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Tierschützer: "Schieß-Geste" eines Staatsanwaltes?

31.08.2012 | 12:07 |   (DiePresse.com)

Nach deren Freispruch soll ein Staatsanwalt mit gestrecktem Zeigefinger und nach oben gerichtetem Daumen auf die Tierschützer "gezielt" haben.

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Eine schon länger zurückliegende "Schieß-Geste" eines Staatsanwaltes am Landesgericht Wiener Neustadt sorgt derzeit für Aufregung. Nach dem Freispruch der Aktivisten am 2. Mai 2011 ist der Jurist zu sehen, wie er mit gestrecktem Zeigefinger und nach oben gerichtetem Daumen eine Pistole nachahmt und aus einem Fenster auf die Tierschützer "zielt". Dabei ist er - unwissentlich - von einem ORF-Kamerateam gefilmt worden.

Für die Sendung "Am Schauplatz. Märtyrer oder Mafiosi?", die sich noch einmal mit dem Tierschützerprozess befasst und heute, Freitag, ausgestrahlt wird, wurde das Filmmaterial neuerlich gesichtet. Dabei soll die Journalistin Nora Zoglauer laut Medienberichten über die "verstörende Szene" gestolpert sein und den Staatsanwalt in weiterer Folge ausgeforscht haben.

(c) APA/ORF (ORF)

(c) APA/ORF (ORF)

Man habe erst vor kurzem von dem Vorfall erfahren, erklärte Ilse-Maria Vrabl-Sanda von der Oberstaatsanwaltschaft Wien gegenüber der APA, und habe auch das Bildmaterial noch nicht vorliegen. Es werde aber eine umfassende Überprüfung des Falles geben, betonte sie, sowohl strafrechtlich als auch dienstrechtlich und disziplinarisch müssen alle Konsequenzen in Betracht gezogen werden. Vor allem die Bedeutung der Geste werde Gegenstand der Ermittlungen sein.

(APA)

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92 Kommentare
 
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Gast: Fiat justitia, et pereat mundus
04.09.2012 20:50
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Generalfreispruch?

O-Ton Martin Balluch (Am Schauplatz, 31.8.2012):" Natürlich, wir machen weiter, wir machen Aktionen - allerdings eben mit dauernd diesem Unwohlgefühl im Magen, mit einem flauen Magen, und ja, mit einer permanenten Vorsicht. Es ist auf jeden Fall einschüchternd, wenn man so einen gewaltigen Staatsapparat da auf einen zurollen sieht, und der einen ja fast letztendlich wegsperrt. Man hat ja einfach den Einduck, es hat sich alles herausgestellt, es war alles falsch, der Staat sieht das ein und entschuldigt sich dafür und wird nie wieder geschehen. ..."

Es gibt zum Glück keinen Generalschuldspruch.
Es gibt aber auch keinen Generalfreispruch, der künftige Handlungen jedenfalls freistellt.

Was soll das?

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Eine Anmerkung zum Tierrechtaktivismus

Ist der Begriff des Heldentums nicht obsolet geworden nach all den grotesken, verlogenen Heldenbildern, die seit Jahrtausenden die Menschheit betören wollen ? Die Tierrechtaktivisten halten uns einen Spiegel vor Augen, dessen grelles, schonungsloses Licht uns schmerzhaft blendet : Die permanente Massenquälerei hochsensibler Lebewesen ist für uns nur erträglich, wenn sie versteckt abläuft. Die Tierrechtaktivisten sind Aufdecker, Bewußtmacher und gehen große persönliche Risiken ein. Sie verdienen Hochachtung und versöhnen mich mit dem längst verkommen geglaubten Heldenbegriff : Ja, ich nenne sie Helden unserer Zeit.

Antworten Gast: SenesasSonSon
02.09.2012 11:02
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"Die permanente Massenquälerei hochsensibler Lebewesen ist für uns nur erträglich, wenn sie versteckt abläuft."

Absolut!

Re: Eine Anmerkung zum Tierrechtaktivismus

..nach Ihrer argumentation wäre es etwa auch "heldentum", durch organsierte einbruchsdiebstähle in überfluß lebende mitbürger zu bestehlen und mit der beute unverschuldet unter der armutsgrenze lebende mitbürger zu unterstüzen (die armut und ihre auswirkungen will man ja auch lieber nicht sehen und das risiko, "erwischt und bestraft" zu werden gingen doch auch solche diebe mit ihrem edlen motiv ein).
zur durchsetzung edler ziele bietet der demokratische rechtsstaat jede menge legaler möglichkeiten.
ja, ich nenne sie anarchisten unserer zeit !

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Das "Robin-Hood-Motiv"...

... mit seinem gesellschaftssprengendem Gefahrenpotential hier anzuführen ist unpassend. Der zweifellos gegebene anarchische Aspekt von Tierrechtaktivistenaktionen, die sich oft gegen formaljuridische Absicherung abscheuerregender Grausamkeit richten, ist gering und für Staat und Gesellschaft verkraftbar.

Re: Das "Robin-Hood-Motiv"...

...aber "helden" wären diese aktivisten nur in einem totalitären system, wo ihnen auch das märtyrertum gesichert wäre ..........
nottingham (oder england) war zur zeit robin hoods kein demokratisches gemeinwesen (wenn ich nicht irre) .
unsere "aktivisten" begehen ihre illegalen aktivitäten als billige scheinhelden und scheinmärtyrer ! ---- man sollte daher nichteinmal einen fingierten schuss auf sie abgeben ! -- genug daran, dass der rechtsstaat von gesezteswegen gezwungen ist, ihnen durch strafverfahren eine mediale bühne zu bieten (die sie in diesem ausmaß ansonsten gar nicht hätten ) !

anstifter

wer die filmaufnahme des "am-schauplatz-teams" genau studiert hat, müsste bemerkt haben, dass sich der staatsanwalt nach der schussabgabe anerkennung heischend nach hinten wendet - ganz offensichtlich an jemanden, der ihn zu seiner untat aufgefordert hat ! -- dieser anstifter ist noch nicht ausgeforscht - dies wäre doch was für die investigative abteilung der " die presse " ! -- ist manfred seeh auf urlaub ?

Antworten Gast: helgeo
02.09.2012 12:07
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Re: anstifter

ein mensch, vor allem ein - lange dafür ausgebildeter - anwalt, kann selber entscheiden was er tut.

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Seriöser Bericht

Rein zufällig filmt ein ORF Kamerateam die Außenmauer des Landesgerichtes ,rein zufällig war der Schauplatz Bericht sehr einseitig ,dagegn das Urteil wer gut vorbereitet im Namen einer Organisation Hausfriedensbruch ,Sachbeschädigung,Nötigung ect begeht darf heut zu Tage mit einem Freispruch rechnen.
Ja das Recht in Österreich ist sehr stark nach Links gerückt.

Re: Seriöser Bericht

REINER ZUFALL wird es wohl auch sein, dass von der kamera die an der längsseite des denkmalgeschützten gebäudes durch würfe " friedfertiger aktivisten " mit farbeuteln während unendliche demonstrationen gegen die STAATSMACHT zuvor verunzierte mauer nicht erfasst wurde .......... selbstverständlich "unbekannter täter " (und auf keinen fall "wir" harmlosen tierschützer)-----dafür aber kennt der orf nach eingehender recherche den verbrecherisch gestikulierenden (halt leider mit dem verbrecherischen strafverfahren gegen die armen "tierschützer" gar nicht befassten) staatsanwalt umso besser, sodaß wenigstens dieser seiner gerechten strafe zugeführt werden kann ........i hau mi oh ............

Gast: GalaxyIII
01.09.2012 17:33
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Hoffentlich kriegt der eine ordentliche Strafe!

Ich denke, so an die 2-3 Jahre unbedingt.
Und natürlich ohne Fußfessel weil, die sind ja für die Sexualstraftäter reserviert!
Sicher nicht richtig, was er da macht, aber der Affenzirkus, der hier daraus gemacht wird?
Bündelt eure Kraft lieber beim Dagenstemmen des ESM, den 7 Millionen für den Werner, das Nichterscheinen des Werners,Amon, Hackl, ...
Dass 170.000 Unterschriften nicht negiert werden... Dass eine Vizebürgermeisterin, die sich nicht entscheiden kann Österreicherin, oder Griechin zu sein (DoppelPassport), Wiener Vizebürgemeisterin wird und die Stadt ins Chaos führt.
Mir wird übel...

Gast: ins licht einezerrt
01.09.2012 13:36
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nach durchsichtig werden aller politischen masken

scheint nun auch der glaube in justiz und exekutive im land zu zerbröckeln.

Gast: HGB
01.09.2012 12:37
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Steckt euch eure gekünstelte Aufregung sonst wohin.

Das sieht man aber schön warum "politisch korrekt" zum Schimpfwort wurde.

Gast: Baumgartner Herwig
01.09.2012 10:13
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STA 2700

Dem Herwig hätte man weitere 4 Jahre
aufgebrummt, hätte er bei der STA seine
Hände so gezeigt......

Gast: Get
01.09.2012 08:30
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Unsere Justiz halt.

Darf man auch erfahren welcher Partei der Herr nahesteht?
So aus Interesse..

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dafür hat man bei dieser Staatsanwaltschaft...

...bei einer Mietbetrügerin mit einem Schaden von rd. 80.000,- keinen Grund zur Verfolgung gesehen?

Gast: Riechkolben!
31.08.2012 23:40
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es gibt auf dieser Welt Menschen.....

....denen durch so ein UNENTSCHULDBARES Verhalten, zumindest der Führerschein abgenommen wird......im Strassenverkehr stellen DERARTIGE SELSBTERNANNTE GÖTTER, eine Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer dar....man stelle sich vor, man streift bei so einen UNABSICHTLICH an, nicht zum ausdenken wie der dann reagiert!

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Hilfloses Herumreiten auf Nebenschauplatz

Es gibt schlechte Verlierer.
Der Tierschützerprozess hätte bessere Angriffspunkte zu bieten als die Geste einem schlechten Verlierers.
Was ist mit der vorenthalten Entlastungszeugin? Mit den finanziellen Ruin durch Verteidigungskosten. Ob Staatsanwälte einen Regentanz aufführen ist blunzen die Prozessführung und die an den Haaren herangeschleifte Anklage ist das Problem. Dass man die eigentliche Ungerechtigkeit nicht ergreifen kann und sich jetzt an dieser irrelevanten Geste eines Unfällen Spielers ereifert ist kleinlich und genau so hilflos wie die Geste an der man sich nun moralisch aufgeilt. Besser wäre es einen Staatsanwalt/Sportler des Betrugs/Dopings zu überführen als ihn wegen einer Verlierergeste zu disziplinieren.

Antworten Gast: Bruder Kain
01.09.2012 00:00
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es sind oft gerade diese kleinen Gesten,

die das Verhältnis zum Bürger so schön demonstrieren.

Gast: w.g.e.
31.08.2012 22:57
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Das Deppentum ist offenbar nicht nur in Politikerkreisen weit verbreitet...


Gast: UKW
31.08.2012 22:01
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So weit sind wir schon in Österreich

Wer vor dem Fenster mit dem Finger schnippt, hat "sowohl strafrechtlich als auch dienstrechtlich und disziplinarisch Konsequenzen" zu fürchten.

Aber massive Sachbeschädiung von Geschäften und anderem Privateigentum bleibt ungestraft. Das war niemand, alles reine Einbildung.

Antworten Gast: meierei
02.09.2012 12:19
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Re: So weit sind wir schon in Österreich

wenn Sie Unrecht mit anderem Unrecht begründen, dann wird uns das in eine Sackgasse führen.

natürlich bin ich dafür dass die tierschützer für ihre illegalen aktivitäten (vandalismus, angriff anderer menschen etc...) strafrechtlich belangt werden, die aktion vom staatsanwalt hat damit allerdings nichts zu tun

Antworten Gast: re
01.09.2012 12:41
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Re: So weit sind wir schon in Österreich

so wie es auf den fotos aussieht hat er einen schuss nachgeahmt und nicht geschnippt. ein sta ist eine respektsperson die das recht vertreten soll. das was er gemacht hat ist im besten fall unreif. im schlimmsten fall ist es eine drohung im sinne von: ich mach euch fertig. und das wäre illegal. noch dazu wo er den staat vertritt.

Re: So weit sind wir schon in Österreich

....und eine nervöse dienstvorgesetzte entblödet sich nicht, sich im fernsehen über diese ungeheuerlichkeit des lachhaften verhaltens eines genervten beamten heuchlerisch "betroffen" zu geben ! -- hat dem orf -team sich sehr gefallen !!

Re: Re: So weit sind wir schon in Österreich

...vielleicht sollte man diesen beamten hängen für seine lächerliche unüberlegtheit - um das vertrauen in die justiz zurückzugewinnen !

Re: Re: Re: So weit sind wir schon in Österreich

aber damit`s ihm auch wirklich eine lehre ist : als strafschärfung jährlich vegane ernährung am tag de tat ........

 
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