22.05.2013 00:09 Merkliste 0

Küssel-Prozess erneut vertagt

20.08.2012 | 12:23 |   (DiePresse.com)

Als Zeugen wurden am heutigen Montag Beamte einvernommen, die einen Mitangeklagten im Rahmen der Ermittlungen einvernommen hatten. Sie berichteten von einem letztendlich "entspannten Gespräch".

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Der Prozess gegen den Rechtsextremisten Gottfried Küssel, dem die Beteiligung an der Neonazistischen Website "Alpen-Donau-Info" vorgeworfen wird, ist am Montag erwartungsgemäß erneut vertagt worden. Als Zeugen am Straflandesgericht Wien wurden diesmal jene Beamte einvernommen, die den Mitangeklagten Wilhelm A. einvernommen hatten.

Nächster Termin im Küssel-Prozess ist der 17. Oktober. Ein Urteil wird für Anfang November erwartet.

"Zu gar nichts gezwungen"

Die beiden nun vom Gericht befragten Verfassungsschutz-Beamten hatten den Mitangeklagten Wilhelm A. nach dessen Hausdurchsuchung einvernommen. Beide berichteten, dass sich der Mann, der die Homepage "alpen-donau.info" sowie das Forum "alinfodo.com" eingerichtet haben soll, kooperativ gezeigt habe. Küssels Anwalt, Michael Dohr, schoss sich auf die Vorgehensweise bei der Befragung ein.

Bei den Vernehmungen sei der Mitangeklagte gesprächig gewesen, so der Chefinspektor. Vor allem auf technische Details habe dieser großen Wert gelegt. "Im Grunde genommen haben wir uns gut verstanden", so der Beamte, "Pausen, Getränke, meine halben Zigaretten hat er geraucht". Und: "Gezwungen ist er zu gar nicht geworden. Es war derartig entspannt, wie man sich um ein Adoptivkind kümmert." Eine Aussage, die Küssels Verteidiger dem Zeugen noch des öfteren vorhalten sollte.

Hatte Küssel Zugangsdaten?

Dass man A. bei dessen Einvernahme gesagt habe, man wolle nur Küssel "kriegen", bestritt der Beamte - zumindest diese "Wortwahl". In Aussicht gestellt habe man dem Festgenommen nichts, es sei jedoch eine "Perspektive", so kooperativ wie möglich zu sein. Warum man sich auf den nunmehrigen Hauptangeklagten eingeschossen habe? "Dass der Herr Küssel die Galionsfigur des Vereins 'Reich' ist, das ist überhaupt keine Frage." Zudem sei dieser ein "extrovertierter Typ" und auch in der rechtsextremen Szene im Ausland bekannt.

Ein weiterer Streitpunkt zwischen Verteidigung und Zeuge bestand in der Formulierung im Abschlussbericht, der Mitangeklagte habe die Zugangsdaten der Websites an Küssel und einen weiteren Angeklagten geschickt. Laut dessen Aussagen bei der Einvernahme habe dieser nur gesagt, dies sei "vermutlich" geschehen. Und auch Küssel selbst ergriff das Wort: "Haben Sie bei mir Zugangsdaten gefunden?" "Mir ist es nicht erinnerlich", so der Chefinspektor.

"Auch über Verbotsgesetz diskutiert"

Die zweite Beamtin, die sowohl bei der Hausdurchsuchung als auch bei den ersten fünf Einvernahmen dabeigewesen war, bestätigte die Schilderungen ihres Kollegen. A. sei zuerst "bis aufs Mark erschüttert" über den Zugriff gewesen, schließlich habe sich die Atmosphäre aber entspannt. Begünstigungen durch belastende Aussagen habe man nicht versprochen, so die Zeugin, es sei aber über vieles gesprochen worden: "Wir haben allgemein auch über das Verbotsgesetz diskutiert, ob das nicht ein viel zu hohes Strafmaß habe und gemein sei."

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

26 Kommentare
 
12
Gast: Was mich beunruhigt, ist die Tatsache, dass das Internet uns von den wahren Problemen ablenkt!
21.08.2012 15:12
0 3

wenn man in die Bevölkerung reinhört....

.....dann sagen VIELE, besser wäre Schüssel statt Küssel auf der Anklagebank, aber es kann halt nicht sein was nicht sein darf....jedoch wüsste man zumindest die reellen Schäden, welche UNS ÖSTERREICHERN zugefügt wurden, aber was zählt schon die Bevölkerung!

Re: wenn man in die Bevölkerung reinhört....

Wenn schon, dann beide.

sapperlot

hoffentlich wird im fall küssel ,- des brandgefährlichen topterroristen und meinungsmanipulator-, bald ein, für alle ewiggestrigen linksdralligen und wolkenschweber, angenehmes urteil gesprochen. hoffentlich kann dann österreichweit wieder ruhig geschlafen werden da das größte problem der jetztzeit, aus linksaugerlsicht, endlich gelöst wäre.

Was ich einfach nicht verstehe:

Weshalb um alles in der Welt kann man jemanden als Bundeskanzler wollen, der mit Küssel und anderen Neos an Kampftrainings teilgenommen hat?

... an Kampftrainings teilgenommen hat...

Das heißt, jeder der in einem Karateverein war oder mal paintball gespielt hat, darf nie und nimmer Bundeskanzler werden.


3 1

Re: ... Oh, PISA

Schon schlimm, wenn man nur die Hälfte von einem Satz lesen kann.

E K E L H A F T

Ich verstehe nicht wie hier die ganzen I*oten etwas von Schauprozess daherplapern können wenn auf Youtube alles öffentlich einsehbar ist was dieser "Kamerad" so getrieben hat.

Der ist und war ein Terrorist der aus dem Verkehr gezogen gehört bevor etwas passiert. In zweiter Linie ist er Nationalsozialist. Anscheinend entschuldigt das für einige hier den Terrorismus ...

Ich bin fassungslos über so ahnungslose Kommentare hier.

Der Mann...

...wird verurteilt, weil er einer Partei nachhängt, die es seit bald 70 Jahren nicht mehr gibt.

Re: Der Mann...

und über die Landesgrenzen hinweg nach Deutschland eine Untergrundarmee aufbauen möchte.

Sogar bereits militärische Übungen mit deutschen Sympathisanten veranstaltet hat und vor der Kamera bereits gesagt hat er will den Bürgerkrieg um diese Partei wieder auferstehen zu lassen.

Hier kann man nicht mehr nur über Meinungsfreiheit diskutieren da hier deutlich mehr gemacht wurde.

Ekelhaft wie ahnungslos hier so ein stumpfsinniger Schwachsinn abgesondert wird!

Sie können sich auf Youtube gerne anschauen was diese rechte Made so von sich gibt. Hier gibt's nichts zu diskutieren.

Antworten Antworten Gast: 2435
21.08.2012 10:10
3 2

Re: Re: Der Mann...

Eine Untergrundarmee?

Machen Sie sich doch bitte nicht lächerlich, der Verrückte Spinner ist mit max. 20 anderen Verückten Spinnern im Wald herumgehüpft und die ganze Spinnerhorde war immer unter Polizeibeobachtung.

Wenn das eine Untergrundarmee hätte sein sollen welche die Republik gefährdet hätte, na dann gute Nacht Österreich.

Ich habe da mal ein Video gesehen wo der Küssel seine "Armee" abgeschritten hat, war mal so eine Doku, und herumgeschrien hat als würde er zu 10 Divisionen sprechen.

Angst habe ich da keine bekommen, eher Mitleid empfunden für dieses Kasperltheater.

Wie schon erwähnt war der und seine Spinnertruppe von Anfang an am Radar, im Gegensatz zu den Ebergassing Typen.

Re: Re: Re: Der Mann...

Gut so bevor das ausartet. Sympathisanten hat er ja genug.

Wenn man sich anschaut was ein Spinner wie der Breivik alleine so zusammenbringt, dann darf man solche gefährlichen Leute nicht ignoriert.

Spinner hin oder her. Spinner können auch gefährlich sein.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 2435
21.08.2012 11:58
1 1

Re: Re: Re: Re: Der Mann...

Ja das ist richtig, jedoch war ja Küssel und seine Truppe amtsbekannt und unter Beobachtung, was man ja von einem Breivik nicht behaupten kann.

Ich finde halt den Begriff Untergrundarmee sehr sehr übertrieben, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass solch ein Begriff für IRA, ETA, etc. verwendet wird.

Re: Re: Re: Re: Re: Der Mann...

Klingt übertrieben aber deswegen hab ich auch den Konjunktiv verwendet. Das war nun einmal seine Absicht.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 2435
21.08.2012 13:24
1 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Der Mann...

Wenn man die Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten gegenüberstellt kann man sich den Konjunktiv sparen, denn dan kommt eindeutig heraus, dass es unmöglich war.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Der Mann...

Unmöglich nicht. Nur unwahrscheinlich dass mehr als eine gefährliche Terrorgruppe ala RAF rauskommt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 2435
21.08.2012 11:56
0 0

Re: Re: Re: Re: Der Mann...

Ja das ist richtig, jedoch war ja Küssel und seine Truppe amtsbekannt und unter Beobachtung, was man ja von einem Breivik nicht behaupten kann.

Ich finde halt den Begriff Untergrundarmee sehr sehr übertrieben, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass solch ein Begriff für IRA, ETA, etc. verwendet wird.

Die Aufregung über das Urteil Pussy Riot

auch in Österreich wirkt eigenartig. Pussy Riot beging zumindest aktive Religionsstörung, während Küssel & Co. einer angelsächsische Anschauung über Meinungsfreiheit folgten. Das Strafausmaß für Pussy Riot ist überhöht, aber Küssel & Co. droht für ihr Verbrechen ein Vielfaches davon. W.

Antworten Gast: Grauwolf
21.08.2012 07:10
7 9

Re: Die Aufregung über das Urteil Pussy Riot

Auch ich hoffe, dass Küssel ein vielfaches des Strafmasses von Pussy Riot erhält, in einem Straflager!

Re: Re: Die Aufregung über das Urteil Pussy Riot

lol, sie sind wirklich von gestern.

3 1

Re: Re: Re: Die Aufregung über das Urteil Pussy Riot

die grauen Wölfe dulden halt keine Nationalistenkonkurrenz.

0 0

...

ich habe den intelligenztest beim wifi gemacht. wo sie?

Antworten Gast: General Schnitzelsemmel
21.08.2012 09:15
0 0

Re: ...

Staatlich und bei meinem Psychologen, wegen dem überspringen einer Klasse, warum fragen sie?

22 4

Ein Möchtegern-Stalin-Schauprozess

Erschreckend das soetwas in einer "Demokratie" möglich ist und belustigend welche "kompetenten" Beamten hier gehandelt habe - sozusagen ein Alpenstasi-Kabarett. Der Qualtinger hät seine Freud.

Gast: Justizbeobachter
20.08.2012 17:16
27 9

Pussy Riot auf A-stanesisch

Mit der Unterschied, dass Kuessel nicht einmal eine Aktion geliefert hat.
Und der BAWAG-Chef ist unauffindbar, Kuessel jedoch in Haft. Hat halt vergessen, so wie viele der Etablierten, den schwenk von dem einen zum anderen Sozialisssmus zu machen. Wer zu spaet kommt, den betraft die Geschichte.....

Gast: Faru Wieland
20.08.2012 16:44
4 3

Luege, wo bleibt dein sieg?


Gast: Flexibohrer
20.08.2012 13:10
15 7

Da wird wieder einmal etwas zusammengeschustert


Peinlich und korrupt was hier abgeht.

 
12