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70-Jährige sticht auf schlafenden Lebensgefährten ein

07.09.2012 | 13:26 |   (DiePresse.com)

Der mehr als 20 Jahre jüngere Lebensgefährte der Grazerin soll die Frau immer wieder geschlagen haben, wenn sie ihm kein Geld für Alkohol gab.

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Eine 70 Jahre alte Frau hat Freitag früh in Graz mit einem Messer mehrmals auf ihren schlafenden Lebensgefährten (48) eingestochen und ihn dabei lebensgefährlich verletzt. Das Motiv dürfte Verzweiflung gewesen sein: Der Mann hatte von ihr öfters Geld für Alkohol gefordert - und wenn er keines bekam, habe er sie geschlagen, so Oberst Alois Eberhart vom Landeskriminalamt. Die geständige Frau habe in der Einvernahme angegeben, dies sei "ihre einzige Chance gewesen, aus der Situation herauszukommen", berichtet Eberhart.

Die Frau hatte ihren Lebensgefährten gegen 7.30 Uhr in ihrer Wohnung in einem Mehrparteienhaus im Bezirk Gries attackiert. Der schlafende Mann erlitt mehrere Schnittwunden am Hals, bevor er aufwachte, die Angriffe abwehren konnte und noch aus eigener Kraft die Rettungskräfte telefonisch verständigte. Er wurde nach der Erstversorgung ins LKH Graz auf die Intensivstation gebracht.

Die 70-jährige Tatverdächtige wurde festgenommen. In der Einvernahme gab sie laut Polizei an, sie sei mit dem 48-Jährigen etwa ein Jahr zusammen gewesen. In dieser Zeit sei er in ihre Wohnung gezogen, war keiner Arbeit nachgegangen und habe von ihr immer wieder Geld gefordert und sie geschlagen, wenn sie abgelehnt habe.

Die 70 Jahre alte Frau wurde nach Abschluss der Befragung wegen versuchten Mordes in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: Mofi3
08.09.2012 02:43
0 1

Schmarotzer kommen immer durch

Gruselig, wenn man alt wird. Was macht man wirklich, wenn irgendein Nichtsnutz einzieht und sich breit macht?

Verwandte hat sie offenbar keine, die ihr geholfen hätten, und die Polizei hätte wohl eher dem Mann geglaubt, sie wäre höchstens als "senil" angesehen worden.

Dass das als Mordversuch betrachtet wird, kann ich in diesem Kontext nicht nachvollziehen, ich wäre von "Überschreitung der Notwehr" ausgegangen. Höchstens. Sie hatte ja keine andere Möglichkeit, aus dieser Situation rauszukommen.

Der Typ hätte das leicht vermeiden können, wenn er sich einen Job gesucht hätte oder weiter nur der Allgemeinheit zur Last gefallen wäre. Naja, letzteres wird er wohl sowieso weiterhin machen. Hoffentlich kriegt er wenigstens eine Anzeige wegen Körperverletzung und Nötigung.