397 Schüler im Alter von sechs bis 15 Jahren wurden im Vorjahr laut Statistik Austria auf dem Weg zwischen Schule und Wohnort bei Unfällen verletzt. "Dass Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet sind, sollten sich Eltern sowie Fahrzeuglenker stets vor Augen halten", appellierte der ÖAMTC am Mittwoch rund zwei Wochen vor Schulbeginn.
Erstens fällt es Kindern aufgrund ihrer Körpergröße schwer, den Straßenverkehr in seiner Gesamtheit zu überblicken. Gleichzeitig werden sie aus diesem Grund auch von anderen Verkehrsteilnehmern oft erst sehr spät wahrgenommen. Zweitens weiß man, dass Buben und Mädchen besonders anfällig für Ablenkungen sind. Drittens ahmen Kinder das Verhalten Erwachsener nach. "Das sind Punkte, die Eltern beim Einüben des Schulwegs unbedingt bedenken und ihren Kindern erklären sollten", riet Steffan Kerbl vom Club.
Vom Vetrauensgrundsatz ausgenommen
Fahrzeuglenker dürfen von ihrer erwachsenen Wahrnehmung nicht auf die eines Kindes schließen. Darauf stellt auch der sogenannte Vertrauensgrundsatz in der Straßenverkehrsordnung (StVO) ab: Bei Kindern darf man nicht darauf vertrauen, dass diese im Straßenverkehr adäquat reagieren.
Schulwegunfälle nach Bundesländern 2011: Steiermark: 75 Schüler, Wien: 74 Schüler, Oberösterreich: 65 Schüler, Niederösterreich: 59 Schüler, Salzburg: 37 Schüler, Kärnten: 27 Schüler, Tirol: 26 Schüler, Vorarlberg: 24 Schüler und Burgenland: 10 Schüler.
(APA)
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