällige Neuauflage der Regelung im nächsten Sommer geben.

Veto gegen City-Maut

Kein Verständnis hat Horny jedenfalls für Überlegungen von Verkehrsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste), die Mittagsregelung zur Dauereinrichtung zu machen. „Dann sperren wir ganzjährig zu“, sagt die Managerin. Dass die Mittagsregelung ganzjährig kommen wird, schließt Salzburgs Bürgermeister, Heinz Schaden (SP), so gut wie aus. Gemeinsames Ziel von Stadtpolitik und Altstadtverband ist es, den Durchzugsverkehr im Stadtzentrum zu reduzieren.

„Das kann auch über eine Einbahnregelung gelingen“, sagte Schaden zur „Presse“. Eine Lösung, die auch Horny für überlegenswert hält. Der Stadtchef denkt auch über die Schaffung einer Umweltzone wie in München, wo nur schadstoffarme Pkw ins Zentrum dürfen, nach.

Eine City-Maut, wie sie Padutsch überlegt, kann sich Schaden hingegen nicht als Lösung vorstellen. „Das wäre ein feindseliger Akt gegenüber Pendlern“, sagte der Stadtchef. Wenig bis gar keine Realisierungschancen hat auch die Stadtregionalbahn, die von einigen Bürgermeistern im Flachgau als Lösung für die Verkehrsprobleme im Zentralraum favorisiert wird. „Dafür gibt es derzeit kein Geld“, erklärt Schaden.

Ab Herbst wird jedenfalls in einer Arbeitsgruppe über neue Verkehrslösungen für Salzburg nachgedacht. Kommt es zu keiner Einigung, dann könnte 2013 wieder die Mittagsregelung samt Schlechtwettersperre in Kraft treten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2012)

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11 Kommentare
Gast: Manfred Berger
14.08.2012 07:59
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Größenwahn?

Da vergleicht doch einer eine Provinz-Keinstadt mit einer Weltstadt.
München hat einen mittleren Ring, damit die Leute die von N nach S oder W nach O wollen, nicht mitten durch die Altstadt fahren müssen.
München hat am Stadtrand P+R Parkplätze für Pendler zum Umstieg auf die Kernzonen-Verkehrsmittel.
Müchnen hat ein Fußgängerzone, die den Namen auch verdient und keinen priviligierten Anwohner- und Lieferantenparkplatz.
München hat ein öffentliches Verkehrsnetz und keinen Verkehrsstrang auf dem sich 80% der Verkehrslinien bewegen.

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Re: Größenwahn?

münchen hat ein U-und S-bahn system welches nach dem bedarf errichtet worden ist und errichtet wird.

in salzburg, linz, wien, eigentlich überall in AT, macht man eine S-bahn dort wo schon schienen liegen, also der bedarf hat sich nach der s-bahn zurichten.

das ist keine verkehrsplanung/politik. das ist traurig aber die wahrheit, den auch da fliesst das geld nicht dort hin wo es soll, es wird von der verwaltung aufgefressen.

Gast: horst mayer
13.08.2012 21:30
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leider verhindern die schwarzen jede vernünftige lösung

damit ein paar die glauben was besseres zu sein mit ihren suv am domplatz parken können

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Re: leider verhindern die schwarzen jede vernünftige lösung

Häh? Heinz Schaden ist doch von der SPÖ!?!
Aber trotzdem ein sehr fähiger Politiker. Der einzige, den ich jemals wählen würde, wäre ich wahlberechtigter Stadt-Salzburger ;-)

Umweltzone?

Hätte sich Schaden vernünftig informiert, würde er jetzt schon erkennen, dass sich mit diesem Mittel der Verkehr nicht reduzieren lässt. Die meisten Fahrzeuge erfüllen schon jetzt höchste Standards und die Einhaltung lässt sich auch wenig bis gar nicht kontrollieren.
Ich würde es für sehr vernünftig halten, wenn die Öffis in Sbg so gut ausgebaut werden, dass man als Autofahrer gerne und freiwillig umsteigt. Davon ist Sbg aber noch Lichjahre entfernt, wenn ich sehe, mit was für alten Kisten der O-Bus teilweise unterwegs ist. Das ist eher was für Nostalgiker und teuer ist es ausserdem.

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Re: Umweltzone?

Leider.

"Wenig bis gar keine Realisierungschancen hat auch die Stadtregionalbahn, die von einigen Bürgermeistern im Flachgau als Lösung für die Verkehrsprobleme im Zentralraum favorisiert wird. „Dafür gibt es derzeit kein Geld“, erklärt Schaden."

Dürfen eigentlich momentan Einspurige KFz einfahren?

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Steuern

"..Wenig bis gar keine Realisierungschancen hat auch die Stadtregionalbahn, die von einigen Bürgermeistern im Flachgau als Lösung für die Verkehrsprobleme im Zentralraum favorisiert wird. „Dafür gibt es derzeit kein Geld“, erklärt Schaden.."

Haben wir schon wieder Erinnerungslücken? Da wurden doch NoVA, CO2-steuer, ... genau mit der Begründung eingeführt, in öffentlichen zu Investieren.

Gast: b754
13.08.2012 20:05
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das einzig richtige für die bürger ist eine generelle sperre für auswertige

es funkioniert nämlich bestens und wenn die wirtschaftskammer und ein gewisser schellhorn und ein paar andere möchtegern promiwirte nicht so eine hetze betrieben hätten dann wären die leute auch richtig informiert gewesen das ganze ist eine wohltat für jeden bewohner aber salzburger als gäste wollen die herren nicht die werden enden wie der demel

Antworten Gast: Austrianer
14.08.2012 10:30
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Re: das einzig richtige für die bürger ist eine generelle sperre für auswertige

Auch als grüner Kampfposter sollte man die Realität kennen.

Es hat gar nichts funktioniert.
Fakten:
Falsche Beschilderung (Verantwortliche: Schaden und Padutsch)
Umfangreiche Staus auf den Zufahrtsstraßen teilweise bis an die Grenze zu Deutschland (Verantwortliche :Schaden und Padutsch)
Umsatzeinbußen von mehreren Millionen in der Hauptsaison (Verantwortliche: Schaden und Padutsch)
et. etc.

Und hören sie mit dem Vorwurf der Hetze auf, die einzigen die hetzen sind die Roten und die Grünen.

Ach ja, ich hoffe sie bleiben an dem Ort wo sie wohnen, denn überall anders sind sie auch ein "auswe(ä)rtiger".

Einfach nur mehr ekelhaft ihre Einstellung.

Re: das einzig richtige für die bürger ist eine generelle sperre für auswertige

...na bravo: "auswertige"!!! Das ist genau der rote Rassismus: alles was nicht deren Meinung ist, ist nix "wert", also "auswertig".

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Re: das einzig richtige für die bürger ist eine generelle sperre für auswertige

Gut, dann lassen wir hier keine Salzburger mehr über die Autobahn.

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