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Innsbruck ist die neue Radmetropole

20.09.2012 | 16:44 |   (Die Presse)

Österreich hat eine neue Radhauptstadt: Bereits 23 Prozent aller Wege werden in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck per Fahrrad zurückgelegt. Wien ist fast Schlusslicht, setzt aber immer mehr Maßnahmen.

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Wien/Innsbruck/RED. Österreich hat eine neue Radhauptstadt: In Innsbruck wurden 2011 bereits 23 Prozent der Alltagswege mit dem Rad gefahren, geht aus einer Untersuchung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) hervor. Auf den Plätzen folgen Bregenz (2010 an der Spitze), Graz und Salzburg. Am niedrigsten ist der Radverkehrsanteil in Eisenstadt, Linz und Wien. Der VCÖ fordert nun mehr Fahrradstraßen, mehr Platz zum Radeln in den Städten und mehr Stellplätze. Den Spitzenplatz hat sich Innsbruck durch viele Maßnahmen erarbeitet. In den vergangenen zehn Jahren wurde die Infrastruktur ausgebaut und eine fahrradfreundliche Verkehrsplanung umgesetzt, betonte der VCÖ am Donnerstag. Viele wettergeschützte Parkplätze für Fahrräder wurden errichtet, die Räder können in den Innsbrucker Verkehrsbetrieben kostenlos mitgenommen werden und es gab Bewusstseinskampagnen.

Der VCÖ wies darauf hin, dass in Innsbruck viele Autofahrer auf das Rad umgestiegen sind: Während der Radverkehrsanteil seit dem Jahr 2002 von 13 auf 23 Prozent gestiegen ist, sind die mit dem Pkw gefahrenen Wege von 42 auf 33 Prozent gesunken. Der Anteil der Alltagswege, die 2011 mit dem Fahrrad gefahren wurden, im Vergleich der Hauptstädte: Innsbruck: 23 Prozent,  Bregenz: 20 Prozent, Graz: 18 Prozent, Salzburg: 18 Prozent, St. Pölten: zwölf Prozent, Klagenfurt: zwölf Prozent, Wien: sechs Prozent, Linz: sechs Prozent, Eisenstadt: fünf Prozent.

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Erste fahrradfreundliche Straße

Wien gehört zwar zu den Schlusslichtern im Bereich des Radverkehrs, doch die Stadt setzt nun Maßnahmen, um den Rückstand aufzuholen: Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou hat erst am Donnerstag Österreichs erste „fahrradfreundliche“ Straße – die Hasnerstraße – eröffnet.
Das bedeutet: Die Straße wurde einerseits verkehrsberuhigt. Andererseits haben alle Radfahrer, die dort unterwegs sind, Vorrang. Dieses Modell wurde entwickelt, nachdem sogenannte „Fahrradstraßen“ in der Straßenverkehrsordnung (StVO), nicht wie von Vassilakou gewünscht, verankert werden konnten. Die grüne Verkehrsstadträtin ist jedenfalls mit dieser Musterstraße, der noch weitere folgen sollen, mehr als zufrieden: „Wir schreiben heute Radgeschichte in Wien und in ganz Österreich.“

Heute, Freitag, werden in Wien von der Radfahragentur „kleine Aufmerksamkeiten“ an die Wiener Autofahrer verteilt – als Geste für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.09.2012)

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1 Kommentare

haha

nichtmal in ihrer kernkompetenz sind die grünen "marktführer"