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Polizeireform: Aus 31 Behörden werden neun

31.08.2012 | 12:55 |   (DiePresse.com)

Die neuen Landespolizeidirektoren und ihre Stellvertreter sind bestellt. Die Innenministerin hofft auf acht bis zehn Millionen weniger Kosten.

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Ab Samstag, den 1. September, werden Bundespolizeidirektionen (BPD), Sicherheitsdirektionen (SID) und Landespolizeikommanden (LPK) zusammengelegt. In Zukunft gibt es nur noch neun Landespolizeidirektionen (LPD). Diese Maßnahme gilt ale ein wesentlicher Schritt in der Polizeireform. Mit einem Festakt in den Redoutensälen der Wiener Hofburg wurden am Freitag die neuen Landespolizeidirektoren sowie ihre jeweils zwei Stellvertreter bestellt. Kleine Ausnahme von der Regel: In Wien wird der oberste Polizeichef aus historischen Gründen weiterhin Landespolizeipräsident genannt.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) umriss das Ziel der Behördenreform, die am 1. Jänner 2013 ganz abgeschlossen sein soll: "Näher am Bürger, schneller, schlanker, effizienter" soll die Polizei mit nur mehr neun statt 31 Behörden sein - eine pro Bundesland. "Im Mittelpunkt stehe die "Abschaffung von Doppel- und Mehrgleisigkeiten, und damit das Abschaffen vieler Führungspositionen", betonte die Innenministerin. Dennoch hätten alle die Reform ins Zentrum gestellt, "nicht die eigene Betroffenheit".

Bürgerservicestellen

Für den Bürger habe man in allen Landespolizeidirektionen Bürgerservicestellen eingerichtet, erklärte Mikl-Leitner. Darüber hinaus könne sich die Bevölkerung mehr Effizienz erwarten, weil es für jede Aufgabe nur mehr eine Organisationseinheit gebe. Und auch eine Kostenersparnis erhofft sich die Ministerin. Acht bis zehn Millionen Euro sollen gespart werden durch Ressourceneinsparungen jährlich gespart werden.

Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) richtete das Wort direkt an die Landespolizeidirektoren: "Die, die tagtäglich für Sicherheit sorgen, das sind Sie." Staatssekretär Josef Ostermayer (S) appellierte an die neuen Polizeispitzen, sich ganz besonders um Grund- und Menschenrechte zu kümmern. Denn: "Die Polizei kommt immer dann zum Einsatz, wenn es nicht friktionsfrei abläuft."

(c) APA

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Die neun Landespolizeidirektoren

An der Spitze jeder Landespolizeidirektion steht eine Landespolizeidirektorin oder ein Landespolizeidirektor. Daneben gibt es zwei Stellvertreter, von denen einer Leiter des Geschäftsbereichs A (Strategie und Einsatz) ist und der andere Leiter des Geschäftsbereichs B (Verfahren und Support).

Burgenlands Landespolizeidirektor ist der ehemalige Büroleiter von Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), Hans Peter Doskozil. Seine Stellvertreter sind der bisherige stellvertretende Landespolizeikommandant Brigadier Werner Fasching und Oberst Christian Stella, bisher im Büro von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) tätig.

In Kärnten wird Michaela Kohlweiß als Landespolizeidirektorin vom bisherigen Sicherheitsdirektor Albert Slamanig und von Landespolizeikommandant Wolfgang Rauchegger unterstützt.

In Niederösterreich darf sich Sicherheitsdirektor Franz Prucher künftig Landespolizeidirektor nennen. Seine Stellvertreter sind Landespolizeikommandant Generalmajor Franz Popp und sein bisheriger Stellvertreter Rudolf Slamanig.

In Oberösterreich ist Landespolizeikommandant Andreas Pilsl der neue Landespolizeikommandant. Er war nicht zuletzt wegen seiner Tätigkeit im Kabinett von Innenminister Ernst Strasser (damals ÖVP) in den vergangenen Tagen ziemlich umstritten. Als seine Stellvertreter wurden der bisherige Sicherheitsdirektor Alois Lißl und Erwin Fuchs von der Linzer Bundespolizeidirektion nominiert.

Oberster Salzburger Polizist bleibt der bisherige Sicherheitsdirektor Franz Ruf, seine Stellvertreter sind sein bisheriger Stellvertreter Burghard Vouk und der Bezirkspolizeikommandant von Zell am See, Arno Kosmata.

In der Steiermark bleibt Sicherheitsdirektor Josef Klamminger ebenfalls als Landespolizeidirektor an der Spitze. Er wird unterstützt vom bisherigen Cobra-Offizier Manfred Komericky und von Alexander Gaisch von der Bundespolizeidirektion Graz.

In Tirol machte Landespolizeikommandant Helmut Tomac das Rennen um den Landespolizeidirektor, seine Stellvertreter sind Norbert Zobl und Sicherheitsdirektor Edelbert Kohler.

In Vorarlberg bleibt Sicherheitsdirektor Hans Peter Ludescher als Landespolizeidirektor, Stellvertreter werden Landespolizeikommandant Siegbert Denz und Walter Filzmaier, der aus der Sicherheitsdirektion kommt.

In Wien darf sich Polizeipräsident Gerhard Pürstl künftig Landespolizeipräsident nennen. Er ist in der Riege der 27 Führungskräfte der sich nicht bewerben musste, da sich das Jobprofil durch die Polizeireform nicht geändert hat, erklärt Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des Innenministeriums. Landespolizeivizepräsidenten werden seine bisherige Vize Michaela Kardeis und Landespolizeikommandant Karl Mahrer.

(APA/Red.)

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10 Kommentare
Gast: Plach2
04.09.2012 12:44
0 0

Wie immer!

Ohne dem richtigen Parteibuch ist man für solche hochbezahlte Funktionen nicht ausreichend qualifiziert.

Gast: Apokalypsefreak
31.08.2012 18:44
0 0

Für was brauch eigentlich ein so kleines Kuhkaff wie Villach zb eine eigne Bundespolizeidirektion, wo Klagenfurt keine 40 km weit weg ist??


Re: Für was brauch eigentlich ein so kleines Kuhkaff wie Villach zb eine eigne Bundespolizeidirektion, wo Klagenfurt keine 40 km weit weg ist??

Super! Das könnte man auch mit 26 Sozialversicherungen machen!

Gast: schwarzseher
31.08.2012 17:15
0 0

sicher

ich sorge selbst für meine sicherhei, indem ich.....

Gast: wegmitmikl
31.08.2012 17:07
0 0

Der einjährige Wahlkampf ist eröffnet

Mikl-Pröll hat bewiesen, ab sofort ist keine vernünftige Regierungsarbeit zu erwarten. Ihre grauslichen Attacken gegen Darabos sind nur noch widerlich.

Jetzt wird unser schwer verdientes Steuergeld für einen einjährigen Wahlkampf verwendet.

Daher fordere ich eine sofortige Neuwahl. Wenn es sein muß, gehe ich auch Unterschriften sammeln. Seid Ihr dabei?

Gast: Das Auge!
31.08.2012 17:01
0 0

Polizeireform: Aus 31 Behörden werden neun........

.....Neun Stellen kann man PARTEIPOLITISCH viel besser kontrollieren!
"Die, die tagtäglich für Sicherheit sorgen, das sind Sie." Staatssekretär Josef Ostermayer (S) appellierte an die neuen Polizeispitzen, sich ganz besonders um Grund- und Menschenrechte zu kümmern??? NEIN Herr Ostermayer, die Polizei soll sich endlich um die POLITGAUNER kümmern, OHNE RÜCKSICHT auf irgendwelche POLITISCHE Weisungen!

Quotenfrau Mikl-Leitner

Die Dame ist doch komplett fehlplatziert.
Man braucht nur Ihre bisherigen Aussagen verfolgen:
* Müssen den Frauenanteil bei der Polizei steigern...
* Wünschenswert ist vor allem ein höherer Anteil an Migranten...

Was noch alles, Johanna?

Antworten Gast: yoshi1
31.08.2012 17:07
1 0

Re: Quotenfrau Mikl-Leitner

Den Migrantenanteil zu erhöhen sehe ich als durchaus sinnvoll an. Ob es einem passt oder nicht, aber va im Osten Österreichs sind Migranten der 1. 2. und 3. Generation unglaublich zahlreich und sicherlich weit im zweistelligen Prozentbereich vorhanden. Polizisten aus diesen Milieus kennen die Problematiken und Gepflogenheiten besser und können in diesem Umfeld sicherlich gute Arbeit leisten.

Was den Frauenanteil betrifft.. es gibt nunmal Gründe warum im Streifendienst immer zumindest ein Mann dabei ist. Es ist (fast) so wie bei der Feuerwehr: Ein hoher Frauenanteil für die Frontarbeit ist sicherlich nicht im Sinne der Sicherheit.

Antworten Antworten Gast: must afa
31.08.2012 17:44
2 0

Re: Re: Quotenfrau Mikl-Leitner

Glaubst Du wirklich ein Türke wird einem anderen Türken einen Strafzettel verpassen? Wenn ja, dann lebst du in einer Traumwelt.

Antworten Antworten Antworten Gast: yoshi1
31.08.2012 18:29
0 0

Re: Re: Re: Quotenfrau Mikl-Leitner

Das kann ich als Nicht-Polizist und Nicht-Türke nicht objektiv beurteilen. Wenn sie gute Polizisten sein wollen würde ich jedenfalls sagen: Ja!

Aber Polizist zu sein bedeutet mehr als nur Strafzettel auszufüllen. Ich habe eher an Problemlösungskompetenz oder Ermittlungen gedacht.