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Kinderpornoring aufgedeckt: Kärntner als Produzent

10.09.2012 | 14:20 |   (DiePresse.com)

Die US-Operation "Gondola" ließ auch 20 Österreicher auffliegen. Ein Klagenfurter etwa verging sich an Nachbarskindern - und filmte mit.

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Im Kampf gegen Kinderpornografie läuft bereits seit einiger Zeit die international akkordierte Operation "Gondola". Nun hat die Exekutive auch in Österreich zugeschlagen und nach Hinweisen aus den USA 20 Konsumenten ertappt. Das berichtet der "Kurier": Besonders erschreckend: Ein Klagenfurter war selbst Produzent. Es fand sich Bild- und Videomaterial, das belegt, dass sich der 38-Jährige an Nachbarskindern vergangen hat.

Der Kärntner Landesgerichtssprecher Christian Liebhauser-Karl bestätigte am Montag, dass der Mann bereits verurteilt wurde und im Gefängnis sitzt. Im Februar 2012 wurde das gegen ihn ergangene Urteil rechtskräftig. In Haft befindet sich der Mann schon seit 13. Jänner. Wenn er seine Strafe von 27 Monaten Haft in vollem Umfang absitzen muss, wird er im Frühjahr 2014 wieder frei kommen.

Ein 63-jähriger Wiener wiederum wurde bei der Razzia im Bezirk Landstraße tot vor seinem Computer entdeckt. Beim Betrachten der Scheußlichkeiten, die noch immer auf dem Bildschirm zu sehen waren, hatte der Akademiker einen Herzinfarkt erlitten, bestätigte Mario Hejl, Sprecher des Bundeskriminalamts am Sonntag. Wann der Mann gestorben war, konnte er ebenso wenig sagen, wie den Zeitpunkt der Hausdurchsuchungen.

Auch Sprengmittel sichergestellt

Insgesamt wurden bei der Aktion in Österreich 1600 Computer, sowie Speichermedien sichergestellt. Ebenfalls ungewöhnlich verlief die Hausdurchsuchung bei einem 38-jährigen Grazer: Bei dem Langzeitstudenten wurden nicht nur 600 eindeutige Dateien sichergestellt, sondern auch Sprengmittel, gefährliche Chemikalien sowie eine größere Anzahl Schusswaffen und Kriegsmaterial. Bei der Aktion waren der Entschärfungsdienst sowie ein Sprengstoffhund im Einsatz. Ein anderer Grazer hatte neben dem Depot seiner Kinderpornos eine Hanfplantage angelegt.

Begonnen hatte "Gondola" mit einer weltweiten Internet-Ermittlung des Departments of Homeland Security (ICE). Dieses gehört zum US-Heimatschutzministeriums und ist für grenzüberschreitende Kriminalität zuständig, wozu auch die Verbreitung von Kinderpornos im Web gehört.

Auch weltweit Fahndungserfolge

Die Operation hatte schon zuvor gute Fahndungserfolge erbracht: In Alexandria (US-Staat Virginia) wurde ein Sprachlehrer ausgeforscht, dem die Produktion von Kinderpornos mit Mädchen nachgewiesen wurde. Dafür wurde der Mann bereits zu 30 Jahren Haft verurteilt. Eine weitere mutmaßliche Produzentin wurde enttarnt, nach ihr wird laut "Kurier" weltweit gefahndet. Die australische Polizei verhaftete einen 44-Jährigen, der 50.000 abartige Bilder ins Netz gestellt hatte. Auch in Italien konnte mit Hilfe der ICE eine Kinderporno-Seite vom Netz genommen werden. "Gondola" brachte bisher 32 Personen hinter Gitter, 22 Anklagen wurden erhoben, und gegen zahlreiche weitere Verdächtige wird ermittelt.

Dem ICE gelang es kürzlich, Daten auf einer US-Kinderpornowebseite zu sichern. Dabei tauchten die IP-Adressen von 20 österreichischen Computern auf. Diese Daten wurden an das Bundeskriminalamt in Wien weitergegeben, das die User ausforschte. Insgesamt wurden in Zusammenarbeit mit den Landeskriminalämtern bei der Razzia mehrere zehntausend kinderpornografische Dateien sichergestellt. Die Verdächtigen sind ausnahmslos Männer und zwischen 20 und 64 Jahre alt.

Kinderpornografie: Die Rechtslage in Österreich
Wer in Österreich pornografisches Material von Kindern unter 14 Jahren besitzt oder sich verschafft, kann zu einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren verurteilt werden. Ein Jahr droht, handelt es sich bei den Abgebildeten um "mündige Minderjährige", also im Alter von 14 bis 18 Jahren. Strenger ist der Strafrahmen für die Herstellung oder Verbreitung von Kinderpornos. Dafür drohen bis zu zehn Jahre.

 

(APA)

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38 Kommentare
 
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Gast: mediensurfer
10.09.2012 21:33
0 0

wer lügt?

im orf.teletext steht seit der Früh unverändert: "Kinderporno-Ring: Niemand in Haft ... in Haft ist kein einziger"

wer lügt?

Gast: asdfsdf
10.09.2012 12:20
9 2

30 Jahre in den USA. Drei Monate Fußfesseln in Österreich.


Re: 30 Jahre in den USA. Drei Monate Fußfesseln in Österreich.

USA ist eben voller tepatter.

Gast: einBeobachter
10.09.2012 07:54
15 9

Kinderschänder-Lobby ?

Jemand hat es schon vor mir angesprochen - hier wird verdächtig viel rot eingefärbt. Sind da Profis unterwegs, die Stimmung für diese ekelhafte Praxis machen ? Kann das sein, ist unsere Gesellschaft schon so verrottet ?
Hier ein Kommentar, das bisher 14 (!) rote Markierungen bekam:
"Nur 6 Monate unbedingte Haft mit Fußfesseln ...
... ist hoffentlich nicht das Ergebnis einer rechtskräftigen Verurteilung solcher Zeitgenossen.
Wirklich harte Strafen sind hier schon zur Prävention sicherlich angemessen. Denn auch die Betrachter unterstützen hier eine ganze Industrie, die Kindern unendliches Leid zufügt."
Es kann doch kein Zufall sein, daß ein so moderates, aber bestimmtes Kommentar so negativ bewertet wird.
Ich weiß nicht, was passieren würde, wenn mir so jemand in die Finger gerät. Ich würde ihm bestimmt einen nachhaltigen "roten Daumen" geben.

Re: Kinderschänder-Lobby ?

Ihre einzige Reaktion auf diese wahrhaft bedrûckenden und traurigen Ereignisse ist Gewalt anzudrohen? Vielleicht sollte Sie stattdessen versuchen in Ihrem eigenen familiären Umfeld etwas gütiger zu sein...

Re: Kinderschänder-Lobby ?

Ihre einzige Reaktion auf diese wahrhaft bedrûckenden und traurigen Ereignisse ist Gewalt anzudrohen? Vielleicht sollte Sie stattdessen versuchen in Ihrem eigenen familiären Umfeld etwas gütiger zu sein...

Re: Re: Kinderschänder-Lobby ?

So ein Blödsinn.

Antworten Gast: sdgsdh
10.09.2012 09:23
8 5

Re: Kinderschänder-Lobby ?

Sie glauben also, dass es sich um eine Verschwörung handelt wenn jemand anderer Meinung ist als sie? Das Problem mit Kommentaren wie dem, den sie zitieren ist, dass das eigentlich Stammtisch-Niveau ist - die Realität ist leider um einiges komplizierter: Wie ein Straftäter verurteilt wird hängt von Gesetzen (wir leben in einem Rechtsstaat!) und von der individuellen Situation ab. Aber was' schreib ich hier eigentlich - mit der unverhohlenen Drohung von Gewalt am Ende ihres Kommentars disqualifizieren sie sich ja schon selbst.

Antworten Antworten Gast: einBeobachter
11.09.2012 14:41
1 1

Re: Re: Kinderschänder-Lobby ?

Nein, ich bin absolut kein Verschwörungstheoretiker, aber es gibt tatsächlich und unbestreitbar viele, die hier jene niedermachen, die gegen eine der lächerlichen Verurteilungen sind. Ein paar Monate für Kinderschänden und Kinderporno, Jahre für eine einmalige "b'soffene" G'schicht ! Es ist auch für einen Nicht-Juristen wie mich klar ersichtlich, daß die Verhältnismäßigkeit nicht gegeben ist. Rechtsstaat hin oder her, es wird doch wohl möglich sein, dem Rechtsstaat einmal die Meinung zu sagen, auch wenn Ihnen, sdgsdh et al. das gar nicht paßt.
Die vermeintliche Drohung ist lächerlich, kein Gericht würde mich für einen nachhaltigen roten Daumen verurteilen.

Re: Re: Kinderschänder-Lobby ?

Das Gesetz sieht ja auch deutlich höhere Strafen vor und die 6 Monate kratzen an der Mindeststrafe.

Sich darüber zu ärgern hat schon seine Berechtigung!

Schön, dass die Polizei auch was anderes tut

als Geschwindigkeitskontrolle an für die Verkehrssicherheit irrelevanten Stellen durchzuführen....

Re: Schön, dass die Polizei auch was anderes tut

Sie sind ungerecht! Die Polizei verwendet nur 98% ihrer Ressourcen um Normalbürger abzustrafen. Der Rest wird für seriöse Polizeiarbeit.verwendet!

z-z-z

Du wirst doch nicht zu schnell unterwegs sein?

Gast: ROTFRONT
09.09.2012 23:15
6 7

Für solche Personen gibt es die Justiz

Die sollen diese Täter gemäß Gesetz aburteilen und die eklige Sache ist gegessen.
Ich will von solchen Sachen gar nichts hören.

Re: Für solche Personen gibt es die Justiz

Für die Geschädigten ist die Sache leider mit der rechtlichen (nicht gerechten!)Verurteilung der Täter nicht gegessen!Sehen einem derartig gequälten Kind in die Augen und sagen sie ihm, daß derjenige, der ihm das angetan hat jetzt eh ein paar Jahre, die Hälfte davon auf Bewährung, im humanen Strafvollzug mit Fernsehen, Internet, reglemäßigen Mahlzeiten, Bibliothek, Möglichkeit zu Weiterbildung etc. verbringt...

Re: Für solche Personen gibt es die Justiz

Die Justiz geht in diesem Bereich hart vor und das ist gut so.

Aber es ist wichtig, dass ein breites gesellschaftliches (Unrechts-)Bewusstsein auch für solche (unappetitlichen) Straftaten geschaffen wird. Und so ist es gut, wenn darüber (seriös) berichtet wird.

Dass das notwendig ist beweisen auch viele der Rotstrichler, die hier entweder aus Jux oder aus Überzeugung mit ihren roten Stricherln agieren.

Aber beide Motivationen sind inakzeptabel, denn für die Betroffenen ist das kein Jux sondern brutalste seelische und körperliche Vergewaltigung, die als grausames Business betrieben wird.

Antworten Antworten Gast: John Galliano
10.09.2012 13:33
4 3

Die Justiz geht in diesem Bereich hart vor? Hier ein Auszug aus einem Kurier Bericht:

"Wenn ein Polizist auf seinem Laptop über 1000 Bilder mit kinderpornografischem Material sammelt, dann ist das kein Grund für eine Entlassung. 21 derartige Fälle wurden in den vergangenen zehn Jahren von der Disziplinarkommission im Innenministerium untersucht, in acht Fällen wurde in erster Instanz eine Entlassung ausgesprochen.

Von diesen acht wurden anschließend aber sechs wieder rückgängig gemacht, teilte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner auf Anfrage des BZÖ mit. Eine Geldstrafe reiche aus, befand die Berufungskommission."

Antworten Antworten Antworten Gast: gast11
10.09.2012 16:31
1 0

Re: Die Justiz geht in diesem Bereich hart vor? Hier ein Auszug aus einem Kurier Bericht:

die rechtslage ist eindeutig:

wenn sie nicht polizist, politiker oder reich sind - dann bekommen sie vielleicht die macht des gesetzes zu spüren.

seriös berichtet wird...

20 Personen und 1600 Computer... sehr glaubwürdig

Antworten Antworten Antworten Gast: rechtschreibkünstler
10.09.2012 21:42
2 0

Re: seriös berichtet wird...

da ist doch nur der Beistrich falsch gesetzt. Gemeint war wohl: 1600 als Summe für "computer und speichermedien", da wird wohl jede Diskette/CD/DVD/USB-Stick usw mitgezählt worden sein.

Gast: Gast aus Deutschland
09.09.2012 22:11
9 7

Bis zu 10 Jahren drohen?!

Sich an Kindern vergehen und das noch filmen...Und dafür "drohen" bis zu 10 Jahren Haft?
Lächerliche 10 Jahre für jemanden, der eine Kinderseele zerstört hat? Ein Abkommen mit Putin könnte unter Umständen in Sibirien einen Gulag für wenig Geld bringen; Da gehören diese verfluchten Drecksch...e hin! Und raus nur liegend, mit den Füßen voran.

Re: Bis zu 10 Jahren drohen?!

Sie haben keine Ahnung vom Knast! Ab 5 Jahren ist die Strafe unmenschlich. Bei 10 Jahren ist der Sinn der maximalen Strafe erreicht. Alles mehr deformiert zu stark.und ist keine Empfehlung für unsere Gesellschaft.

Antworten Antworten Gast: qaywsx
11.09.2012 09:42
0 1

Re: Re: Bis zu 10 Jahren drohen?!

Und sie haben keine Ahnung was sie schreiben sind sie vielleicht selber einer dieser Sorte.

Re: Re: Re: Bis zu 10 Jahren drohen?!

Dasselbe kann man ihnen auch sagen.

Erstaunlich ...

... sind die vielen Minus-Bewertungen hier.

Offenbar gibt es immer noch Menschen, die solche Straftaten als harmlos und verzeihbar bzw. als Kavaliersdelikt ansehen.

Ich hoffe nur sehr, dass ich mich irre!

Denn hinter jedem einzelnen Bild steht das Schicksal eines Kindes, oft auch eines Babys, das wie wir alle das Recht auf eine menschenwürdiges Leben hat ...

Nur 6 Monate unbedingte Haft mit Fußfesseln ...

... ist hoffentlich nicht das Ergebnis einer rechtskräftigen Verurteilung solcher Zeitgenossen.

Wirklich harte Strafen sind hier schon zur Prävention sicherlich angemessen. Denn auch die Betrachter unterstützen hier eine ganze Industrie, die Kindern unendliches Leid zufügt.


 
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