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Flughafen: Wien legt Einspruch gegen Piste 3 ein

09.09.2012 | 18:18 |   (Die Presse)

Als "juristische Spitzfindigkeit" sieht die Stadt den Einspruch gegen den Bau einer Landepiste. Wien pocht auf Lärmschutz bei Betrieb einer dritten Piste.

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St. pölten/Gr. Unter den 25 Einsprüchen, die beim Amt der niederösterreichischen Landesregierung gegen den positiven Umweltverträglichkeitsbescheid für den Bau einer dritten Start- und Landepiste beim Flughafen Schwechat eingelangt sind, ist auch einer der Stadt Wien dabei. Das ist unerwartet. Bisher hat Wien nämlich immer erklärt, keine „grundsätzlichen Einwände“ gegen den Bau der dritten Piste geltend machen zu wollen.

Dass Wien nun trotzdem einen Einspruch eingebracht hat, hat rein formale Gründe: Nur über diesen Umweg – eine „juristische Spitzfindigkeit“, so Erich Valentin (SPÖ), Vorsitzender des Umweltausschusses im Gemeinderat – sei es nämlich möglich, einerseits eine ergänzende Stellungnahme in das Berufungsverfahren einzubringen, andererseits auch die Parteistellung der Stadt in diesem Verfahren vor dem Umweltsenat zu sichern. Große Überraschungen sind aber auch in der „ergänzenden Stellungnahme“ der Stadt nicht enthalten: Wien pocht auf Lärmschutz bei Betrieb einer dritten Piste.

 

Bis zu zwei Milliarden an Kosten

Die Frist für Einsprüche gegen den Bescheid des Landes Niederösterreich ist Ende August abgelaufen. Mit 25 Einsprüchen – der Großteil von Bürgerinitiativen, die im schweren Clinch mit dem Umweltausschuss der Stadt liegen (ihnen gehen die Lärmschutzauflagen nicht weit genug) – haben weit weniger Parteien als erwartet Einwände vorgebracht.

Auch wenn der Bescheid vor dem Umweltsenat hält, heißt das nicht, dass Schwechat definitiv eine dritte Piste bekommt. Denn der Flughafen hat sich die Errichtung der 3680 Meter langen und 60 Meter breiten Landebahn vorerst nur „auf Vorrat“ genehmigen lassen. Ob das bis zu zwei Milliarden Euro teure Projekt realisiert wird, soll erst 2016 entschieden werden. Je nach Entwicklung der Luftfahrtbranche.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.09.2012)

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4 Kommentare
Gast: Witzfigur
10.09.2012 10:04
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1 Quadratmeter um über 9.000,- Euro!?

Und was wird der Bürgermeister Michl sagen:

" Wir mache es halt ordentlich" - So wie der U-Bahnbau in WIen der teuerste der Welt ist......

Dafür brauchen wir nie Angst haben, dass die 3.Piste jemals einbricht
;-)

Gast: kalkutta
10.09.2012 09:36
0 0

3 te piste - gar nicht anfangen zu bauen...

erst gar nicht anfangen die 3 te piste zu bauen
weil paralell zur 1en und 2ten ist falsch
(schräg richtung zwölfaxing bh kaserne wäre besser)
es wird das umland an den flughafen angepasst(b10 umbau) und nicht wie sonst übererall der flughafen an das umland . zb münchen bis frankfurt ect. schaut so aus als ob die lufthansa nach wien gekommen ist weil hier sind noch
alle anrainer gebiete zu überfliegen möglich in deutschland geht das nicht mehr...

und endlich landungen und starts gleichermaßen beachten beim einspruch!
alles ausgemachte politik aber besser mit der lufthansa als mit der balkan air,hi

Je 60 Quadratmeter Landepiste kosten demnach ...

mehr als 500,000 EUR ... oder?
Bin ich froh, dass ich kein Flugzeug habe ....

Re: Je 60 Quadratmeter Landepiste kosten demnach ...

nein nein die 2mrd sind ja nur mal eine erste schätzung, wie die erfahrungen von skylink und co zeigen wird sich die summe noch verdoppeln

es müssen ja auf der einen seite die funktionäre aus nö, und anderseits die aus wien finanziell daran beteiligt werden!

mich würde es auf alle fälle nicht verwundern, wenn die summe noch deutlich nach oben korregiert werden muss, bei staatlichen bzw halbstaatslichen bauprojekten ist das in österreich ja eh die regel, vermutlich auch deswegen weil unsere schlafmützenjustiz den verantwortlichen fast nie auf die füße steigt!