Nach dem Chemieunfall am Samstag in Sooß im Bezirk Baden in Niederösterreich mit drei Verletzten dauern die Ermittlungen an. Mit der Räumung der Lagerhalle, die laut Feuerwehr "vollgestopft bis oben mit Säuren und Laugen" war, sollte am heutigen Montag begonnen werden. "Mir geht es um die Sicherheit", meinte die Sooßer Bürgermeisterin Helene Schwarz. Es sei "nicht notwendig, dass ein Privater so etwas lagert".
Niemand könne genau sagen, welche Substanzen gelagert seien, so der Badener Bezirkshauptmann Heinz Zimper laut ORF Niederösterreich. Bei dem Unfall erlitten drei Männer Verletzungen. Sie wurden mit Verätzungen im Gesicht in Krankenhäuser eingeliefert.
Unfall bei Entsorgungsarbeiten
Der Informationsfluss aus der Bezirkshauptmannschaft Baden erwies sich am heutigen Montag zunächst als dürftig. "Die Ermittlungsverfahren laufen", ließ eine Mitarbeiterin wissen. Näheres sei nicht bekannt.
Die Räumung der Lagerhalle sollte durch eine Fachfirma unter Aufsicht von Chemikern durchgeführt werden. Diese Entscheidung wurde noch am Samstag getroffen und das Objekt in der Folge "versperrt und versiegelt", wie die Feuerwehr mitteilte.
Zu dem Unfall war es bei Entsorgungsarbeiten gekommen. In einer aufgelösten Lagerhalle barst durch das Vermischen von 98-prozentiger hochgiftiger und hochätzender Schwefelsäure mit anderen Chemikalien ein 50-Liter-Fass.
(APA)
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