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NÖ: Drei Verletzte bei Chemieunfall mit Schwefelsäure

15.09.2012 | 16:23 |   (DiePresse.com)

Der Unfall in Sooß ereignete sich, als in einer aufgelassenen Lagerhalle Chemikalien entsorgt wurden. Für die Anrainer besteht keine Gefahr.

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Ein Chemieunfall hat am Samstag das Ortszentrum von Sooß (Bezirk Baden) erschüttert. Bei Entsorgungsarbeiten in einer aufgelösten Lagerhalle barst durch das Vermischen von 98-prozentiger hochgiftiger und hochätzender Schwefelsäure mit anderen Chemikalien ein 50-Liter-Fass. Drei Personen wurden mit Verätzungen im Gesicht in Spitäler eingeliefert. Nach der Abhaltung eines Krisengipfels in Anwesenheit des Landeschemikers entschied dieser, die Halle vorerst zu versperren. Die Räumung soll am Montag stattfinden.

Die Feuerwehr habe Sorge, dass es zu weiteren Reaktionen führt, wenn man heute mit der Räumung beginnt, berichtete NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Sicherer sei es, die Fässer vorerst ruhen zu lassen. Beim Krisengipfel waren außer dem Chemiker der Landesregierung und der sechs Feuerwehren die im Einsatz waren u.a. auch ein von der Bezirkshauptmannschaft (BH) beauftragtes privates Entsorgungsunternehmen sowie Vertreter der BH und der Bürgermeister von Sooß. Als "oberste Behörde" entschied der Landschemiker schließlich, dass die Entsorgung am Montag von einer Fachfirma unter Aufsicht von Chemikern stattfinden soll. Bis dahin wird die Halle "versperrt und versiegelt", so Resperger.

"Halle vollgestopft mit Säuren und Laugen"

Die Feuerwehr werde am Sonntag jedoch kontrollieren, ob alles in Ordnung sei und sich "nichts tut", immerhin sei die Halle "vollgestopft bis oben mit Säuren und Laugen".

Der Vorfall ereignete sich, als der Besitzer einer seit über zwei Jahren geschlossenen Werkstatt und Lagerhalle Samstagvormittag mit Helfern mit der Teilentsorgung der dort gelagerten Bestände, unter denen auch einige Fässer waren, begann. Sie dürften dabei nach Angaben Respergers verschiedene Flüssigkeiten, unter anderem die Schwefelsäure, zusammengeleert haben, was die Reaktion auslöste.

Die Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen und Schadstoffspezialisten mit Schutzanzügen und Atemschutzgeräten am Werk. Die Ortsdurchfahrt von Sooß ist nach Angaben des ÖAMTC gesperrt gewesen.

Sowohl das Gebäude als auch das Gelände wurden von der Feuerwehr gesichert, bestätige der NÖ Feuerwehrsprecher. Es bestehe keine Gefahr für die Anrainer.

(APA)

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2 Kommentare
Gast: Anticitizen1
15.09.2012 15:54
4 0

Ein wenig mehr Präzision bitte:

Schwefelsäure ist nicht hochgiftig. Sie ist maximal als giftig bzw. gesundheitsschädlich/reizend einzustufen.

Was genau soll hochätzend bedeuten? Bzw. ist dann das Gegenteil davon tiefätzend? Der gesuchte Ausdruck dafür wäre stark ätzend.

Chemisches Grundwissen ist nicht jedermanns Sachen, aber ein wenig Recherche dauert nicht so lange.


Gast: Richtigsteller
15.09.2012 15:41
5 0

Schwefelsäure

ist nicht giftig. Hochgift schon gar nicht. Ein Blick in ein Lexikon hätte gereicht.

Wer anscheinend unbekannte Flüssigkeiten in konzentrierte Schwefelsäure kippt ohne sich davor Gedanken zu machen, wäre in einen anderen Job vielleicht besser aufgehoben. Chemiewissen so Stand 8 Klasse sollen vorhanden sein.