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Flucht aus dem Zoo: „Dummer Zufall“

28.08.2012 | 17:13 |   (Die Presse)

Der Salzburger Zoo kämpft in jüngster Zeit mit mehreren Ausbrüchen von Tieren – zuletzt entkam am Sonntag ein Luchs aus dem Tiergarten Hellbrunn. Seit Tagen versucht man bereits, das Tier wieder einzufangen.

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Salzburg/Wien/KB. Es war der dritte Ausbruch innerhalb von drei Monaten – ein Luchs, der am Sonntag aus dem Salzburger Tiergarten Hellbrunn entkommen konnte. Von „Vivious“ fehlt derzeit nach wie vor jede Spur. Die (harmlose) Raubkatze soll nun mit speziellen Luchsfallen aus Deutschland wieder eingefangen werden. Nach Tagung einer Expertenkommission ist nun auch klar, wie das Tier fliehen konnte: Im Elektrodraht des Geheges befand sich kein Strom.

„In der Nacht auf Sonntag gab es Sturm, dabei brachen Äste von Bäumen und kamen auf dem Elektrodraht zu liegen. Sie haben eine Erdung hergestellt, darum war kein Strom im Draht“, sagt der deutsche Wildtierexperte und Leiter der Kommission, Henning Wiesner. „Der Luchs hat gehört, dass das typische Knistern weg war, und konnte den Zaun hinauflaufen.“

Wiesner spricht von einem „dummen Zufall“: Allerdings sei es ein Versäumnis gewesen, am Morgen nicht zu prüfen, ob im Draht Strom fließe. Als Konsequenz des Vorfalls werden die Stromtaktgeräte am Gehege mit einem System ausgerüstet, das sich bereits bei der Löwenanlage im Zoo bewährt hat: Bei einem Ausfall ergeht eine Mitteilung per SMS an den diensthabenden Tierpfleger.

Ratlos über die Flucht der 50 cm großen und 14 Kilo schweren Raubkatze zeigt sich Zoosprecherin Christine Beck: „So etwas kam hier noch nie vor. Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Was genau das Tier erschreckt und dazu veranlasst hat zu fliehen, können wir nicht sagen.“

Um den Luchs einzufangen, wurden am Dienstag zwei spezielle Fallen auf dem Hellbrunner Berg aufgestellt. In die großen Kisten werde Fleisch gelegt, ein Mechanismus sorge dann dafür, dass – wenn das Fleisch angehoben wird – „die Tür hinten zufällt“, erklärt Beck. Sie appelliert an Spaziergänger mit Hunden, ihre Vierbeiner an die Leine zu nehmen, damit sie den Köder nicht fressen.

Drei Ausbrüche in drei Monaten

Am 5. Juni waren zwei Geparden aus dem Zoo ausgebrochen. Die Rufe der Mutter – und der Einsatz Dutzender Tierpfleger und Polizisten – hatten die beiden Ausreißer schließlich zur Rückkehr bewegt. Eines der beiden Tiere riss allerdings am 1. Juli neuerlich aus. Nach rund zehn Minuten konnte es wieder ins Gehege zurückgedrängt werden.

Der erste Ausbruch beschäftigt nun auch die Justiz: Gegen Zoodirektorin Sabine Grebner wird wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit ermittelt. Die Polizei hat eine Materialermüdung eines Türschlosses zum Gepardengehege als wahrscheinliche Ursache für den Ausbruch angenommen. Die Zooleitung geht aber davon aus, dass jemand die Raubkatzen befreit haben müsse. Vermutlich habe es sich um eine Mutprobe von Jugendlichen gehandelt. „Dass sich in einem drei Meter hohen Zaun ein exakt ein Meter großes Loch befindet, ist schon etwas merkwürdig“, so Beck.

Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) stellte jedenfalls klar, dass er trotz der „optisch ein bisschen peinlichen Vorfälle“ weiterhin an Grebner festhalten werde. Ihr Vertrag laufe noch zwei Jahre, man soll dann eine Gesamtbewertung vornehmen.

Suche nach Krokodil erfolglos

In Kärnten geht indes die Suche nach dem „Krokodilphantom“ in der Drau bei Sachsenburg weiter. Reptilienexpertin Helga Happ kündigte am Dienstag an, das Ufer zu beobachten. Ab Mittwoch sollen nachts Feuerwehrleute mit Scheinwerfern suchen. Durch die reflektierenden Krokodilsaugen sei eine Suche dann erfolgversprechender. Vergangene Woche hatten zwei Kinder angegeben, ein Krokodil gesehen zu haben und Kleidung mit Bissspuren vorgelegt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2012)

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10 Kommentare
Gast: lausbub
29.08.2012 09:11
0 0

befreit den luchs

ja fallen stellen können sie - die piefke

Gast: Dumm ist nicht der Zufall
29.08.2012 00:11
1 0

....

Wer ist also dumm?
Warum fällt mir da der Begriff Quoten w... ein?
Wer wird üblicherweise von Raubkatzen in Zoo's gefressen?.....

Gescheiter Luchs.


noch einen (gegengeschlechtlichen) auslassen,billliger gibts ein auswilderingsprogramm nicht mehr

...

Dieser Zoo gehört geschlossen ...

einfach unfassbar wie unfähig die dort sind. Solche Menschen sollten nicht für teilweise gefährdete Tierarten bzw. für die benachbarte Bevölkerung die Verantwortung tragen.

Schon wieder Zoo Salzburg?

Schreiben Sie lieber, welche Tiere noch dort sind - das ist weniger Arbeit ...

Re: Schon wieder Zoo Salzburg?

elefanten,
einer ist im loch im zaun steckengeblieben, daher fehlt sonst kein tier

Gast: Alien (Dauerzensuriert)
27.08.2012 16:33
1 0

Weiter so!

Vielleicht sollte man noch einmal den Gibbon quer durch die Innenstadt verfolgen und danach den Tapir in der Fußgängerzone stellen. Das sollte endlich genügend Zeitungsartikel bringen, damit auch die weitere Umgebung vielleicht einmal über einen Zoobesuch nachdenkt. Eine Titelseite würde es für einen Ausbruch von Löwe, Jaguar oder Nashorn garantiert geben, aber dabei wäre das Risiko sehr hoch, daß eines der Tiere wie ein Köllner Tiger behandelt würde. Dies würde die Werbekosten zu stark in die Höhe treiben.

Gast: jagabluat
27.08.2012 15:39
0 2

Abschussverfügung und morgen haben wir schon ein dutzend Katzerl!

Man muss sich nur beherzt trauen!

Gast: seppipeppiprölli
27.08.2012 15:15
1 0

was wurde aus dem kärnter kroko,

oder war es doch nur eine ente?