Im obersteirischen Trieben sind am Donnerstag die Bundesheerkräfte verabschiedet worden. Der Assistenzeinsatz begann für einige von ihnen bereits Anfang Juli. Bis zu 325 Soldaten hatten 110.000 Arbeitsstunden erbracht, 19 Brücken gebaut, Straßen und Wege saniert, 23 Querwerke in Flüssen und 15 Hangabsicherungen bzw. Krainerwände errichtet sowie 20 Kilometer Bachläufe von Verklausungen gesäubert. Die Hubschrauber der Mehrzweckhubschrauberstaffel Aigen im Ennstal haben in 59 Flugstunden mehrere Menschen evakuiert und 20 Tonnen Material eingeflogen.
Die technische Kompanie des Pionierbataillons 3 aus dem niederösterreichischen Melk war vom 22. Juli bis jetzt durchgehend mit unterschiedlichsten Aufgaben in den Räumen St. Lorenzen, Treglwang, Rottenmann, Gaishorn am See und Hohentauern im Einsatz, zusammen mit rund 35 Soldaten vom Baupionier- und Katastropheneinsatzzug des Militärkommandos Steiermark. Einige der steirischen Soldaten sollen noch bis voraussichtlich 12. September in St. Lorenzen einige Arbeiten abschließen. Diese steirischen Pioniere waren seit 2. Juli durchgehend im Hilfseinsatz für die schwer von den Unwettern betroffene steirische Bevölkerung im Bezirk Liezen.
Unwetter zum Abschied
Am Vorabend des Abrückens der Heereskräfte gingen über dem Bezirk Liezen wie in den vergangen drei Monaten erneut Unwetter nieder: Im Raum St. Gallen traten mehrere Bäche über die Ufer, die B320 Ennstalbundesstraße wurde in St. Martin am Grimming kurze Zeit überflutet in bei Pichl-Madling von einer Mure teilweise verlegt (Pichl-Mandling). Zehn Feuerwehren mit rund 140 Mann errichteten Sandsackbarrieren, lösten Bachverklausungen, pumpten Keller aus und machten die Straßen wieder frei.
(APA)
St. Lorenzen: Vorbereitung auf neue Gefahren
Steiermark: Schwere Unwetter und Murenabgänge
Der American Dream platzt an der Grenze
Liu Bolin Der ''unsichtbare Künstler''
WienDie Votivkirche, eine ewige Baustelle
SpeiseplanErobern Würmer die Teller Europas?