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Integrationswillige junge Türken: Studie widerlegt Vorurteil

19.09.2012 | 18:16 |  KARIN SCHUH (Die Presse)

Laut einer Studie der Uni Wien fühlen sich junge Türken eher als Österreicher als Jugendliche mit anderem Migrationshintergrund. Multikulturalität im Alltag wird als selbstverständlich und positiv bewertet.

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Wien. Jugendliche mit türkischem Hintergrund sehen sich selbst eher als Österreicher als ihre Altersgenossen mit anderem (etwa osteuropäischem oder nordafrikanischem) Migrationshintergrund. Zu diesem Ergebnis kam unter anderem ein Forschungsprojekt zu dem Thema „Identität und Vielfalt aus der Sicht Wiener Jugendlicher“, das die Universität Wien gemeinsam mit vier weiteren internationalen Universitäten derzeit durchführt.

„Dieses Ergebnis widerspricht anderen Studien, wie etwa der Studie ,Leben in zwei Welten‘ von Hilde Weiss, wonach sich Türken mit der Integration schwerer tun als andere Gruppen“, sagt Vera Schwarz, die mit Projektleiterin Gerit Götzenbrucker am Wiener Publizistikinstitut dazu forscht.

Bei dem Forschungsprojekt wurden einerseits qualitative Befragungen von 50 Arbeiterkindern zwischen 14 und 17 Jahren durchgeführt und wurde andererseits ein Online-Spiel („YouTurn“) entwickelt, das Vorurteile abbauen und Jugendliche untereinander vernetzen soll. Befragt wurden Wiener Jugendliche aus drei Gruppen: jene mit türkischem Migrationshintergrund, mit (süd-)osteuropäischem oder nordafrikanischem Hintergrund (also Repräsentanten einer anderen großen Migrantengruppe) und mehrheitsösterreichische Jugendliche ohne Migrationshintergrund.

Laut dem Zwischenbericht der Studie – diese läuft noch bis 2013 – verfügt mehr als die Hälfte der Befragten mit Migrationshintergrund über eine doppelte Identität, sprich sie sehen sich als Österreicher und Migrant. Etwa ein Viertel fühlt sich nur als Österreicher. Lediglich ein Achtel fühlt sich gar nicht als Österreicher, der Rest will sich nicht zuordnen. Interessant ist dabei, dass sich junge Türken in einem stärkeren Ausmaß als Österreicher betrachten als jene Jugendliche mit einem anderen Migrationshintergrund. So heißt es in dem Bericht: „Insbesondere ist keine Abschottung der MigratInnen und speziell der TürkInnen von der Gesellschaft feststellbar.“

Generell wird bei den Befragten die Multikulturalität im Alltag als selbstverständlich und positiv bewertet, während sich bei allgemeinen Aussagen populistische Diskurse bemerkbar machen. „Aussagen wie ,Das Boot ist voll‘, die von manchen Parteien und Medien gemacht werden, haben auch bei den Jugendlichen ihre Wirkung – bei allen drei Gruppen. Allerdings werden sie eher allgemein getätigt, im Alltag spielt das keine Rolle“, so Schwarz. Zur Vielfalt in Wien äußerten sich alle drei Gruppen positiv, lediglich Österreicher ohne Migrationshintergrund beurteilten diese kritischer.

 

Klasse wichtiger als Herkunft

Weiters kamen die Studienautorinnen zu dem Schluss, dass die Kategorie soziale Klasse – alle befragten Jugendlichen stammen aus Arbeiterfamilien – eine wichtige Rolle spielt. Immerhin gibt es bei den Erfahrungen und Einstellungen aller drei Gruppen nur wenig Unterschiede. „Das ist eine zentrale Variabel, die mehr berücksichtigt werden muss“, meint Götzenbrucker. Sie wirft damit die Frage auf, dass, wenn es Probleme mit der Integration gibt, diese vielleicht eher mit der Klassenzugehörigkeit zu tun haben können.

Im Rahmen des Projekts wurde auch die Internetnutzung untersucht. „Dabei hat sich gezeigt, dass die befragten Jugendlichen von der Erweiterung der sozialen Netzwerke nur marginal profitieren“, so Götzenbrucker. Das zeige sich auch bei dem Thema Freundschaft. „Da haben Jugendliche ein sehr konservatives Bild. Die Befragten erwarten sich von ihren Freunden Loyalität, Unterstützung und Sicherheit. Netz-Bekanntschaften sind ihnen weniger wichtig.“

Auf einen Blick

„Multikulturalität, Integration und jugendliche Lebenswelten in Wien“ lautet das Thema eines Forschungsprojekts, das die Universität Wien mit vier anderen internationalen Unis durchführt. Dabei wurden Jugendliche mit sowie ohne Migrationshintergrund befragt und wurde ein Online-Spiel entwickelt. Der Zwischenbericht wurde gestern, Mittwoch, bei der Tagung Migrations- und Integrationsforschung präsentiert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.09.2012)

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156 Kommentare
 
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Gast: Störrisch...
09.10.2012 18:20
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Was machen jetzt 90% der Ösis mit deren Vorurteile (also Lügen)...

...gegen Migranten?

Wie soll man nun bitte ordentlich in schwarz/weiss und Schubladen einteilen und sich auf Kosten anderer erhaben fühlen?

Mein Vorschlag....statt Herren-Rassen-Denken eine schöne ausführliche Gesprächs-Therapie...

;-)

Eine Studie eines Publizistik-Instituts - muss man mehr dazu sagen?

Bei derlei Nachrichten weiß man eigentlich nie, worüber man sich mehr ärgern soll: über die tatsächlich - man kann es ja oft genug selbst beobachten - vorhandene Integrationsunwilligkeit bestimmter Immigranten oder über die Verlogenheit sogenannter "Wissenschaftler", die mit "Studien" beweisen, dass schwarz weiß ist und weiß schwarz.

Dass an dieser Studie, bei der gerade einmal 50 (in Worten: fünfzig) Personen befragt wurden, neben der Uni Wien noch vier weitere Universitäten beteiligt waren rundet das Bild nur ab.

Ach ja, natürlich: es handelt sich um das Institut für Publizistik. Derlei Institute produzieren am Fließband "Akademiker", von denen man nur hoffen - ja wirklich: hoffen - kann, dass sie lebenslänglich arbeitslos bleiben, damit sie der Allgemeinheit nur als Sozialfälle zur Last fallen; denn wenn diese Absolventen einmal einen Job finden, dann nur in der Politik oder in parteinahen, geschützten Werkstätten, wo sie durch ihre Tätigkeit für die Allgemeinheit einen noch um vieles größeren Schaden anrichten.

Gast: publizist
21.09.2012 08:37
9 0

Das Wiener Publizistik-Institut halt...

Da hat man also dem roten Haus- und Hof-Professor Fritz Hausjell ein bisschen Geld zugeschanzt, damit er "wissenschaftlich" belegt, was die üblichen Verdächtigen natürlich immer schon gewusst haben - nämlich, dass die Vorbehalte der Einheimischen nur Halluzination und Paranoia sind und dass - getreu der linken Ideologie - alle kulturellen Unterschiede nur auf ökonomische Ungleichheit zurückzuführen ist.

Bravor, Herr Hausjell. Und jetzt gehen's wieder an die Arbeit und schreiben's ein zweites Entlastungs-"Gutachten" für den Inseratenkanzler. Er wird es brauchen können...

Gast: mir reichts
21.09.2012 07:08
3 0

hoffentlich

haben die studiensteller auch ihre dolmetsche dabei.

aus lehrerkreisen erfahre ich, dass die überwiegende mehrzahl kein oder so gut wie kein deutsch kann.

ihr religiöser und politischer auftrag lautet "erobern",

nicht "sich integrieren".

Vieles wurde bereits theoretisch tiefer erfasst!

Mehr als 75 % besitzen eine hybride Identität, also eine, die aus Elementen mehrerer Kultur-Sprach-Politik-Wirtschaftswerte gebildet wird. Dies belegt unsere seit 1977 in Österreich öffentlich vertretene, aber bewusst unterdrückte These einer Mehrfach-Identität der Migranten. Noch wichtiger aber ist, dass die Studie Götzenbruckers die Bedeutung der *sozialen Klasse* hervorhebt. Wir behaupten schon lange, dass sich die Migranten in neuen Unterschichten unter den untersten Schichten der "heimischen" Bevölkerung (nämlich den Fach- und Hilfsarbeitern) etablieren mussten und dass eine Vielzahl von Ausgrenzungsmechanismen ihren Aufstieg behindern. Vielleicht könnte unsere neueste Zusammenfassung unter http://or-om.org/krmigration.docx , die auch vom Expertenrat des BMI ignoriert wird, als Anregung dienen.

es ist vorwahlkampf

man mwerkts
wer hat denn die studie bestellt
wer hat sie bezahlt ?

Antworten Gast: nina blum
21.09.2012 00:04
0 4

und spät ist es auch schon.........

man "mwerkts", gell!
Haben die Krügerl gewirkt?
Wer hat die bestellt?
Wer hat die bezahlt?

LOL!

Antworten Antworten Gast: Lingus
21.09.2012 09:42
0 0

Re: und spät ist es auch schon.........

Ninalein kann gegen die Fakten nicht an, darum muss Sie sich an Tippfehlern aufhängen.

Gast: Gabriel123
20.09.2012 19:51
9 3

Ist so!

Traue keiner Studie die du nicht selbst gefälscht hast!

Antworten Gast: justerix
20.09.2012 20:40
7 2

Re: Ist so!

Richtig! Wollte das gerade auch posten; sie sind mir zuvorgekommen.

Gast: Konservativer
20.09.2012 19:44
16 3

Liebe Uni Wien. Eure "Studie" wurde allein schon durch dieses Forum in der Luft zerrissen.

1.) Eine Stichprobe von 50 Personen bei einer Studie zu verwenden, ist nichts anderes als offener, frecher Hohn gegenüber wissenschaftlich redlichen Personen.

2.) Ich gebe euch eine Stichprobe. Über 100 Kommentare in der Presse, die euch auslachen und verspotten und Erfahrungen wiedergeben, die den Ergebnissen eurer Studie diametral widersprechen.

3.) Da diese Stichprobe größer ist als eure, darf eure Studie als zu 100% widerlegt betrachtet werden.

4.) An die Universitätsleitung: Wir erwarten von euch, dass Sie, im Namen wissenschaftlicher Redlichkeit, diese Studie OFFEN kritisieren und derartig unseriöse Praktiken, die im Namen der Universität Wien veranstaltet werden, künftig nicht mehr goutieren.

Wir erwarten weiters, dass sie den für die wissenschaftliche Redlichkeit der Universität Wien entstandenen Schaden anerkennen und personelle Konsequenzen ziehen.

o gott, a profi.

1.) qualitative forschung - ergo-> ergebnisse sind zu akzeptieren.
2.) wenn 20.000 idioten die ergebnisse einer studie goutieren oder halt a ned, is ziemlich powidl.
3.) ergo: studieren´s a bissl, dann dürfen´s auch wen widerlegen - wenn sie können.
4.) der rektor soll die gesamte qualitative sozialempirie verbieten? da lachen ja die hühner.

wenn sie schon nix von wissenschaft verstehen, dann trollen sie doch auf irgendeiner heimseite von rechtsaussen. dort sind sie dann in guter gesellschaft.

Antworten Antworten Gast: Konservativer
21.09.2012 18:54
2 2

Kurze Abfertigung.

"1.) qualitative forschung"

Stichprobengröße von 50 bedeutet null Repräsentanz, bedeutet null Qualität der Studie.

"2.) wenn 20.000 idioten"

Typisch Linker. Andersdenkende also Idioten bezeichnen.

"3.) ergo: studieren´s a bissl"

Das kommt von jemandem, der den Unterschied zwischen Akut und Apostroph nicht kennt? Amüsant.

"4.) der rektor soll die gesamte qualitative sozialempirie verbieten?"

Notfalls ja. Warum auch nicht?

"wenn sie schon nix von wissenschaft verstehen,"

Eine derart hysterische Reaktion kann eigentlich nur von einem der Studienautoren kommen.

Sonst noch was?

War's das?

P.S.: Sie wirken nicht gebildeter, wenn sie "ergo" statt "also" verwenden. Also blenden Sie hier nicht herum. Wir fallen nicht darauf herein.

jo, na eh...

sie haben völlig recht...

*klitschankopf*

wenn sie wenigstens versucht hätten, qualitative sozialforschung zu verstehen, dann...

ach, lassen wir das.

Re: Liebe Uni Wien. Eure "Studie" wurde allein schon durch dieses Forum in der Luft zerrissen.

Liebes Presseforum,

Zum Thema Stichprobe ?

ihr kennt schon den Unterschied zwischen quantitaiven und qualitativen Methoden ?

Antworten Antworten Gast: Konservativer
20.09.2012 23:50
10 0

Re: Re: Liebe Uni Wien. Eure "Studie" wurde allein schon durch dieses Forum in der Luft zerrissen.

Bittte versuchen Sie es nicht so billig.

Bei befragungs-basierten Studien IST die Stichprobengröße die Qualität der Studie. Eine Studie mit einer Stichprobe von 50 Personen ist qualitativ schlecht. Fertig.

Tiefpunkt

„Insbesondere ist keine Abschottung der MigratInnen (sic!) und speziell der TürkInnen von der Gesellschaft feststellbar.“
Na, eh net, mischen sich überall bunt unters Volk, sind bei der Feuerwehr und im Foto-Club, und überhaupt - das herzliche Miteinander lässt sich an jeder Bushaltestelle beobachten!

Wissenschaft und Lehre scheinen sich einem Tiefpunkt zuzubewegen. Vom Journalismus ganz zu schweigen.

Gast: nina blum
20.09.2012 19:11
2 13

Da erinnere ich mich noch ganz dunkel an so einen Do..el namens Sarrazin. Der hat auch nur Blödsinn geschrieben.

Und diese wissenschaftliche Arbeit widerlegt sowieso seine krausen Flausen.
Hauptsache er hat viel Geld für das Pamphleterl bekommen. Und die Neona... haben sich drüber gefreut.
Schönes Publikum, diese Loser.
Währenddessen machen unsere türkischstämmigen Migranten Karriere.

Antworten Gast: iustus prach
20.09.2012 22:11
3 0

super Satire !

Danke

Antworten Gast: Lingus
20.09.2012 19:55
7 1

Re: Da erinnere ich mich noch ganz dunkel an so einen Do..el namens Sarrazin. Der hat auch nur Blödsinn geschrieben.

Sarrazin konnte seine Thesen mit Statistischen Daten untermauern die nicht aus 50!!!!! Hanseln hochgerechnet wurden!

Gegen das Buch von Sarazin, egal wie man zu dessen Inhalt steht, ist das was uns hier serviert wird bestenfalls gut genug um im Ofen zu landen!

Antworten Gast: Konservativer
20.09.2012 19:45
9 1

Re: Da erinnere ich mich noch ganz dunkel an so einen Do..el namens Sarrazin. Der hat auch nur Blödsinn geschrieben.

Nennen sie eine statistische Behauptung Sarrazins, die nachweislich falsch ist.

Nur eine einzige.


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Migration und Integration

werden gerne schöngeredet, insbesondere in österreichischen Medien. Es ist erschreckend festzustellen, dass sich die Medien dazu hergeben, die beiden Themen immer wieder aufzuwärmen. Wer mit offenen Augen durch die Städte geht wird sehr wohl bemerken, dass sowohl Migration als auch Integration nur in wenigen Fällen tatsächlich funktionieren und dass unter der einheimischen Bevölkerung nach wie vor eine Distanz gegenüber Migranten besteht. Doch wir leben in einem Land, das von Multikultifreunden regiert wird, die die tatsächlichen Probleme gerne außer Acht lassen. Man will ja keine Probleme mit jenen Regierungen haben, aus deren Länder viele integrationsresistente Migranten kommen. Fazit: Man sollte derartige "Studien" lieber übersehen, da sie oft widersprüchlich sind und an der alltäglichen Realität doch nichts ändern werden. Nur "g'scheit reden" bringt auch nichts.

Antworten Gast: netzwerker5
20.09.2012 19:15
9 0

Re: Migration und Integration

Buschkowsky`s neues Buch zu seinem Neukölln scheint Pflichtlektüre zu werden. Ein SPD-Mann in führender Verantwortung berichtet aus der Wirklichkeit und von der Notwendigkeit, Probleme nicht schönzureden, sondern auszudiskutieren. Ob das für die "Unseren" ein Denkanstoss wird?

Pseudostudie...

...die noch dazu im Auftrag jener Firma erstellt wurde, die größtes Interesse hat, ihre neue entwickelte facebook-application "yourturn!" zu promoten, siehe https://igw.tuwien.ac.at/seriousbeats/Serious_Beats/About.html

Und dafür geben sich die Uni Wien und die TU her?

 
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