18.06.2013 23:53 Merkliste 0

Störung auf Nordbahn: Leitung durch Kupferdiebe beschädigt

17.09.2012 | 17:22 |   (DiePresse.com)

Zwischen Gänserndorf und Tschechien war der Zugverkehr unterbrochen. Die ÖBB setzten für Pendler Dieselloks und Ersatzbusse ein.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Ein spektakulärer Diebstahlsversuch hat Montagfrüh die Nordbahnverbindung zwischen Wien und Tschechien lahmgelegt. Laut ÖBB hatte ein Unbekannter bei Angern an der March versucht, Kupferkabel zu stehlen, erwischte dabei jedoch eine stromführende 15kv-Rückleitung und bekam einen 15.000-Volt-Stromstoß ab. Die Höhe des Schadens sei noch nicht bekannt, sagte Bahn-Sprecher Herbert Ofner.

Der Täter dürfte sich offenbar geirrt haben, denn "normalerweise werden Erdungskabel gestohlen, die auch aus Kupfer sind", so Ofner. Durch das Kappen der 15kv-Rückleitung kam es zu einem Brand und zu Verschmorungen, die schlussendlich zum Kurzschluss führten. Zwischen Gänserndorf und dem Grenzbahnhof Bernhardsthal standen plötzlich die Züge still.

Wie sehr die Stromdosis dem verhinderten Dieb - es blieb ja schließlich beim Versuch - zusetzte, ist nicht bekannt. Ofner: "Normalerweise überlebt man das nicht."

Die Betriebsstörung wurde vorerst mit Dieselloks überbrückt, der Nachtzug zwischen Warschau und Wien wartete jedenfalls im tschechischen Grenzbahnhof Breclav (Lundenburg) auf die Behebung des Schadens, hieß es seitens der ÖBB, denn der Pendlerverkehr auf der Strecke habe Vorrang.

(APA )

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

23 Kommentare
Gast: Be-obachter
19.09.2012 09:57
0 0

Was ist jetzt

mit der Behauptung, dass durch die Osterweiterung die Kriminalität überhauzt nicht ansteigen werde?

Man könnte jetzt die damals so sprachgewaltigen Politiker und -innen wegen Irreführung der Behörden vor Gericht zerren!

Gast: wenn ich die öbb gekauft habe
17.09.2012 20:40
3 0

wärs nicht klüger die exekutive entlang der bahnstrecken einzusetzen

anstatt sie mit radarpistolen auf autos schießen zu lassen.

Gast: Techniker01
17.09.2012 18:13
1 0

Nicht verwunderlich

Man kann sicher nicht alle Bahnstrecken unter Beobachtung halten auch nicht durch Videokameras oder ähnliches. Bedenklich ist es schon denn irgendwann passiert einmal ein grosser Unfall durch diese Art von Sabotage. Was mir allerdings erklärungsbedürftig erscheint sind z.B. die vielen Grafittis auf Bahngelände z.B. Abstellbahnhöfen u.ä. die darauf hindeuten, dass die ÖBB ihren Laden aus dem Blickwinkel Sicherheit keineswegs mehr unter Kontrolle hat. Heute eine Grafitti, morgen werden Ausrüstungsgegenstände aus abgestellten Wagen entwendet, übermorgen ein Sprengsatz angebracht. Die ÖBB würds noch nicht mals merken weil anscheinden KEINER auch nur im Geringsten besorgt ist.

es gab eine zeit,

da standen derartige delikte sowie der diebstahl von landwirtschaftlichem gerät auf dem feld etc unter verstärkem strafausmaß.

Gast: Nix Kapier
17.09.2012 13:21
3 0

Frage an Bahntechnik-Auskenner:

Wie kann die Oberleitung durch Diebe beschädigt werden? (ernst gemeinte Frage)

Die steht ja normalerweise unter Spannung und wenn man der zu nahe kommt, gibt's einem eine saubere Watschen.

Antworten Gast: Johann S
17.09.2012 15:31
0 0

Re: Frage an Bahntechnik-Auskenner:

Vermutlich sind es die sog.Erdungskabel,welche in Zukunft durch
"wertlose"Kabel ersetzt werden.

Die Fahrleitung mit einer Nennspannung von 15KV wird im Regelfall zum Tod des sich nähernden führen.
Fr Gr

Antworten Gast: BraS
17.09.2012 15:26
0 0

Re: Frage an Bahntechnik-Auskenner:

die Oberleitung gar nicht.

Aber die Erdungskabeln, die dafür sorgen, dass die Oberleitungsmasten, Signale, Stützen von Lärmschutzwänden usw. nicht unter Strom stehen können.

Wenn die fehlen, besteht die Gefahr, dass diese Teile unter Spannung stehen, daher ist aus Sicherheitsgründen der Strom abzuschalten.

Gast: Austriacusat
17.09.2012 12:32
2 1

Das ewige Lied

Pannen im Zugsverkehr -> Verspätungen -> kaum Information an die auf den Bahnsteigen wartenden Pendler und mieserables Management durch die ÖBB. An den Telefonen nur Leute, die weder helfen wollen noch die Anliegen der Fahrgäste ernstnehmen. Dazu kommen noch Unmengen von Fehlauskünften. Auf den Rücken der Pendler und Steuerzahler ausgetragene Probleme, wie seit eh und je. Ein Skandal, der schnellstens privatisiert und ausgstaubt gehört.

Re: Das ewige Lied

Wenn das privatisiert wird, dann gibt es keine Pendler mehr. Dann werden die unrentablen Nebenstrecken sofort eingestellt.

Antworten Antworten Gast: Johann S
17.09.2012 16:23
0 0

Re: Re: Das ewige Lied

Sie haben recht,die Privatisierung ist nrgends erfolgreich gewesen.
Schlechtestes Beispiel England.

Auch die Bedienung nicht cashträchtiger Regionen,würde kein Privater übernnehmen.
Fr Gr

Antworten Antworten Gast: Hurgo Tramha
17.09.2012 16:22
1 0

Wie zB die Pinzgauer Bahn

die seit der Abgabe durch die ÖBB massive Investitonen und eine starke Steigerung der Pendlerzahlen erlebt hat.

Antworten Antworten Antworten Gast: Johann S
17.09.2012 18:19
0 0

Re: Wie zB die Pinzgauer Bahn

Wird durch das Land Sazburg,auch öffentliche Hand, betrieben.

Danke an EU und Schengen

Volksgüter und Eigenbesitz, täglich wird gestohlen was das Zeug hält.
ZurHölle mit EU und Schengenabkommen.

Gast: x1415
17.09.2012 11:53
0 0

Süßenbrunn

liegt in Wien, soweit ich weiß. Wegen einer Störung in Wien fällt zwischen Gänserndorf und der Grenze also der Bahnstrom aus? naja...

Antworten Gast: Gast4711
17.09.2012 15:08
0 0

Re: Süßenbrunn

Ist die Stadtgrenze Wien/NÖ

dank EU und Schengen

gehören solche Delikte zur Tagesordnung! Aber macht ja nichts, der Steuerzahler und Pendler, kommen gerne dafür auf. Solche Leute sollten als vogelfrei gelten und dementsprechend von der Bevölkerung behandelt werden.

Re: dank EU und Schengen

Was hat die eu und schengen mit den weltmarktpreisen und der nachfrage nach kupfer zu tun? Aber nachdem fuer sie "solche Delikte zur Tagesordnung" gehoeren, duerften sie im jahr ca. 350 tage in einer parallelwelt leben. Und wenn es dort "vogelfreie" gibt, duerfte diese welt von einer ziemlich primitiven lebensform bewohnt sein.

Antworten Antworten Gast: 43er
17.09.2012 16:45
0 0

Die EU

ist ja wohl wirklich nicht an allem schuld.

6 1

Re: Re: dank EU und Schengen

Mit dem Kupferpreis hat Schengen natürlich nichts zu tun, aber dafür damit, dass man dank Schengen hunderte Kilo schwere Kupferkabel problemlos über die unkontrollierte Grenze schaffen kann, was diesen Diebstahl entsprechend interessant macht.

Re: Re: Re: dank EU und Schengen

Warum ueber die grenze? Gibt es in oesterreich keine zwielichtigen haendler, welche die herkunft des kupfers nicht so genau hinterfragen?

2 1

Re: Re: Re: Re: dank EU und Schengen

Dass Sie notorisch gerne Österreich und die Einheimischen anpatzen wollen, ist ja nichts neues.

Fakt ist jedoch: Bisher waren alle erwischten Kupferdiebe Ausländer, meist aus Ungarn oder Rumänien. Die verkaufen das Kupfer an irgendwelche Händler in ihren Ländern, denn dort ist das Risiko geringer.

Gast: Kaiser Ferdinands Nordbahn
17.09.2012 09:12
3 0

Das hätts...

...zu meiner Zeit nicht gegeben:
"Der Pendlerverkehr auf der Strecke habe nämlich Vorrang."
Das zeigt den Verfall der Bedeutung der Eisenbahn, wenn internationale Schnellzüge Nachrang nach Pimperlzügen haben.....

Antworten Gast: Austriacusat
17.09.2012 12:34
2 0

Re: Das hätts...

Das ist ohnehin eine Fehlinfo, leider. Denn die Pendler zahlen den ganzen ÖBB-Moloch, nicht die paar "internationalen" Reisenden. Das war schon zu Ihrer Zeit so, ebenso wie das hundsmiserable Krisenmanagement der ÖBB bei jeder Betriebsstörung!!!

Das Hochwasser auf Twitter