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Fall Rebasso: Ermordung unmittelbar nach Entführung

17.08.2012 | 14:28 |   (DiePresse.com)

Die Obduktion ergab, dass der Wiener Anwalt entweder erdrosselt oder erwürgt wurde - möglicherweise bereits in der Tiefgarage in der Innenstadt.

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Im Fall Rebasso sind die schlimmsten Befürchtungen tatsächlich eingetreten. Bei der in einem Waldstück bei Königstetten in Niederösterreich am Donnerstag entdeckten Leiche handelt es sich um den 48-jährigen Wiener Wirtschaftsanwalt Erich Rebasso. Ein DNA-Abgleich bestätigte am Freitag die Identität des Toten. Die Obduktion ergab, dass der Anwalt entweder erdrosselt oder erwürgt wurde.

Der genaue Todeszeitpunkt sei derzeit nicht zu ermitteln, so die Polizei. Man könne jedoch davon ausgehen, dass der 48-Jährige unmittelbar nach der Entführung aus einer Wiener Innenstadtgarage am 27. Juli oder möglicherweise sogar noch in der Garage selbst ermordet worden ist.

VIDEO: Fall Rebasso: Leiche identifiziert

Bild: (c) EPA (HERBERT PFARRHOFER)

Traurige Gewissheit im Entführungsfall Rebasso - bei der in einem Wald in Niederösterreich gefundenen Männerleiche handelt es sich tatsächlich um den vermissten Anwalt.

"Ungewöhnlicher" Erdhügel

Etwa 20 Meter von der Straße zur Dopplerhütte entfernt entdeckte ein Jäger am Donnerstag gegen neun Uhr einen Erdhügel. "Der Jäger hat gemeint, er kenne die Gegend sehr gut, deswegen ist ihm der frische Erdhügel gleich ins Auge gestochen", berichtete  Roman Hahslinger, Sprecher der Wiener Polizei. Der Jäger stocherte in dem Hügel herum und stieß so auf die Leiche des Anwalts. Die Täter dürften versucht haben, die Stelle mit Blättern, Ästen und Baumstämmen zu "tarnen".

Wohnort des Anwalts ausgekundschaftet

Die beiden Tatverdächtigen, ein 31- sowie ein 35-jähriger Mann, die aus einem Dorf "weit außerhalb von Moskau" stammen, dürften bereits vor der Entführung des Anwalts gewusst haben, dass Rebasso in der Nähe des späteren Fundorts seiner Leiche gewohnt hat. "Im Haus selbst waren sie aber nicht", sagte der Polizei-Sprecher. Es scheint, als hätten die zwei Russen den Wohnort Rebassos bereits vor der Tat ausgekundschaftet. Dass es sich um einen Auftragsmord handelte, sei auszuschließen, so Hahslinger. Die beiden zählten demnach zum Kreis jener Anleger, die um hohe Geldsummen geprellt worden waren.
(c) APA

(c) APA


Die zwei Verdächtigen wurden am Freitag ins gerichtliche Gefangenenhaus in Moskau überstellt. Dort hat der zuständige Untersuchungsrichter die Untersuchungshaft verhängt. Die zwei Verhafteten hätten bisher zugegeben, "was aufgrund der Ermittlungen unumstößlich war; dass sie in Wien waren und dass sie das Auto ausgeborgt haben", so der Polizei-Sprecher.

Eine Auslieferung der beiden Männer scheint allerdings unmöglich, denn eine Überstellung russischer Staatsangehöriger aus Russland nach Österreich ist laut Justizministerium ausgeschlossen. Artikel 6 des Europäischen Auslieferungsübereinkommens vom 13.12.1957 (EuAlÜbk) sehe nämlich vor, dass jeder Vertragsstaat die Auslieferung eigener Staatsbürger ablehnen kann. Russland habe dementsprechend zu Artikel 6 EuAlÜbk die Erklärung abgegeben, dass Artikel 61 (Teil I) der russischen Verfassung eine Auslieferung eigener Staatsangehöriger verbiete, so eine Sprecherin des Ministeriums.

Rebasso wurde am 27. Juli in einer Tiefgarage am Georg-Coch-Platz überwältigt, als er auf dem Weg zu einem Außentermin war. Auf Aufnahmen aus einer Überwachungskamera ist zu sehen, wie ein fremder Mann zunächst mit Rebassos Mercedes und danach ein weiterer Mann mit einem Mietwagen aus der Garage fährt. Der Mercedes wurde vier Tage später auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums gefunden, der Mietwagen der Leihfirma zurückgebracht. In beiden Fahrzeugen fand man Blut des Anwalts.

(APA/Red.)

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84 Kommentare
 
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Gast: sub7ero
18.08.2012 01:43
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Ein unwürdiges Ende

Erich Rebasso hatte schon immer mit russischen Klienten zu tun. Ich habe ihn Ende der 90er kennengelernt und er hat eigentlich einen recht netten und ehrlichen Eindruck auf mich gemacht. So ein Ende hat er nicht verdient.

Gast: Das sind nur typisch österreichische Spekulationen
17.08.2012 19:19
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Die zwei Russen, die jetzt in U-Haft sind, waren es wahrscheinlich gar nicht.

Vielleicht sitzt gar niemand in U-Haft und unsere Justiz will wieder einen Erfolg vortäuschen.
Wäre ja nicht das erste Mal.
Und in jedem Fall: die Mafia ist nicht blöd, die Hintermännder jedenfalls werden nicht entdeckt werden.

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Re: Die zwei Russen, die jetzt in U-Haft sind, waren es wahrscheinlich gar nicht.

Von welcher mafia redest du, insider?

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Auftragskiller?

Waren die mit Sicherheit nicht, denn die hinterlassen nicht so dilletantisch Spuren.

Gast: bergziege
17.08.2012 18:45
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Verhälnismäßigkeit

Ob diese beiden verhafteten Russen, die Mörder Rebassos sind oder andere, so wäre es von Österreich klug, keine Auslieferung zu verlangen, sondern den Prozess in Russland, wo sie auch hingehören, stattfinden zu lassen. Dort werden sie hoffentlich keine "Streicheleinheiten" erwarten, sondern im Verhältnis zur Verurteilung von Pussy Riot eine entsprechend harte. Arbeitslager - mindestens für zwanzig Jahre, wenn nicht lebenslänglich - wäre wohl angemessen.

Ganz feine Kundschaft.


Gast: Es kommt letztendlich manchmal wie es kommen muss
17.08.2012 17:46
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Da werden aber noch einige andere jetzt zittern müssen

Und das nächste Mal arbeiten die noch professioneller.

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Re: Da werden aber noch einige andere jetzt zittern müssen

Du wirst es als insider sichet wissen. Bist du der dritte mann?

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Re: Da werden aber noch einige andere jetzt zittern müssen

Die sicher nicht mehr...

Gast: apfelmännchen
17.08.2012 17:39
4 0

mein Beileid

den Angehörigen.

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Re: mein Beileid

Ich schliesse mich an, mein Beileid.

Gast: Passkontrolle
17.08.2012 17:35
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Gibt es schon Aussagen von den beiden Verdächtigen?

Mit gefälschten Pässen haben die Täter ein Auto gemietet.
Also war die Vorgehensweise am Beginn der Aktion relativ vorsichtig weil diese Ihre echte Identität verschleiern wollten.
Wie können Sie mit gefälschten Pässen in den EU Raum nach AT einreisen und wieder Ausreisen?
Bei der Einreise und bei der Ausreise werden die Pässe ja kontrolliert!
Dann auf einmal die Wende, die beiden Täter entführen mit Gewalt aus einer stark besuchten Garage den Anwalt!
Bei dieser Vorgehensweise geht es den beiden nicht mehr um Vorsicht!
In jeder Tiefgarage sind Video_Kameras angebracht welche alles aufzeichnen und speichern. Das wissen die meisten Menschen welche bisher in einer Parkgarage geparkt haben!
Wären Sie weiter Vorsichtig gewesen würden Sie ja das Opfer irgend wo anders entführen!

Auszug "" Es scheint, als hätten die zwei Russen den Wohnort Rebassos bereits vor der Tat ausgekundschaftet""
Wieso haben SIe in der überwachten Garage das Opfer entführt obwohl Sie ja wissen wo es Wohnt?
Jetzt dürfen die beiden Verdächtigen nach AT aus rechtlichen Gründen nicht ausgeliefert werden..
Sehr merkwürdig..

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Re: Gibt es schon Aussagen von den beiden Verdächtigen?

Genau lesen, die hatten echte pässe

Antworten Gast: Kaspar Hauser
17.08.2012 18:29
3 0

Re: Gibt es schon Aussagen von den beiden Verdächtigen?

Nicht mitbekommen? Die Pässe waren echt!

Antworten Antworten Gast: Passkontrolle
17.08.2012 18:48
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Re: Re: Gibt es schon Aussagen von den beiden Verdächtigen?

Nein, habe in letzter Zeit viel gearbeitet und gelegentlich über dieses Thema gelesen.
Danke für die Information!

Dennoch stellt sich die Frage wieso Sie Ihn in einer überwachten Garage entführen obwohl Sie wissen wo er wohnt? Aber die Leiche wird in der Nähe des Wohnorts vergraben.

Gast: gustav_gast
17.08.2012 16:54
3 0

in russland wandern die wenigstens gscheid ins hefn!!!


Re: in russland wandern die wenigstens gscheid ins hefn!!!

und es besteht die möglichkeit auf eine bessere strafe, en plus, es kostet und nichts!

:)

Gast: Für alle Namensdeuter
17.08.2012 16:30
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Der Name "Rebasso" ist nicht sizilianisch und auch nicht italienisch

Bei der Recherche findet man in Italien nur selten diesen Namen, wohl aber in Albanien und Montenegro - nicht jeder Name auf -O ist italienische, diese Endung gibt es im Spanischen sehr häufig, auch im Albanischen und anderen Sprachen

Antworten Gast: Korrektur - der Name ist nicht spanischer Herkunft
17.08.2012 16:49
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Zwar gibt es im Spanischen wirklich viele Namen auf -o

welche oft Berufbezeichungen sind (z.B. Zapatero=Schuhmacher), auch im Portugiesischen, doch der Name Rebasso ist sicherlich nicht spanisch oder portugiesischen Herkunft. - Er dürfte aus keiner romanischen Sprache stammen.

Gast: Medicibeobachter
17.08.2012 16:23
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Zittert die Sonja Kohn nun?

Ds Geld der Russen kann man eben nicht ungestraft stehlen.

warum ist der fundort der leiche in der nähe des wohnortes?

falls das verbrechen in der tiefgarage verübt wurde, warum wurde die leiche mitgenommen und bis nach königstetten gebracht? ist fuer mich die letzte ungereimtheit in diesem furchtbaren fall.

jedenfalls bin ich tief schockiert angesichts der brutalität der tat, sowie angesicht der vielen dummen postings hier, die dem opfer eine mitschuld an der tat unterstellen.


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Re: warum ist der fundort der leiche in der nähe des wohnortes?

Das frage ich mich auch. Wenn sie über die Exelbergstraße gefahren sind, was anzunehmen ist, gabs schon weit vorher (ab ca. Sofienalpe) immer wieder genug Stellen, wo Wege in den Wald hinein führen.

Re: warum ist der fundort der leiche in der nähe des wohnortes?

diese frage ist berechtigt, es passt nicht ins bild!

wenn sie etwas aus seinem haus haben wollten, macht es keinen sinn ihn kurz vor der "haustüre" zu liquidieren!

was die russen betrifft, jeder der mit russen zu tun hat, weiss wie der hase läuft, Rebasso hat es auch gewusst, da können sie sich sicher sein!!


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Re: Re: warum ist der fundort der leiche in der nähe des wohnortes?

Bei uns gehen Finanzbetrüger oft frei, in Russland ist das sichtlich anders. Da müssen sie um ihr Leben bangen.

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Die "ehrenwerten" russischen "Geschäftsleute" sollten für ihre Investition in unser Land doch jetzt noch schnell bei Familie Scheuch nachfragen, ob sie nicht noch die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen können.

Das würde sich für sie sicher lohnen.

Bei uns haben die Gefängnisse schließlich 3 Sterne.

Es gilt die Unschuldsvermutung für Familie Scheuch
und die ehrenwerten russischen Investoren.

Re: Die "ehrenwerten" russischen "Geschäftsleute" sollten für ihre Investition in unser Land doch jetzt noch schnell bei Familie Scheuch nachfragen, ob sie nicht noch die österreichische Staatsbürgerschaft bekommen können.

sie irren, das macht die gabi burgstaller!

die hat sogar schon einen track record vorzuweisen!!

treffen mit faymann (zufällige halt), sind inkludiert!!

 
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