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Unwettereinsätze in mehreren Bundesländern

23.08.2012 | 09:15 |   (DiePresse.com)

In Tirol gab es nach Muren Behinderungen, in St. Andrä (Kärnten) brannte es nach einem Blitz, in der Obersteiermark steckten Autos im Geröll fest.

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Die Gewitter Mittwochabend haben zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen im Land geführt. In Tirol wurden 176 Feuerwehreinsätze gezählt, in Gloggnitz in Niederösterreich stürzten zwei Bäume auf die Straße, Straßen waren überflutet, in Kärnten kam es zu mehreren kleinen Bränden durch Blitzschschläge.

Die Tiroler Unwetter-Schwerpunkte lagen in den Bezirken Innsbruck-Stadt, Innsbruck-Land, Schwaz und Kitzbühel. Meldungen über Verletzte gab es vorerst nicht. Am stärksten entlud sich die Gewitterzelle zwischen Völs westlich von Innsbruck und dem Raum Schwaz.

Murenabgänge führten zu Störungen auf Verkehrswegen. Unter anderem verlegte Geröll in Neustift im Stubaital einen Almweg, die Dörferstraße bei Absam oder eine Gemeindestraße in Jochberg südlich von Kitzbühel.

Umgestürzte Bäume blockierten Straße

Heftige Regenfälle, begleitet von Hagel und starken Windböen, sind am Mittwochabend auch über Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) in Niederösterreich niedergegangen. Zwei Bäume waren auf eine Straße gestürzt und mussten mit Motorkettensägen zerteilt werden, um den Verkehrsweg wieder frei zu machen.

Im Stadtgebiet standen einige Straßen teilweise unter Wasser, weil die Kanäle die Wassermengen nicht mehr aufnehmen konnten. Durch den starken Druck wurde sogar ein Kanaldeckel aus der Verankerung gerissen. Nach Angaben der Feuerwehr Gloggnitz waren 30 Mitglieder mit sechs Fahrzeugen eingesetzt.

Dachstuhl, Bildstock und Baum getroffen

Die kleineren Brände in Kärnten konnten laut Polizei von den lokalen Feuerwehren schnell gelöscht werden. In St. Andrä (Bezirk Wolfsberg) war ein Einfamilienhaus betroffen, dessen Dachstuhl in Mitleidenschaft gezogen wurde. In Mölbling (Bezirk St. Veit) schlug ein Blitz in einen Bildstock ein. Auf der Olasacher Alm in Krems (Bezirk Spittal/Drau) erwischte es einen Baum.

Steiermark: Auto steckten im Geröll fest

Auch in der Obersteiermark hat es am Mittwoch Überschwemmungen von Straßen, Kellern und Tiefgaragen gegeben. In der Gemeinde Schönberg-Lachtal (Bezirk Murau) blieben fünf Pkw im Geröll stecken und mussten von Feuerwehr bzw. privaten Helfern geborgen werden. Verletzt wurde niemand.

Der aus den Ufern getretene Agersbach verschüttete die L514 Hocheggerstraße stellenwesie bis zu einem Meter hoch mit Schlamm und Geröll. Mitglieder der Feuerwehr Oberwölz befreiten eine Autofahrerin, die mit ihrem Fahrzeug im Geschiebe stecken geblieben war. Weitere hängengebliebene Pkw wurden von Landwirten mit Traktoren aus dem Gefahrenbereich geschleppt.

Auch aus dem Bezirk Mürzzuschlag wurden Schäden infolge Starkregens und Hagel gemeldet. Keller und Tiefgaragen wurden überflutet, Unterführungen standen unter Wasser, Kanaldeckel wurden abgehoben. Mehrere Bäume stürzten auf die Straße und beschädigten auch die Starkstromleitung in der Mürzzuschlager Wienerstraße. Im Zuge des Gewitters kam es in einem Mehrparteienhaus zu einem Verteilerkastenbrand - vermutlich durch einen Blitzschlag in der näheren Umgebung.

(APA)

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