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Ausgerissener Luchs in Salzburg wieder eingefangen

29.08.2012 | 08:35 |   (DiePresse.com)

Das Tier ist in der Nacht in eine der aufgestellten Fallen gegangen. Der Tierarzt fand den jungen Luchs bei der Kontrolle der Luchsfallen.

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Der am Sonntag aus dem Zoo Salzburg ausgerissene Luchs ist wieder eingefangen. Das Jungtier ist in der Nacht auf Mittwoch auf dem Hellbrunner Berg in eine der drei Luchsfallen getappt, die am Dienstag aufgestellt worden waren. Bei der Kontrolle der Kisten fand Tierarzt Jochen Lengger gemeinsam mit einem Tierpfleger eine Falle geschlossen, in der sich der Luchs befand, teilte die Sprecherin des Zoos, Christine Beck, mit.

In alle drei Fallen hatten Mitarbeiter des Tiergartens Rindfleisch gelegt, das dem Luchs besonders gut schmeckt. Und da er am Sonntag in der Früh zum letzten Mal gefüttert worden war, dürfte er inzwischen entsprechend hungrig gewesen sein, sodass er sich gleich anlocken ließ. Man sei zuversichtlich gewesen, die Katze einzufangen, aber dass es so schnell ging, sei doch überraschend, sagte Beck.

Luchs braucht Ruhe

"Vivious" wird nun von Tierarzt Jochen Lengger betäubt und in der Praxis im Zoo untersucht. Anschließend kommt der Luchs wieder in sein Gehege, vorerst allerdings nur in den hinteren Bereich, weil er nach der Aufregung der vergangenen Tage noch Ruhe benötigt, erklärte Beck.

Der rund 14 Kilo schwere und 50 Zentimeter große Luchskater, der sich erst seit 7. August im Salzburger Zoo befindet, ist am Sonntag gegen 8.30 Uhr bei der Reinigung seines Geheges durch eine Tierpflegerin offenbar erschrocken und über den dreieinhalb Meter hohen Zaun des Geheges geklettert. Der Stromdraht war ausgefallen, weil in der Nacht zuvor Äste heruntergefallen waren, die eine Erdung herstellten. Dadurch war der Zaun nicht mehr durch Strom gesichert. Das Tier verkroch sich auf dem Hellbrunner Berg. Selbst ein Großaufgebot an Zoo-Mitarbeitern und Feuerwehrleuten konnte den Luchs in dem stark verwachsenen Gelände nicht einfangen.

Pannenserie

(c) APA/Neumayr/MMV Zootierarzt Jochen Lengger untersucht den betäubten Luchs.

(c) APA/Neumayr/MMV Zootierarzt Jochen Lengger untersucht den betäubten Luchs.

Es war dies bereits der dritte Zwischenfall mit Raubkatzen im Zoo Salzburg in diesem Jahr. Am 5. Juni rissen zwei weibliche Geparden aus, verließen das Tiergartengelände und marschierten Richtung Anif. Die Rufe der Mutter und der Einsatz Dutzender Tierpfleger und Polizisten hatten die beiden Ausreißer schließlich zur freiwilligen Rückkehr bewegt. Eines der beiden Tiere büxte am 1. Juli neuerlich aus. Nach rund zehn Minuten konnte es wieder ins Gehege zurückgedrängt werden. Dieser Vorfall wurde erst zwei Wochen später bekannt. In der Folge wurde beschlossen, den Neubau der Geparden-Anlage vorzuziehen. Die Arbeiten sind inzwischen im Gang und werden voraussichtlich im Oktober abgeschlossen.

Und auch beim Luchs-Gehege werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt: Die Stromtaktgeräte am Gehege werden mit einem System ausgerüstet, das sich bereits bei der Löwenanlage im Zoo bewährt hat: Bei einem Ausfall ergeht eine Mitteilung per SMS an den diensthabenden Tierpfleger.

(APA)

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6 Kommentare
Gast: hmm
30.08.2012 09:33
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Wozu narkotisiert?

erst bleibt ihm die Narkose durch die Falle erspart und nun wird er trotzdem dem Narkoserisiko ausgesetzt? Um ein paar Zecken zu entfernen? Oder ist das Show um zu zeigen - hui wir kümmern uns ja so ... ? Oder wollte der Tierarzt nach den vielen Bildern vom Betriebsleiter auch unbedingt ein Foto von sich in der Zeitung haben?

Gast: Nachleser
29.08.2012 15:29
0 0

Das Bild einer Luchsfalle ist ...

... wohl zu unspektakulär?

Antworten Gast: Papa Schlumpf
29.08.2012 22:12
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Wäre schon spektakulär, aber auch entwürdigend

denn laut Gerücht sind in den beiden anderen Fallen schon Blaue tringesteckt und haben ihren Rausch ausgeschlafen.
Hat der Herr Luchs gerade noch Glück gehabt, dass er eine freie Falle erwischt hat.

freiheit

wenn er so gern in Freiheit geblieben wäre muss man da einen Luchs wirklich einfangen ?

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Re: freiheit

Naja, möglicherweise wäre er in Kürze verhungert oder überfahren worden, man weiss ja nicht, ob so ein Zootier überhaupt noch in der Freiheit überleben kann, von Überleben in städtischem Gebiet ganz zu schweigen.

Antworten Antworten Gast: lynx-fan
04.09.2012 17:02
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Re: Re: freiheit

den meisten tieren ergeht es in den alpen ganz gut (siehe schweiz) ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Eurasischer_Luchs#Wiederansiedelungsma.C3.9Fnahmen_und_heutiges_Verbreitungsgebiet_in_Europa