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Reaktionen: "Richtige, überfällige Maßnahmen"

21.09.2012 | 12:55 |   (DiePresse.com)

Eine breite Unterstützung zeichnet sich für das von Verkehrsministerin Bures angekündigten Maßnahmenpaket für den Radverkehr ab.

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Zahlreiche Reaktionen haben am Freitag die von Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) präsentierten Vorschläge in Sachen Radverkehr ausgelöst.

Begegnungszonen und Fahrradstraßen werden durch die Bank begrüßt. Beim Telefonieren am Fahrrad gibt es auch die Forderung nach einer abgeschwächten Variante eines Verbots. Und auch um eine Senkung der Promillegrenze für Radfahrer, die vorerst nicht angedacht ist, könnte es noch weitere Diskussionen geben.

Vassilakou: "Richtige, überfällige Maßnahmen"

Die Wiener Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) lobte die Vorschläge: Fahrradstraßen, Begegnungszonen und - dort wo es Sinn mache - eine Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht seien "richtige und überfällige Maßnahmen", versicherte Vassilakou. Sie lobte auch das geplante Handy-Verbot: Telefonieren während des Radfahrens sei hochgefährlich, genauso wie beim Autofahren. Und sie bekräftigte, dass sie so wie Bures nichts von Nummerntafeln für Radfahrer halte.

Martin Blum, der Radfahrbeauftragte der Stadt Wien, spricht von einem richtigen Schritt. Auch er betont etwa, dass Telefonieren während des Fahrens keinesfalls sinnvoll sei. Die Absage an Kennzeichen ist laut Blum eine "gute Entscheidung". Denn eine Umsetzung sei praktisch kaum durchführbar.

VCÖ gegen Handyverbot

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) begrüßt die Pläne für Begegnungszonen und Fahrradstraßen. Allerdings tritt der VCÖ punkto Telefonieren am Rad für Bewusstseinskampagnen statt Strafen ein. Schon beim Auto funktioniere die Überwachung de facto nicht: "Im gesamten Jahr 2011 wurden nur 150.000 Autofahrer beim Telefonieren am Steuer erwischt, obwohl an einem einzigen Tag ein Vielfaches an Telefonaten beim Autolenken geführt werden", hieß es in einer Aussendung

In der Schweiz gebe es laut dem Verkehrsclub bereits mehr als 200 Begegnungszonen. Dort gelte Tempo 20, wer zu Fuß gehe, habe Vorrang, und Parken sei nur auf markierten Stellen erlaubt. "In Österreich wird wieder mehr zu Fuß gegangen. Grund sind die höheren Spritpreise und das gestiegene Gesundheitsbewusstsein. Deshalb ist es wichtig, unsere Städte und Gemeinden fußgängerfreundlicher zu gestalten", betonte VCÖ-Experte Markus Gansterer. Der VCÖ wies darauf hin, dass in Wien bereits gleich viele Wege zu Fuß wie mit dem Auto zurückgelegt werden.

Kuratorium für Senkung der Promillegrenze

Auch das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) unterstützt ein Verbot für Telefonieren am Rad, sowie die Einführung von Fahrradstraßen und Begegnungszonen. Eine Senkung der Promillegrenze auf 0,5 für Radfahrer würde das Paket noch verstärken, hieß es am Freitag in einer Reaktion.

"Ein Radfahrer ist mit Alkohol im Blut genauso reaktionsschwach wie ein Autofahrer. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Beteiligung alkoholisierter Radfahrer an Verkehrsunfällen um fast 100 Prozent erhöht", betonte KFV-Direktor Othmar Thann. "Vor allem setzt sich ein Radfahrer damit auch vollkommen ungeschützt und leichtsinnig möglichen Kollisionen mit PS-stärkeren und karosseriegeschützten Verkehrsteilnehmern aus.

(APA/red.)

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1 Kommentare
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Die Kennzeichnung....

fehlt und somit bringt auch das Handyverbot nichts da man anonyme nicht bestrafen kann.