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Entschädigung für Missbrauchsopfer staatlicher Internate

22.08.2012 | 14:19 |   (DiePresse.com)

Vorerst meldeten sich 15 von Missbrauch Betroffene bei der Hilfsorganisation "Weißer Ring". Sie erhalten zwischen 5000 und 25.000 Euro.

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Sieben ehemalige Zöglinge von Bundeskonvikten (Internaten der Bundesrepublik) werden nach gewalttätigen Übergriffen in den 60er-Jahren finanziell entschädigt, bestätigte die Opferschutzeinrichtung "Weißer Ring" am Mittwoch Medienberichte. Insgesamt 15 frühere Schüler hätten sich gemeldet, teilweise seien die sogenannten "Clearing-Verfahren" noch im Laufen.

Die Entschädigung erfolge über ein Projekt des Unterrichtsministeriums, sagte "Weißer Ring"-Geschäftsführerin Marianne Gammer. Fünf der Entschädigten gingen am früheren Bundeskonvikt in Lienz (Osttirol) in die Schule, eine Person in eine Bundeseinrichtung in Wien, eine in Niederösterreich.

Die damals zehn- bis 14-jährigen Schüler hätten über sadistische Erziehungsmethoden berichtet. Vorwürfe sexueller Übergriffe würden derzeit noch geprüft. Die Höhe der Entschädigung beläuft sich auf Beträge zwischen 5.000 und 25.000 Euro. Die Bundeseinrichtungen der vorerst 15 Betroffenen befinden sich neben Lienz in Wien, Graz, Horn und Waidhofen.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: satisfaktion
23.08.2012 10:40
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Bundeskonvikt für Knaben Horn NÖ

Man braucht nicht in die 60er zurückschweifen, noch Ende 70er/Anf. 80er waren "schwarze" Erziehungsmethoden eines bestimmten "Erziehers", damit verbundenes ausdrücklich toleriertes/gewünschtes Gewaltregime unter Zöglingen und sexuelle Übergriffe/schwerer sexueller Missbrauch durch einen anderen, mittlerweile in der Hölle schmorenden "Erzieher" an der Tagesordnung. Die ersten 3 Jahre als 11 - 13 Jähriger in dieser Anstalt haben mein Leben geprägt und die dort gemachten Erfahrungen mich mein leben lang begleitet. Umso positiver sehe ich es, dass sich der Bund im Wege des Weissen Ringes nunmehr seiner Verantwortung stellt.