Eine groß angelegte Suchaktion nach dem vermissten fünfjährigen Mädchen in Nötsch in Kärnten (Bezirk Villach-Land) ist weiterhin ohne Erfolg geblieben. Die Suche nach dem Kind wird nun ausgeweitet. Die rund 250 Einsatzkräfte werden zusätzlich von 100 Bundesheer-Pionieren aus Villach unterstützt. Auch 13 Mitglieder des Sondereinsatzkommandos Cobra sollen bei möglichen Einsätzen in unwegsamem Gelände helfen. Überdies sollen Drohnen mit Wärmebildkameras eingesetzt werden, um das vermisste Mädchen zu finden.
Wegen eines bevorstehenden Wetterumschwungs werden Feuerwehr, Bergrettung und Hundestaffel bis in die Nachtstunden das neun Quadratkilometer große Suchgebiet durchstreifen. "Ich hoffe inständig, dass die Kleine lebend gefunden wird. Wir werden jedenfalls alles aufbieten, was möglich ist", sagte Bernd Riepan, Bezirkshauptmann von Villach-Land am Dienstagnachmitag.
Das Mädchen ist am Montag gegen 18 Uhr während eines Spaziergangs mit seinem Großvater in Nötsch im Kärntner Gailtal verschwunden. Noch am Abend wurde eine große Suchaktion eingeleitet.
Seitens der Einsatzkräfte geht man mittlerweile von drei möglichen Szenarien aus. Erstens: Die Fünfjährige könnte abgestürzt sein, sich verletzt haben und sich nicht alleine aus ihrer misslichen Lage befreien können. Zweitens: Das Mädchen hat sich auf den Weg nach Hause gemacht - wogegen spricht, dass das Anwesen der Familie bereits durchsucht worden ist. Und drittens: Sie könnte einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein. Die Suche in den karstigen Steilhängen des Dobratsch gestalte sich jedenfalls schwierig.
Bei Fischteichen eines Schlosses verschwunden
Die Polizei gab unterdessen weitere Details zum Verschwinden des Mädchens bekannt. Der 78 Jahre alte Großvater spazierte mit seiner Enkelin im Bereich der Fischteiche eines Schlosses. Der Großvater wollte gegen 18 Uhr nach Hause, das Mädchen nicht. Also ging er ein paar Schritte voraus, in der Hoffnung, das Kind so zum Einlenken zu bewegen. Als es nicht kam, suchte er es, konnte die Fünfjährige aber nicht mehr finden.
Gemeinsam mit der Mutter suchte der Pensionist noch eine halbe Stunde nach dem Mädchen - ohne Erfolg. Dann wurde die Polizei verständigt. Als eine örtliche Fahndung mehrerer Polizeistreifen erfolglos blieb, wurde die Suchaktion gestartet.
Die Polizei hat auch eine detaillierte Personenbeschreibung sowie Fotos des Mädchens veröffentlicht. Das 1,16 Meter große Mädchen ist schlank, hat hellblaue Augen und schulterlange, hellblonde Haare. Sie ist mit einer roten, langen Stoffhose, einem rot-weiß gestreiften Langarmshirt und lila-grauen Sandalen, ohne Socken, bekleidet. Hinweise werden an jeder Polizeidienststelle entgegen genommen.
(APA/red.)
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