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Justizministerin Karl will GPS-Fußfesseln für Sexualstraftäter

04.09.2012 | 12:20 |   (DiePresse.com)

Justizministerin Beatrix Karl sieht das spanisches Modell als Vorbild. Mit GPS-Fußfesseln könnte man gewisse Orte für Täter sperren.

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Justizministerin Beatrix Karl (V) will etwaige Fußfessel für Sexualstraftäter mit einem GPS-Sender ausstatten. Bei einem Besuch in Spanien, wo das Modell bereits breitflächig zur Anwendung kommt, hat sich die Ressortleiterin über die praktische Anwendung des Systems informiert. "Das Modell würde auch in Österreich Sinn machen", sagte sie am Dienstag.

Die Behörden in Spanien haben laut Justizminister Alberto Ruiz-Gallardon (PP) sehr gute Erfahrungen mit der GPS-Fußfessel gemacht, erklärte Karl. "Die Erfahrungen der Spanier haben gezeigt, dass GPS-Fußfesseln den Vorteil haben, gewisse Orte für den Sexualstraftäter zu sperren. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass der Alarm losgeht, sobald sich der Täter dem Wohnort oder dem Arbeitsplatz des Opfers nähert oder er einem Kindergarten zu nahe kommt", erklärte die Justizministerin.

Besonders interessant findet Ministerin Karl die spanische Fußfesselmodell-Variante, bei der auch die Opfer mit einem solchen GPS-Gerät ausgestattet werden können und automatisch alarmiert werden, sobald sich der Täter ihnen nähert. "Minister Ruiz-Gallardon erklärte mir, dass es für die Opfer aus psychologischer Sicht ein sehr wichtiger Punkt ist, da sie sich dadurch sicherer fühlen", sagte Karl. Bereits im September werde sie die möglichen Verschärfungen im elektronisch überwachten Hausarrest bekanntgeben. Zuvor prüfe ihr Ministerium allerdings noch alle verfassungsrechtlichen Bedenken und warte das von ihr in Auftrag gegebene Expertengutachten ab.

Im Zuge einer möglichen Verschärfung sei die eventuelle Einführung von GPS-Fußfesseln für Sexualstraftäter allerdings nur eine Maßnahme. Ihr Ministerium prüfe heuer auch die rechtliche Verstärkung der Opfer im Verfahren zur Gewährung von Fußfesseln. So stellt sich die Justizministerin beispielsweise die Einführung eines Anhörungs- oder Stellungnahmerechts der Opfer oder der Opferanwälte bei der Gewährung solcher Fußfesseln vor. Aber auch hier wolle sie zuvor die Meinung des beauftragten Expertenrats abwarten.

(APA)

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19 Kommentare
Gast: traurig
10.09.2012 17:38
0 0

Die Strafanstalten sind leider voll

Ja es stimmt, bei den Strafanstalten sind einige Plätze für Politiker reserviert worden. Es fallen daher die Sexualattentäter und -innen in den Genuss von Fußfesseln. Wird eine wahnsinns- schwierige Aufgabe für die Justizministerin.

Das mit dem Satelitten is a Schmäh.

Die haben ihre Deliquenten so oder so im Visier, die brauchen gar keine Fußfessel.

Gast: Beatrix kommt mir spanisch vor
04.09.2012 17:06
0 0

Sexualstraftäter sollte man sicherheitshalber lieber wegsperren.


Gast: b745
04.09.2012 16:22
0 0

eine weitere verhöhnung der opfer


2 0

Wozu das ganze?

Wenn das ehemalige Opfer durch die Fußfessel alarmiert wird (um die großkalibrige Schrotflinte schussbereit zu machen) oder jeder Bürger den Aufenthaltsort des Delinquenten über Internet bestimmen kann, könnte man den Aufwand zumindest mit Opferschutz begründen. Ansonsten wäre Einsperren die bewährte Methode für das Strafe Absitzen.

FPÖ Wahlwerbung

Was mich an Strache abschreckt sind Äusserungen, die er manchmal macht. Dabei wäre es so einfach: Strache bräuchte einfach bis zur Wahl gar nichts mehr zu sagen - die Wahlwerbung für die FPÖ besorgen alle anderen Parteien. Ob es für die Zulassung zum Politiker eine IQ-Schranke gibt, die man keinesfalls ÜBERschreiten darf???

Gast: Hans im Glück
04.09.2012 14:41
2 1

Wie erkennt man, dass jemand Fußfesseln trägt?

Ich will wissen ob so jemand in meiner nähe ist.

Dann kann ich ein paar Schritte weiter gehen.

Eine unsichtbare Fußfessel unter der Hose ist grob fahrlässig gegenüber alle anderen.

Bewaffnet euch, verteidigt euch, rächt euch

denn von dieser Justiz habt ihr absolut keine Hilfe oder Gerechtigkeit zu erwarten. Die könnt ihr abhaken.

damit brauchen sich

kinder nur noch an die virtuellen inseln zu halten, prima!

fussfessel

NEIN!
Jagt diese illusorische Ministerin zum Teufel!

Gast: personalspekulant
04.09.2012 14:09
2 0

Fußfesselmodell-Variante, bei der auch die Opfer mit einem solchen GPS-Gerät ausgestattet werden können und automatisch alarmiert werden, sobald sich der Täter ihnen nähert.

Das ist die klügste Fußfessel.

Das Opfer kann jederzeit mit dem Signal rechnen: "Ich bin ganz in Deiner Nähe...". So stellt man sich Vergeltung und Opferschutz vor.

Auf so eine Schnapsidee kommen wirklich nur ParteisoldatInnen.

Das ist noch schlauer als die Fußfessel, mit denen man nicht zu Schulen und Kindergärten gehen darf. In Schulen und Kinder-Gärten wachsen bekanntlich Kinder, die dort eingepflanzt sind. Daher gehen sie nie nach Hause oder zu Freunden, wo man sie abfangen könnte.

Was wirklich notwendig wäre, sind Fußfesseln für Politiker und Lobbyisten. Wo hocken die den ganzen Tag, wann und wo treffen sie sich. Dazu eine Verknüpfung mit den Bankkonten, Stiftungen und Parteikassen.

Antworten Gast: Gechipte Volksvertretung
04.09.2012 17:15
0 0

Re: Fußfesselmodell-Variante, bei der auch die Opfer mit einem solchen GPS-Gerät ausgestattet werden können und automatisch alarmiert werden, sobald sich der Täter ihnen nähert.

Da haben sie 100 % recht.
Und ihre ausgezeichnete Idee für den gläsernen Politiker und Lobbyisten, sollte ein Thema für die nächste direkte demokratische Volksabstimmung werden.

Verstehe das nicht

So kann beispielsweise festgelegt werden, dass der Alarm losgeht, sobald sich der Täter dem Wohnort oder dem Arbeitsplatz des Opfers nähert oder er einem Kindergarten zu nahe kommt", erklärte die Justizministerin.
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Irre, ein Vergewaltiger und Schwerverbrecher wird halt darauf Rücksicht nehmen und mit dem Fußband dann halt im Park zuschlagen, oder überall anders auch.

Wieso wird eigentlich für Kreaturen die Leib und Leben gefährden soviel aufhebens gemacht?

Gut aufpassen Leute!

Das wird für jeden Bürger die Zukunft werden! Waren nicht einst nur Verbrecher von Videokameras überwacht worden? Ach, jetzt werden wir alle überwacht, na so was.

"Mehr Rechte im Internet" aufgrund dieser Delikte. Na sowas, jetzt werden wir alle überwacht.

Und ein neues Spiel beginnt: Ich weiß was du den ganzen Tag gemacht hast. Oh wie praktisch, zukünftig kann man dann in der Arbeit genau festlegen welcher Mitarbeiter Zutritt in welcher Abteilung hat. Das tolle dabei, man braucht nicht einmal einen Schlüssel - erledigt der Sender!

Gast: 5555
04.09.2012 13:33
1 0

???

War sie nicht gegen Fussfesseln? Jetzt ist sie für Fussfesseln? ????

Re: ???

PolitikerIn halt... standhaft wie a Blattl im Wind

Gast: zzz
04.09.2012 13:32
0 0

Wieso

überhaupt Fußfesseln?
Wenn Taten nicht mehr bestraft werden wird es Zeit sich zu bewaffnen.

Gast: Johan Meltini
04.09.2012 13:16
1 0

und was tut die aktuelle Fußfessel?

das ist mir jetzt nicht gang klar. Wird die umgehängt wie ein Schmuck und der Straftäter kann alsdann seinen Geschäften wieder nachgehen?

Gast: sdfsdf
04.09.2012 13:13
4 0

Ich will nicht, dass Vergewaltiger gewisse Orte meiden. Ich will, dass sie im Häfen hocken.