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Phantom-Krokodil: Suche wird mit Fernglas fortgesetzt

28.08.2012 | 08:48 |   (DiePresse.com)

Die für heute geplante Suche nach dem angeblich in Kärnten gesichteten Krokodil findet so nicht statt. Die Sperre des Drauufers bleibt aufrecht.

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Die für heute, Dienstag, angekündigte Suche mit einem Feuerwehrboot nach dem Kärntner Phantomkrokodil an der oberen Drau in Sachsenburg findet in dieser Form nicht statt. Der Spittaler Bezirkshauptmann Klaus Brandner sprach von einem Missverständnis, ein Boot sei zu laut, der Wasserstand des Flusses zu hoch. Nun wird Reptilienexpertin Helga Happ mit einem Feldstecher Ausschau nach dem vergangenen Mittwoch angeblich gesichteten Reptil halten.

In der vergangenen Woche hatten zwei Kinder nach einem Badeausflug an die Drau in der Gemeinde Sachsenburg (Bezirk Spittal) berichtet, dass ein Krokodil ihre Sachen zerbissen hätte. An Schuhen und Kleidung wurden tatsächlich Bissspuren entdeckt, Expertin Happ identifizierte sie als jene eines Krokodils. Die Aussagen der Kinder seien glaubwürdig. Eine groß angelegte Suchaktion samt Hubschrauber wurde eingeleitet, blieb aber erfolglos.

Die Sperre des Gebiets bleibe aufrecht, sagte der Bezirkshauptmann am Montag. Auch die Fleischköder will die Behörde ausgelegt lassen, die Wildkameras bleiben vorerst installiert. Eine Ausschilderung der Überwachung Gebietes ist nicht erfolgt. Nach Ansicht des Bezirkshauptmannes ist das Drauufer kein öffentlicher Ort und mit einem Betretungsverbot versehen.

Krokodil aufscheuchen und so Versteck finden

Die Expertin hält es für möglich, dass man das Tier etwa beim Sonnebaden auf einer Sandbank entdecken könnte. Dann würde man es zuerst aufscheuchen. Das Reptil würde zu seinem Versteck flüchten und es auf diese Weise preisgeben, so Happ.

Gefangen würde das Krokodil, sofern man es fände, mit einem Netz, mit Schlingen und einer Decke. Krokodile geben nämlich jeden Kampf sofort auf, wenn sie nichts mehr sehen, weiß die Reptilienexpertin. "Wenn man den Kopf mit einer blickdichten Decke abdeckt, dann wehrt es sich nicht mehr." Ein gezielter Schuss aus einem Betäubungsgewehr brächte hingegen nur wenig. Ein giftiger Pfeil würde kaum durch die gepanzerte Haut des Tieres dringen, ist Happ überzeugt.

Eine Krokodiljagd mittels Drohne steht noch nicht bevor. Eine Privatperson, die in Besitz eines solchen Flugobjektes ist, habe es kostenlos angeboten, so Happ. Sie habe aber mit dem Bezirkshauptmann entschieden, dass man diese Möglichkeit noch nicht einsetzen wolle. Ein solches unbemanntes Fluggerät würde wieder Lärm produzieren und könnte das Reptil aufs Neue verscheuchen.

Offenbar keine DNA-Auswertung

Medien hatten zuletzt berichtet, dass die Polizei DNA-Spuren auf mit Bissen übersähten Schuhen auswerten wolle, um den Beweis der Existenz des Tieres zu erbringen. Ein Sprecher der Exekutive konnte dies so nicht bestätigen. Es seien zwar Abstriche gemacht worden, eine Auswertung derselben werde es aber nicht geben. "Die Auswertung lässt nur eine Klassifizierung Mensch oder Tier zu", so Michael Masaniger. Eine Analyse zur Tierart sei nicht möglich. Von daher sei eine Auswertung der Spuren von vorne herein sinnlos. Denn dass die Bissspuren einen tierischen Urheber haben, sei offensichtlich.

(APA/red.)

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8 Kommentare
Gast: WFP
29.08.2012 07:06
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Lebensbedingungen

Bei den vorhandenen Wasser- u. Lufttemperaturen wird man sicher kein lebendes Krokodil finden!

hat der s.ausgesetzt, um der krötenplage herr zu werden

ev. ist es aber zu schnell angesoffen geschwommen und verunglueckt....

Gast: Kibietz
28.08.2012 14:01
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Ein so ein ausgemachter Humbug! krokodile können in Kärnten doch keine Woche überleben!

Viel zu kalt das Wasser!
Ja, vielleicht im Abfluss vom Warmbaderhof.
Aber die Drau ist eben saukalt.
Was da wohl wieder für "Experten" am Werken sind.
Fest auf Steuerzahlerkosten Luxusurlauben werdens diese Wöllis.

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FERNGLAS

Falls die Scheuchbrüder medienwirksam an der Suche teilnehmen sollten, wäre es besser sie würden ihr Demokratieverständnis suchen......

Antworten Gast: ökono-mist
28.08.2012 16:57
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Re: "FERNGLAS"


Von wegen medienwirksam: Da verkennen Sie deren Bescheidenheit: Kurt Scheuch wurde am ersten Tag des Dramas sogar unter falschem Namen (nämlich unter dem eines Behördenvertreters) vom ORF interviewt - sogar mit mutmaßlich "geschwächtem" Insert.

Gast: ökono-mist
28.08.2012 11:44
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Das Ungeheuer von Loch Happ(y) Ness ist halt kein fliegender Zuckerstreuer - oder doch?


Ein paar ungeordnete Gedanken und naive Fragen zu diesem kabarettreifen halbamtlich-monopolistischen Rückzugsgefecht:

a) Wenn s' das Drauufer ned sperr'n tät'n - müßten s' dann womöglich die BH sperren?

b) Haben die Studenten von und zu Klagenfurt, die jetzt Ausschau nach jenen (Minimundus-)Parkplätzen halten müssen, die die einzige und beste (ORF-)Reptilienexpertin Mitteleuropas jüngst via Fernsehen erfolgreich für sich reklamieren durfte, wohl auch einen Feldstecher? Haben sie auch zu jeder Tages- und Nachtzeit - gratis, aber nicht umsonst - Zugang zu einem öffentlich-rechtlichen Fernsehstudio respektive zu einer ö.-r. Fernsehkamera? Herrscht hier wohl Waffengleichheit?

P. S.: Ein bisserl hat man den Eindruck: Kommt Zeit, kommt (irgendein aufblasbares) Krokodil.

In der Zwischenzeit können wir ja beten - aber nicht für das Krokodil, sondern für Helga Happ, ihren ORF-Kärnten, die BH Spittal, Pussy Riot - und für jene Fernsehsprecherinnen, die vor lauter Kasnudln im ("Kärnten Heute"-)Vorspann mit (journalistischen) Krokodilen aber auch schon gar nichts mehr gemein haben...

P. P. S.: Wie sehen Sie diese untrüglichen Hinweise auf eine "News Of The World"-Problematik, Frau Ellersdorfer(-Truntschnig)?

Konklusio: Wos mir wohl tät'n, wenn ma die G'schichterl-Drehscheib'n "Heute in Österreich" ned hätt'n - dort durfte gestern eine Salzburger Zoodirektorin, bei der schon beinahe monatl. ein Raubtier ausbüxt, eine lange ÖFFENTL.-RECHTL. Selbsterhaltungssrede halten!

Ich halte das für eine Ente,

weil man Krokodilszähne in Fachgeschäften kaufen kann und danach die Schuhe mit angeblichen Bissen manipulieren. Aber wem nützt der Hype? Dem Besitzer der angrenzenden Ländereien? Wer ist das? Wirklich Scheuch, wie kolportiert wurde?

Antworten Gast: ökono-mist
28.08.2012 14:08
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Re: "Ich halte das für eine Ente,"


Weder Tier noch Mensch?

Aha!

Fürchtet man deshalb einen schweizerischen DNA-Test mit bundesrepublikanischem Gegencheck wie der Teufel das evangelische Drauwasser...?