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Wetter: Der letzte "Hugo" dieses Sommers

11.09.2012 | 08:33 |   (Die Presse)

Ein letztes Mal an die Alte Donau, einen letzten Hugo an der Strandbar, einmal noch an den See fahren: Ab Mittwoch dürfte es herbstlich werden. Die Tage schrumpfen derzeit am schnellsten.

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Wien/cim. Es wird ein harter Tag für wehmütige Seelen. Für jene, die schon am 21. Juni, zur Sommersonnenwende, die Melancholie überkommt, weil die Tage fortan kürzer werden. Denn heute, Dienstag, ist er gekommen, der (natürlich nur mit sehr großer Wahrscheinlichkeit, aber doch) letzte Sommertag 2012. Die Tageshöchsttemperaturen können noch einmal bis zu 31 Grad erreichen. Am ehesten im südlichen Ober- und Niederösterreich und zwischen Wien und dem Neusiedler See.

Einmal noch an den See fahren, einmal noch Tretboot fahren auf der Alten Donau, ein letztes Mal die Zehen in den Sand stecken und einen letzten Hugo trinken – schmecken solche Sommer-Trendgetränke eigentlich auch indoor? Und, wann startet die Punschsaison – am Donaukanal? Trotz aller Wehmut, es war ein guter Sommer. Zumindest für jene, die Hitze und Sonnenschein lieben. Der Sommer 2012 ist mit einer Abweichung von ein bis zwei Grad vom langjährigen Mittel deutlich zu warm ausgefallen, heißt es vom Wetterdienst Ubimet. In Bad Radkersburg etwa wurden von Anfang Juni bis Ende August 837 Stunden Sonnenschein registriert, im burgenländischen Andau sind die Temperaturen an 39 Tagen auf mehr als 30 Grad gestiegen. Der Hitzepol des Jahres war Hohenau an der March mit 37,9 Grad am 20. August.

Spätsommer am Wochenende

Aber zu viel spätsommerliche Euphorie wäre nicht angebracht, gilt der (ja, man muss es leider so sagen) vergangene Sommer auch als einer der nässesten und unwetterreichsten. Zumindest der Juli. Man denke an die katastrophalen Murenabgänge im Bezirk Liezen am 19. und 20. Juli oder acht Zentimeter große Hagelschloße im Tiroler Unterland am 8. Juli.

Mit Schlechtwetter geht es auch weiter: ein grauer Himmel, Regen, zum Teil auch intensiv, Schnee auf bis zu 1300 Meter Seehöhe – das erwartet uns am Mittwoch. Aber nur kurz, am Wochenende könnten es wieder spätsommerliche 26, 27 Grad werden. Warm genug, um bei einer Herbstwanderung oder einem Glas Wein im Schanigarten die Blätter beim Verfärben zu betrachten. Oder um dort das Schwinden der Sonnenstunden (vier Minuten verlieren wir derzeit jeden Tag, so schnell werden die Tage nur im September kürzer) zu betrauern. Aber keine Sorge, auch die Wintersonnenwende kommt bestimmt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.09.2012)

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5 Kommentare

wird eh

schon Zeit.
Solche Temperaturen im September sind ein Graus.
Ich erwarte endlich die Kühle. Kühle Nächte - wie schön. Endlich friedlich schlafen bei geöffnetem Fenster. Es wird wieder ruhiger auf den Straßen, weil sich die Leute in ihre Häuser verkriechen. Bei Hitze kann man auch nicht gut arbeiten, außer man ist Bademeister. Werde nie verstehen, wie man so grässlich heiße Temperaturen lieben kann, wenn man doch arbeiten muss. Oder tun diese Leute dann nix?

Re: wird eh

Nicht aufregen,Lady Mana Hatta!

Nach warmen Sommern folgte immer noch ein grauslich-kalter und langer Winter.

Viel Spaß bei den Heizkosten!

Re: Re: wird eh

Heizkosten zahle ich gerne. Find ich schön, wenn es draußen kalt ist und drinnen bacherlwarm. Habe außerdem das Glück in einem Haus zu wohnen, dass sich leicht heizt.
Und muss Ihnen widersprechen, Fishhof: leider sind heutzutage die Winter selten lang, selten kalt - fast schon mediterran mit viel Regen, statt Schnee und Kühle und Trockenheit, statt Schnee. Sibirische Kälte (wie letzten Winter) ist dann der grauslerte Ausgleich - das braucht niemand.

Re: Re: Re: wird eh

Durch die globale Klima-Abkühlung wird sich das in den nächsten Jahren wieder ändern!

Wo bleibt eigentlich der grüne Alfie?

Hat er sich beim Greenpeace-Klima-Gipfel in Bangkok in ein fesches Thai-Mädchen verliebt und kommt nicht mehr zurück nach Österreich?

Antworten Gast: speibender regenbogen
10.09.2012 23:39
2 1

Re: wird eh

ich versteh das auch nicht. es soll ja leute geben, die im hochsommer extra noch gen süden fahren, um sich die haut feste durchbruzeln zu lassen. dabei gibts nix schöneres, als schweißfrei in kurzer montur bei 20 grad im schatten vor dem griller zu sitzen. da schmeckt auch das bier am besten. an so heißen tagen kann man außer kaltem wasser sowieso nix trinken. und bezüglich arbeit: wer nicht mit dem kopf arbeitet, dem macht die hitze bei weitem nicht soviel aus wie uns denkenden leuten... (wie lautet dieses sprichwort? die depperten...? *sfg*)