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Junger Luchs aus Salzburger Zoo entkommen

26.08.2012 | 16:40 |   (DiePresse.com)

Schon zum dritten Mal in diesem Jahr konnte eine Raubkatze aus dem Zoo entkommen. Der Luchs ist für Menschen ungefährlich.

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Bereits zum dritten Mal seit Juni ist am Sonntag im Zoo Salzburg eine Raubkatze entkommen, und zwar dieses Mal ein Luchs. "Er ist über einen dreieinhalb Meter hohen Zaun geklettert, der in der Mitte mit Strom und oben mit Überhang gesichert ist. Wie das genau passieren konnte, wissen wir selbst noch nicht", sagte Direktorin Sabine Grebner. Das Männchen verkroch sich im Dickicht auf dem Hellbrunner Berg und war bisher nicht zu betäuben und einzufangen. Gefahr für Menschen besteht laut Grebner nicht.

Eine Tierpflegerin war gerade im Gehege und reinigte dieses, als der Luchs über den Zaun flüchtete. Auch der Tierarzt stand direkt davor. Eine Untersuchungskommission soll nun klären, wie die Katze den Zaun trotz der Sicherheitsvorkehrungen überwinden konnte, sagte die Zoo-Chefin. Das Tier wurde im Mai 2011 geboren und befindet sich erst seit 7. August 2012 im Zoo Salzburg. "Er ist erst dabei, die Anlage, die Pfleger und das Luchs-Weibchen kennenzulernen. Er ist noch sehr unsicher, weil er es noch nicht als sein Territorium empfindet. Er ist noch nicht der Chef hier", nennt die Tiergarten-Leiterin vermutliche Gründe für die Flucht der Katze, die eine Schulterhöhe von etwa 50 Zentimeter aufweist und 13 bis 14 Kilo wiegt. "Der Luchs ist ein heimisches Wildtier, gefährlich ist er also nicht. Aber wir hätten ihn doch gerne wieder."

Unterholz macht Suche schwierig

Das Tier flüchtete vom Gehege in das Känguru-Areal und von dort auf den Hellbrunner Berg. Mitarbeiter des Tiergartens und der Berufsfeuerwehr beteiligten sich an der Einfang-Aktion. "Ich war einmal bis auf zwei Meter Entfernung dran und einmal rund fünf Meter. Das Gelände ist aber mit Unterholz derart verwachsen, dass wir keinen Betäubungspfeil abschießen konnten", sagte Grebner. Heute, Sonntag, wird noch bis zum Einbruch der Dunkelheit weitergesucht. Über Nacht wird die Suche aber vorübergehend unterbrochen.

Später sollen auch Kastenfallen aufgestellt werden, das habe aber heute noch keinen Sinn, weil das Tier nach einem ausgiebigen "Frühstück" noch keinen Hunger haben dürfte. Grebner räumte ein, dass der Luchs während der Nacht den Berg auch verlassen und sich völlig aus dem Staub machen könnte.

Schon drei "Ausbrüche" in diesem Jahr

Zwei Mal sind in diesem Jahr bereits Raubkatzen aus ihrem Gehege in Hellbrunn ausgebüxt. Am 5. Juni rissen zwei weibliche Geparden aus, verließen das Tiergartengelände und marschierten Richtung Anif. Die Rufe der Mutter - und der Einsatz Dutzender Tierpfleger und Polizisten - hatten die beiden Ausreißer schließlich zur freiwilligen Rückkehr bewegt. Eines der beiden Tiere riss am 1. Juli neuerlich aus. Nach rund zehn Minuten konnte es wieder ins Gehege zurückgedrängt werden. Dieser Vorfall wurde erst zwei Wochen später bekannt. In der Folge wurde beschlossen, den Neubau der Geparden-Anlage vorzuziehen. Die Arbeiten sind inzwischen im Gang und werden voraussichtlich im Oktober abgeschlossen.

(APA)

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2 Kommentare
Gast: yoshi1
26.08.2012 20:03
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Luchs

Davon gibt es ohnehin viel zu wenige in unseren Wäldern.

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Oh Gott, ist das Teil eine Gefahr für Leib und Leben?