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Wien entdeckt internationale Architekten

19.08.2012 | 18:23 |  von GERHARD BITZAN (Die Presse)

Architekten und Studenten aus aller Welt sollen für neue Blickweisen in Wiens Stadtarchitektur sorgen. Bei der Projektrealisierung müssen dann aber lokale Partnerbüros mithelfen.

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Wien. Gebaut wird fast rund um die Uhr: Und mit mehr als 160 Metern ist der Perrault-Turm auf der Wiener Donauplatte schon höher als der Stephansdom. 600 Menschen arbeiten täglich, um den Turm zeitgerecht im kommenden Jahr fertigzustellen. Mit 220 Metern soll dann das vom französischen Stararchitekten Dominique Perrault gestaltete Bauwerk nicht nur Österreichs höchster Wohnturm werden, sondern auch ein neuer Beweis dafür, wie stark internationale Architektur in Wien Einzug gehalten hat.

Denn neben Perrault haben in den letzten Jahren noch Dutzende andere Branchengrößen aus aller Welt in Wien gebaut. Etwa der wie Perrault aus Frankreich stammende Jean Nouvel, der dem spektakulären Sofitel am Donaukanal seinen Stararchitektenstempel aufgedrückt hat. Oder die irakischstämmige Architektin Zaha Hadid, die am Donaukanal ein nach ihr benanntes Wohngebäude errichtet hat (siehe Bericht unten). Ihre Handschrift wird die Architektin auch bei der in Bau befindlichen neuen Wirtschaftsuniversität beim Prater hinterlassen, wo sie das zentrale Gebäude, das Library and Learning Center, gestaltet. Neben ihrem Team bauen übrigens noch fünf andere internationale Architektenteams an der WU – aus Spanien, Deutschland, London, Japan.

 

Dschungel der Bürokratie

Doch wie tun sich die internationalen Meister mit den Niederungen der Wiener Bauvorschriften? „In den meisten Fällen gibt es lokale Partnerbüros“, sagt Franz Kobermaier, Leiter der MA 19 (Architektur und Stadtgestaltung). Diese helfen dann den internationalen Stars, sich im Dschungel der Bauordnung und der Bürokratie zurechtzufinden. So stammt zum Beispiel der Entwurf für den Perrault-Turm zwar vom französischen Meister, aber ausgeführt wird der Bau von einem auf der Donauplatte bereits versierten Architektenteam.

Das Motto „internationales Architektenflair nach Wien“ gilt aber nicht nur für das teure Star-Level, sondern auch im normalen Wohnbaubereich. Immer öfter werden Architektenteams aus aller Welt für Bauten in Wien engagiert. Für Michael Pech, den Vorstand des Österreichischen Siedlungswerks (ÖSW), ist dies eine sehr positive Entwicklung. Architekten aus aller Welt brächten einen anderen Blickpunkt, andere kulturelle Ansätze ein. „Das bedeutet für Wien einen kulturellen Mehrwert“, meint Pech, der selbst Architekt ist.

Das ÖSW realisiert derzeit ein interessantes, wegen seiner direkten Lage an der U6-Station Perfektastraße in Liesing auch schwieriges Wohnprojekt, das auf Plänen des spanischen Architektenteams YIC-architects basiert. Derzeit findet die Projektvorbereitung statt, die spanischen Kreativen sind dabei stark auf österreichische Hilfe angewiesen. So muss ein heimischer Koordinator die Einreichplanung baurechtlich unterschreiben, die Pläne müssen auf das örtliche Baurecht „übersetzt“ werden.

Die Spanier sind nach Wien über Europan gekommen. Europan ist der europaweit größte Wohn- und Städtebauwettbewerb, offen für alle in Europa praktizierenden Architekten und Architektinnen unter 40 Jahren. An der Organisation, die 1989 ins Leben gerufen wurde, wirken mittlerweile insgesamt 22 Nationen mit. Österreich, eines der Gründungsmitglieder, macht seit Beginn mit. Das heißt, die Stadt stellt eine Liegenschaft zur Verfügung, und junge europäische Architekten können sich für einen Bebauungsplan bewerben. Sie erhalten Informationen und Unterstützung, etwa bei der Standortbegehung. Eine Jury wählt dann die Siegerprojekte aus. Dann müssen sich nur Investoren finden, die das Projekt realisieren.

 

Europan für junge Architekten

Auf diesem Weg, dem Sieg bei Europan 7, haben die Spanier das besagte Projekt in Liesing gewonnen. Ein Jahr später hat ein norwegisches Team für seine Ideen bei einem Wohnprojekt in Atzgersdorf die Lorbeeren davongetragen. Später ein polnischer Architekt. Mittlerweile sind wir bei Europan 12 angekommen und das Interesse aus Europa ist ungebrochen.

Inzwischen wird in Wien auch der Input von Architekturstudenten aus aller Welt geschätzt, selbst wenn deren Ideen selten in konkrete Projekte umgesetzt werden. Vor Kurzem erst waren in einer Ausstellung über die Neugestaltung des Althanviertels rund um die alte Wirtschafts-Uni unter anderem auch Arbeiten von Studierenden der Pariser Ecole Nationale Superieure d'Architecture zu sehen. „Da waren hervorragende Ideen dabei“, sagt die zuständige Planungsstadträtin Maria Vassilakou über die Arbeiten.

Verwirklicht werden sie wohl kaum. Doch Wiens Stadtplanern ist wichtig, dass durch Ideen aus ganz Europa das Spektrum breiter wird. Denn: Architekten und Studenten im Norden planen anders als im Süden, Lebensphilosphie und Mentalität fließen in die Arbeiten ein, heißt es in der MA 19. Spanier etwa seien bekannt dafür, dass sie offener, luftiger bauen als ihre Kollegen im Norden.

Ein Planungsprojekt mit dem Inhalt Wien fesselte vor einigen Jahren sogar Studenten an der Elite-Uni Harvard im Cambridge in Massachusetts. „Reconnecting Vienna to its Danube“ hieß die Aufgabenstellung für angehende Stadtplaner an der Harvard Graduate School of Design. Gesucht waren Ideen für die Entwicklung des rechten Donauufers, also jenes Gebietes am Fluss, das vor allem durch die Bahnlinie und den Handelskai schwierig zu überbrücken und damit zu gestalten ist.

Nach Recherchen in Wien legten die Harvard-Studenten 2007 schließlich ambitionierte und originelle Projektentwürfe vor, einige sehr visionär und in Wien sicher nicht durchführbar. „Es war uns immer wichtig, junge Ideen von außerhalb Wiens einzubeziehen“, meinte der damalige Planungsstadtrat Rudolf Schicker.

Von den amerikanischen Donauufer-Visionen ist übrigens bis heute kaum etwas in reale Projekte eingeflossen.

Auf einen Blick

Weltstars. In Wienplanen und bauen zunehmend internationale Spitzenarchitekten. Die Franzosen Dominique Perrault und Jean Nouvel sowie die Britin Zaha Hadid sind nur einige der bekanntesten Namen aus der globalen Architekturbranche. Sie sollen in Wiens Stadtgestaltung neue Akzente setzen. Aber auch Architekturstudenten aus aller Welt nehmen immer öfter an Bewerben teil und liefern interessante Inputs für die Stadtplanung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.08.2012)

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27 Kommentare
 
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Gast: Wittgensteins Neffe
20.08.2012 15:22
1 5

Architektur zum Kopfschütteln: Planlos-Award 2011 fürs Otto-Wagner-Stpitalsareal/Steinhof

„ ……Doch wie tun sich die internationalen Meister mit den Niederungen der Wiener Bauvorschriften? „In den meisten Fällen gibt es lokale Partnerbüros“, sagt Franz Kobermaier, Leiter der MA 19 (Architektur und Stadtgestaltung). Diese helfen dann den internationalen Stars, sich im Dschungel der Bauordnung und der Bürokratie zurechtzufinden….“

Und warum entsteht soeben auf dem DENKMALGESCHÜTZTEN Areal des Jugendstilensembles des Otto-Wagner-Spitals ein riesiges abstoßend häßliches VAMED-Wellneßhotel? Da hat die „Stadtbildpflege“ MA19 nichts zu sagen, sie hat kläglich versagt, da sogar die Goldene Kuppel der weltberühmten Kirche von diesem Standpunkt aus nicht mehr zu sehen ist!

http://www.steinhof-erhalten.at/bauvorhaben_vamed.html

Aber sich „international“ und „weltoffen“ geben, und das Kulturerbe vernichten, zerstören, preisgeben! Um welchen Preis war das wohlfeil?
Otto Wagner ist tot, sein Werk wird seit über 100 Jahren bewundert – jetzt muß man ihn und sein Werk „kleinkriegen“, damit es keine Vergleichsmöglichkeit mehr mit der jetzigen kleinkarierten Planungsmaschinerie mehr gibt, die nur noch nach Kubatur und Masse ausgerichtet ist, Zweckmäßgkeit und Ästetik keinen Stellenwert mehr hat, aber auch hier gibt Fr. Vassilakou ihren Senf dazu: „ ….„Da waren hervorragende Ideen dabei“, sagt die zuständige Planungsstadträtin Maria Vassilakou über die Arbeiten.“
Merke: Zuständigsein heißt in Wien NICHT kompetent sein!

http://www.aktion21.at/themen/index.html?menu=183&id=1544


...Doch Wiens Stadtplanern ist wichtig, dass durch Ideen aus ganz Europa das Spektrum breiter wird....

.
Wie wäre es mit einem Wettberwerb für einen " Neubau " des österreichischen Parlaments auf einem sehr attraktiven Standort?

Wir denken darüber nach.

http://so-for-humanity.com2000.at


GUTEN MORGEN WIEN

...Unsere Beamten sind halt nicht die schnellsten....

Gast: FNMB
20.08.2012 09:39
0 0

"Verwirklicht werden sie wohl kaum." Was soll das dann?

Wen man nicht vor hat die Ideen zu verwirklichen, sollte man dafür auch nichts ausgben und die Leute nicht verarschen.

Gast: =EHM=
20.08.2012 08:48
3 0

Was "internationale" Architekten anrichten

hat doch unser lieber Herr Bundeskanzler, vormals Bezirksrat in Liesing und 12 Jahre Wohnbaustadtrat in Wien, ausreichend bewiesen.

Optisch mögen diese BAuten ja ansprechend sein, die Wohnqualität ist es in den meisten Fällen in keinster Weise.

Was gilt der Architekt im eigenen Land?

Anstatt zweckmäßige Wohnungen für die österreichischen Bürgerinnenund Bürger zu errichten, wird Wien zum Tummelplatz von selbstdarstellenden Architekten. Was hilft uns ein Wohnbau von Architekten aus dem fernen Süden, wenn bei uns das Klima anders ist?
Werden als nächstes Iglus in Meidling gebaut oder Baumhäuser in Simmering?
Wie verwirrt muss die Stadtplanung in Wien sein, wenn nach den Bedürfnissen von ausländischen Architekten und nicht nach den Bedürfnissen der Bewohner gebaut wird? Warum fördern wir nicht die heimischen Architekten? Es muss ja nicht immer der Herr Wimmer gewinnen. Lasst doch auch mal die Jungen Architekten ran. Das wäre im Sinne Österreicher. Aber was gilt schon der Prophet im eigenen Land? Hauptsache international stehen wir gut da. Bis zur nächsten Wahl gibt es eh wieder ein paar Kugelschreiber fürs Kreuzerl.

1 8

Zu spät

kommen die internationalen Architekten, um mittels copy&paste einen normalen Flughafen in Wien zu bauen.

Gast: Fettwanstbeobachter
20.08.2012 07:36
1 4

Ich werde dieser Stadt meinen STEMPEL AUFDRUECKEN

UNd der Perle eine Fassung geben!
Diese unsaeglichen Architektensprueche werden erst 2012 wahr.

Gast: Zenzine
20.08.2012 07:01
6 9

Oje!

Ich sehe schon noch mehr hässliche Glas-, Stahl- und Betonklötze in schwarz und grau auf uns zukommen.

Antworten Gast: Matador
20.08.2012 14:08
2 1

Re: Oje!

Ah, lustig?

Das material Ihrer Wahl wäre?

Lehm, Stroh, Fichtenreisig?

Re: Oje!

Wie sollten neue Gebäude in Wien in etwa aussehen, damit Sie zufrieden wären? Wenn sie a priori gegen Glas, Stahl und Beton sind, glauben Sie dass man mit Ziegel, Mörel und Stroh heutzutage bauen sollte oder könnte?

Gast: donso
20.08.2012 05:35
4 4

Hat Wien bzw. Österreich denn keine guten Architekten und Architektinnen?

Österreich hat international betrachtet eine überdurchschnittlich gute Architekturszene.
Warum kommen die österreichischen Talente nicht zum Zug?

Re: Hat Wien bzw. Österreich denn keine guten Architekten und Architektinnen?

"eine überdurchschnittlich gute Architekturszene" ist eine sehr relative Bewewrtung...
Kann man die Aussage eher so verstehen dass Sie gegen internationale Zusammenarbeit und/oder fremde Einflüsse sind?

Jetzt ist mir klar, warum man für Architektur ein Studium braucht!

So hässlich und menschenverachtend zu bauen muss gelernt werden. Auf solche Ideen kommt ein normaler Mensch garnicht.

Gast: Gut, die sind auch gleich ein bisschen teurer!
20.08.2012 02:08
0 0

"… ein neuer Beweis dafür …"

Was glaub ihr, Österreicher, wie wichtig es ist, sich etwas zu beweisen!

Na klar, habe ich das ironisch und anders gemeint: Wer sich und den anderen was beweisen muss, lebt teurer und ist geistig nicht sonderlich stabil.

Gast: Fleming
20.08.2012 01:43
3 2

im Rahmen des Machbaren,..

sind die Ergebnisse der letzten Zeit in Sachen Architektur in Wien durchaus sehr gut,..was natürlich immer noch in den Mühlen der Bürokratie und der teils ehr "beeinflussbaren" Stadtplanung versickert, darüber sollte man eher schweigen,..
aber eines scheint klar--die Stadt wächst in die Höhe,
und das ist gut so, ..denn die Taubenverschläge und Verhüttelungen in den völlig überteuerten Dachausbauten haben bisher nur den Preisspekulanten geholfen,..das Stadtbild selber wird sich der Zeit anpassen müssen,.. nichts ist ewig--selbst die schönsten Schlösser werden irgendwann zu Ruinen, und selbst die Verfechter des Bewahrens sind irgendwann auch alle gestorben.

Antworten Gast: Ironimus
20.08.2012 08:21
0 0

Re: im Rahmen des Machbaren,..

... sagte der Kapitalverwerter bevor die Immobilienblase platzte!

Gast: bergziege
20.08.2012 00:23
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Rot-Grüne Handschrift

Diese Architekten mögen kreativ sein. Wenn ich daran denke, wie viel Geld dafür investiert wird, kann ich das alles nicht mehr hören. Wien wird mit der Zeit ein internationaler Einheitsbrei ohne eigenen Charakter werden. Weltoffen zu sein schadet nie. Man kann aber auch übertreiben. Ich hoffe nur, dass sich nicht irgendwelche begnadeten internationalen Architekten am OWS vergreifen. Falls dort doch gebaut werden sollte, bleibt uns ja noch der Gemeinde Wien Haus- und Hofarchitekt Wimmer mit der grandiosen GESIBA. Fast gemeindeeigen. Trotz allem eine Katastrophe.

3 0

zu recht international.

man möge sich nur vorstellen, das hätten alles wiener gemacht. oder gar nach dem wiener und seinen allgemeinen stil ansichten. eine horror vorstellung. wir wären glatt wieder bei jahre 1900 zurück versetzt. dafür würde sich dann 500 jahre nichts mehr ändern.

Gast: Die Aufgaben...
19.08.2012 22:59
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Erstmal brauchts was anderes...

Der Donauturm war 1964 ein schöner Turm der auch von der Größe und den verfügbaren Mitteln Ideal war, nach der Eröffnung des DC1 kann man von deren Aussichtsplattform auf die Terrasse des Donauturms herabblicken, auf gut Deutsch, der Turm ist in die Jahre gekommen.

Mein Vorschlag, daneben einen zweiten Zeitgemäßen hinstellen, deren Aussichtsplattform bei 550 Meter liegt, das in den nächsten Jahrzehnten Wien eine Wolkenkratzer bekommt der jenseits der 500 Meter liegt ist eher unwahrscheinlich, Wirtschaftlich sind Türme je nach Nutzungsart ohnedies nur zwischen 300 und 400 Meter sinnvoll. (NY, die zwei WTC Türme, umgerechnet wurde eine Turm nur verwendet für die Infrastruktur, von Liftanlagen bis Wartungsräume, etc...)

P.S.: Der DC1 ist eine Mischnutzung, Wohnräume, Hotel, Bürofläche und Einkaufscenter unten, also kein reiner Wohnturm!

Antworten Gast: gast34324
20.08.2012 13:31
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Re: Erstmal brauchts was anderes...

es reicht, den donauturm abzureissen.,

was mich mal interessieren würde

warum darf am donaukanal und am Ring auf einzelnen Fleckchen so überdimensional hoch gebaut werden? ich finde das ganz grässlich! Wien ist eine wunderbare Stadt, aber diese einzelnen hässlichen Hochhäuser verschandeln viel! warum besinnt man sich nicht mehr auf die guten alten Gründerzeit Häuser, anstatt moderner grässlicher Blöcke die nur den obersten Etagen Ausblick und somit auch Geld bringen!?

Antworten Gast: zetto
20.08.2012 14:14
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Re: was mich mal interessieren würde

Hätten die Menschen um 1900 so gedacht wie Sie, gäbe es gar keine Gründerzeitbauten.

Antworten Gast: Kein Museum für Wien!
20.08.2012 06:10
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Re: was mich mal interessieren würde

Erstens will kaum wer in seinem eigenen Museum leben, zweitens ist der Nachbau von Gründerzeithäuser so etwas wie eine Postmoderne.

In einem Punkt gebe ich recht, die Bauwerke sind häßlich, allerdings ist das Subjektiv und über den Begriff häßlich und passend läßt sich bis in die Ewigkeit streiten.

Meiner Meinung nach hätte man den Bereich zwischen Donaukanal und Donau durchaus etwas mehr riskieren können, vor allem auch de Bauhöhe betreffend.

Meine Vorstellung, einen Verbindungskanal zwischen Donaukanal und der Donau an dieser Stelle, und Entlang dieses Kanals Wolkenkratzer hochziehen, wobei zwei bis vier Türme auch auf der Donauinsel seine Berechtigung gehabt hätten, damit wäre die doch eher problematisch Fixierung auf den Donaukanal nicht mehr notwendig gewesen, im Idealfall wäre vom Steffel aus genau zwei Türme zu sehen gewesen, der Rest hätte sich hinter diesen zwei optisch Versteckt. Vom Kahlenberg aus wäre wiederum eine Bauwerk fast wie eine Mauer zu sehen.

Wer meint Katastrophe, ein Blicke auf das AKH und deren architektonische Dominanz!

wieso werden die pläne denn nicht realisiert

wenn sie so gut sind?

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Nach dem ...

... mehr als missglückten Start Zaha Hadids, moderne Architektur nach Wien zu holen, hat die Stadt in den letzten Jahren doch erstaunlich gut aufgeholt. Der Jean Nouvel-Turm am Schwedenplatz ist vA nachts mit den Decken ein echter Blickfang, der neue Hauptbahnhof scheint wirklich markant zu werden und was sich auf der Donauplatte und dem neuen WU-Gelände tut, lässt auch hoffen - wenn man sich den neuen Wiener Stadtwerke-Klotz anschaut, wird einem erst bewusst, wieviel Glück wir in den angesprochenen Gebieten haben.

 
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