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Rot-Kreuz-Affäre: Intrigen statt Hilfe

21.09.2012 | 18:29 |  von Gerhard Hofer (Die Presse)

In Tirol manövriert die ÖVP das Rote Kreuz fast in den Ruin und bedient sich dabei alter Seilschaften aus Zeiten des Blaulichtskandals „Adonis“. Das Rote Kreuz hilft sich mit fragwürdigen Abrechnungsmethoden.

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Das Schreiben umfasst 18Seiten und könnte für ein politisches Beben sorgen. Der dänische Großkonzern Falck, der in 30Ländern Pannendienst-, Feuerwehr- und Rettungseinsätze fährt, beeinsprucht beim Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) in Tirol die Vergabe des Rettungsdienstes an das Rote Kreuz. Das Dokument, das der „Presse“ exklusiv vorliegt, rückt nicht nur den freiwilligen Rettungsdienst ins Zwielicht und bringt Tiroler ÖVP-Landespolitiker an den Rand des Rücktritts. Es platzt mitten in die bundesweite Debatte über die Abschaffung der Wehrpflicht und des Zivildienstes. Und es malt ein Sittenbild österreichischer Realpolitik. Hinter den Kulissen werden Millionen an Steuergeldern verteilt.

Die Geschichte beginnt im August 2009. Das Land Tirol wagt es erstmalig in Österreich, den Rettungsdienst EU-weit auszuschreiben. Eine Maßnahme, die die Rettungsorganisationen – allen voran das Rote Kreuz – vor den Kopf stößt. Bisher war man gewohnt, sich mit der Politik und Sozialversicherung im Stillen zusammenzuraufen. Doch das Land Tirol spielte nicht mehr mit. Es wollte ein Bieterverfahren. Warum? Da man auf diese Weise die Rettung schneller zwingen konnte, die Dienste der sündteuren, aber unterbeschäftigten Leitstelle des Landes zu nutzten, heißt es. Die Leitstelle war im Zuge des digitalen Blaulichtfunks Tetron errichtet worden. Tetron? War da nicht was?

 

Mensdorffs Jagdfreunde am Werk

Der Skandal um die Auflösung und Neuausschreibung des 300 Millionen Euro teuren Blaulichtprojekts „Adonis“ beschäftigte den Untersuchungsausschuss des Parlaments. Geladen war im Frühjahr dieses Jahres auch Christian Nordberg. Der Jurist beriet einst das Innenministerium bei der Ausschreibung von „Tetron“. Er pflegte engen Kontakt zu Christoph Ulmer, dem früheren Kabinettchef von Innenminister Ernst Strasser. Er war befreundet mit Christian Switak, dem früheren Kabinettchef von Günther Platter im Verteidigungs- und später im Innenministerium. Die drei trafen sich hin und wieder auch bei den mondänen Jagdausflügen des Waffenlobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly.

Im August 2009 war Platter Tiroler Landeshauptmann und sein langjähriger Adlatus Switak zum Finanzlandesrat avanciert. Als es darum ging, den Rettungsdienst auszuschreiben, setzte man wieder auf die Hilfe von Nordberg. Die Geschichte wiederholt sich. Und wieder scheint sie in einen veritablen Skandal zu münden.

In diesen Skandal wird auch das bis dato untadelige Rote Kreuz mit hineingerissen. Denn um in Tirol auch weiterhin Rettungseinsätze fahren zu dürfen und die knapp 4000 freiwilligen Helfer nicht zur Untätigkeit zwingen zu müssen, legte die vom Roten Kreuz dominierte Bietergemeinschaft „Rettungsdienst Tirol“ ein ruinöses Anbot. Um 27 Millionen Euro wollte man die Versorgung in Tirol gewährleisten. Allen Beteiligten war klar, dass dieser Betrag nicht ausreichen würde. Das Rote Kreuz rang Landeshauptmann Platter schließlich eine interne Zusage ab, die „Holperer“ bei der Ausschreibung zu planieren. Tatsächlich wurden dem Rettungsdienst fast zehn Millionen Euro nachgeschossen. Argumentiert wurde dies mit einer „Leistungsadaption“. „Dem Vernehmen nach wurde die Vertragsänderung mit Umlaufbeschluss vom 9.August 2012 im Tiroler Landtag beschlossen“, heißt es in der Beschwerde von Falck. Der Konzern sieht in der Nachbesserung einen Verstoß gegen das Vergaberecht. Denn mittlerweile liegen die Kosten für den Tiroler Rettungsdienst auf Höhe des Angebots der Falck-Gruppe. Wie eine Rettung mit Zivildienern und 4000 Freiwilligen genauso teuer sein kann wie ein kommerzielles Unternehmen? „Das kann man nicht vergleichen, wir haben nun viel höhere Qualitätsstandards“, sagt Thomas Wegmayr, Geschäftsführer des Tiroler Roten Kreuzes.

Der Tiroler ÖVP-Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg ließ der „Presse“ ausrichten, dass er laufende Verfahren nicht kommentiert. Hinter vorgehaltener Hand wird ihm Amtsmüdigkeit attestiert, ein Posten bei den Tiroler Landeskrankenanstalten TILAK könnte als Trostpflaster dienen, heißt es.

Wortkarg gibt sich Tilg auch auf Fragen zu dem unter Verschluss gehaltenen Gutachten des Salzburger Wirtschaftsprüfers Wolfgang Hoffmann. Es liegt der „Presse“ vor. Hoffmanns Kritik ist massiv. So soll das Rote Kreuz dem Land 1,8 Millionen zu viel verrechnet haben, indem es 20 Prozent mehr Rettungswagen in Bereitschaft hielt als benötigt wurden. Das Rote Kreuz dementiert. „Bei der Gebarungsprüfung handelt es sich um ein Papier, das nur für die Auftraggeber und den Auftragsnehmer gedacht war. Dieses wird daher nicht kommentiert“, heißt es im Büro Tilg.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.09.2012)

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145 Kommentare
 
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Er hat recht !

Der Sozialbereich wird nie und nimmer wie eine profitorientierte Firma zu führen sein- wenn wir das zulassen, werden in wenigen Jahren Alte und Kranke wegen fehlenden 'Return of Investment' nicht mehr betreut werden- und das will wirklich KEINER !

Gast: gast name
25.10.2012 19:35
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ueber schrift

bla bla bla

Gast: klugscheis.ser
28.09.2012 15:40
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"klugscheissern und verteufeln" ändern nichts, selber mitmachen und mitwirken!

mir gefällt es immer wieder, wie gut sich leute in bereichen auskennen, in die sie noch nie einen tieferen blick gewagt haben.
ich lade jeden hier postenden ein, sich in "einer freiwilligen sozialorganisation" selbst zu engagieren - "klugscheissern und verteufeln" ändern nichts, selber mitmachen und mitwirken!
die perfekte organisationen gibt es nicht und so haben sie natürlich nicht nur ihre sonnenseiten sondern auch ihre mankos und mängel. die gehören auch aufgezeigt um eine veränderung zu bewirken (betriebsblindheit gibt es - aber nicht alles ist so klar und so leicht zu ändern, wie es von aussen den schein erweckt).

die diskussion "wehrpflicht" zeigt das, klar. viele halten die wehrpflicht für nicht mehr zeitgemäß, aber umso mehr sprechen sich für den zivildienst für mann und frau aus, weil das soziale lernen für junge menschen eine der wertvollsten positiven prägungen einer zivilisierten gesellschaft darstellt und den sozialen frieden sichert.
also soll man nun pro wehrpflicht oder pro berufsheer abstimmen???

aber zurück zu den schwachstellen der sozialorganisationen: es werfe der den ersten stein, der ohne schuld ist!

jeder der hirn, bessere ideen und vorschläge hat und dies mit nachdruck und ausdauer in einer organisation einbringt, kann dort etwas bewegen. vielleicht nicht von heute auf morgen, aber es funktioniert.

ps: welche leistung wurde für 10 mio erbracht - war das im angebot der dänen enthalten - ja oder nein? sonst stimmt die rechnung nicht!

Gast: Blankensteiner Husar
24.09.2012 09:52
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JA, das freiwillige Gratis-Rot-Kreuz-Märchen!

Lasst Euch mal von der Gebietskrankenkasse sagen wieviel ein Transport kostet.
Dann werden die Sympathien für diesen Verein bald schwinden.

Gast: Hoppala
23.09.2012 18:30
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Dänen billiger

Also mal langsam zum Mitschreiben. Das Rote Kreuz bietet um 27 Mio an. (Das stand im Bericht) In einer anderen Tageszeitung steht, dass Falck um 37 Mio angeboten hat. Das Land schießt dem Roten Kreuz fast 10 Miio nach und dann sollen die Dänen billiger sein? Kann es sein, dass man hier nicht rechnen kann.
27 Mio plus fast 10 Mio ist nicht gleich 37 Mio.
oder?

Re: Dänen billiger

Es besteht scheinbar der Verdacht, dass das ursprüngliche Angebot in Absprache mit dem Land Tirol um 10 Millionen Euro auf eben 27 Mio reduziert wurde, um Falck zu unterbieten, mit der Option, dieses Geld vom Land dann zu bekommen. Weil ein Rettungsdienst unter 37 Mio in Tirol gar nicht machbar ist. Und jetzt schießt das Land in zwei Jahren rund 10 Mio. zu. Stimmt der Verdacht, dann würde das den Steuerzahler mehr kosten, als wenn Falck den RD für 37 Mio ohne Zuschüsse vom Land gestellt hätte.

Antworten Gast: Gerri Fotsig
23.09.2012 19:13
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Re: Dänen billiger

na dann, dann ist ja alles eh in bester ordnung, oder ? wie immer, oder ? eigentlich gibt es gar keine korruption in öst., eigentlich schon aber, gell ?!

und die fast 10 Millionen Euro Steuergeld, aber geh, der Steuerzahler hat's ja, eigentlich.

Gast: GrafGudenus,P
23.09.2012 15:59
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Rotkreushelfer

1918 +, erster Bundespräsident: Graf Rudolph Traun, leitender Mitarbeiter in Wien - umsonst natürlich - Herr Rittmeister Camillo Hardt, Bruder meiner Grossmutter, aus jüdischer Familie. Heute könnte ein Herr Androsch diese oder jene Position ausüben, solange Intriganten, Querulanten sich nicht zu beschäftigen haben.

Antworten Gast: Genosse Graf Gudenus, Paris
23.09.2012 17:22
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Herr,

weil Illuminierte glauben könnten dhoch zumindestens ein kleines "v.”

Gast: BerlinerWiener
23.09.2012 13:58
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Willkommen im Jahr 2012

"...auch zufrieden, wenn die Arbeit von irgendwelchen Ostdeutschen erledigt wird."
Meine Empfehlung, Verehrtester! In keinem Fall eine schlechte Wahl. Bin seit 8 Monaten in Ihrem Land im medizinischen Bereich und der universitären Ausbildung tätig, nicht weil ich billiger, sondern einfach besser bin. Und mich auch nicht durch Leute wie Sie zum Dienst nach Vorschrift verleiten lasse. Nach 23 Jahren sollten Sie langsam aufpassen, dass Sie nicht rechts überholt werden. Und dass der Ossi nicht unbedingt schlechter als der Ösi sein muss.

Gast: GrafGudenus, Paris
23.09.2012 11:03
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Falck

Bin mit Falk aufgewachsen, Spielzeug dieses Namens, in DK zumindestens seinerzeit gang und gängig. Neben Lokomotive der Dänischen Staatsbahnen musste man auch einen Falk Rettungswagen haben rückte nicht aus; so deutsches Flugzeug abgeschossen worden war. Falk notiert an der Börse, was - wie erfahren - einem befremderte

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Deswegen spende ich nicht mehr:

Zitat: Ja, aber Sie haben einen Eigentümer, der Gewinne erzielen möchte. Wäre das beim Roten Kreuz auch so, würden wir vieles nicht tun, etwa auf dem Gebiet des humanitären Völkerrechts oder der Pflege.

Das Rote Kreuz ist ein Teil der politisch korrekten Sozialindustrie, die uns Einwanderung in die Sozialsysteme als humantäre Aufgabe aufs Auge drückt.

Soziale Organisationen haben - so gut sie auch starten - die Tendenz zum Selbstzweck für interne Profiteure zu werden. Die Organisation ist dann nicht mehr für den Patienten, sondern die Patienten sind für die Organisation da und im Hintergrund wird von Mitgliedern kräftig profitiert. Da schließe ich keine soziale Organisation aus, weswegen ich der Meinung bin, daß es eine Ablaufzeit für jede soziale Organisation geben sollte. Gleichzeitig sind Neugründungen von Idealisten im gleichen Feld zu unterstützen.

Ich bin überzeugt, der Nutzen wäre trotz strukturellem Mehraufwand höher, da die Apparate nicht versteinern würden (zu viele Angestellte, Privilegien, überflüssige Altaufgaben......).

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Re: Deswegen spende ich nicht mehr:

Ihre Krtik wurde schon von C.N. Parkinson formuliert. Dieser geniale Mensch hat nicht nur die Parkinsonschen Gesetze formuliert, mit den die Beamtenvermehrung gerechent werden kann. Er hat auch festgestellt, das jede Organisation, egal zu welchem Zweck diese gegründet wurde, früher oder später zum Selbstzweck wird. Diese Tendenz ist in jeder Organisation immanent.
Raiffeisen ist schon lange nicht mehr für die Bauern, der Konsum war nur mehr für die Angestellten, die Bawag war nur mehr Zweck für die Genossen und ganze Königreiche nur mehr für den Herrscher... Glasuben Sie dass das Lagerhaus für die Landwirte ist. Auch die politischen Oareteien sind Selbstzweck.

Re: Deswegen spende ich nicht mehr:

..."Soziale Organisationen haben - so gut sie auch starten - die Tendenz zum Selbstzweck für interne Profiteure zu werden."...
wahre worte!

Gast: Ehre wem Ehre gebührt.
22.09.2012 21:15
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Freiwillige Helfer

Als ich nach einem Insektenstich - ich bin allergisch - binnen 10 min. (am Land) von der Rettung erstversorgt wurde, der Fahrer ein Zivi, die Dame eine freiwillige Helferin, die mir auf dem Weg ins Krankenhaus erzählte, dass sie beinahe die gesamte Freizeit dem Rettungswesen widmet, möchte ich an dieser Stelle meinen tiefen Respekt ausdrücken.

Genauso der Helfern der freiwilligen Feuerwehr, die, als mein Keller nach einem Starkregen gut 60 cm unter Wasser stand, mit ihren Pumpen und in voller Mannschaft anrückten und die Malaise binnen einer Stunde beseitigten.

Vielen Dank an dieser Stelle, von solchen Menschen könnten sich viele ein Stück abschneiden.

Re: Freiwillige Helfer

Bitte um Entschuldigung.
Ich wollte eigentlich auf plus drücken, habe mich aber auf minus verklickt.

Ich finde Ihren Kommentar schön, denn was immer auch an der obigen Geschichte dran ist, sollte man doch nicht vergessen, dass sehr viele Menschen sehr viel Zeit opfern um anderen zu helfen.
Nicht nur, aber auch beim Roten Kreuz.

Gast: Strasser Aufsicht!
22.09.2012 19:37
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Der dänische Falck-Konzern ficht die Vergabe an die vom Roten Kreuz dominierte Bietergemeinschaft „Tiroler Rettungsdienst“ vor dem Unabhängigen Verwaltungssenat in Tirol an.........

....gehört zu diesen Konzern nicht auch die Group 4 Falck GmbH dazu?......seltsam, haben die das nötig???

Antworten Gast: puuuuuuh
23.09.2012 01:44
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Re: Der dänische Falck-Konzern ficht die Vergabe an die vom Roten Kreuz dominierte Bietergemeinschaft „Tiroler Rettungsdienst“ vor dem Unabhängigen Verwaltungssenat in Tirol an.........

und wer hat sie beauftragt, das soooo geheimnisvoll zu schreiben ?

Antworten Gast: G. D.
22.09.2012 23:42
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Re: Der dänische Falck-Konzern ficht die Vergabe an die vom Roten Kreuz dominierte Bietergemeinschaft „Tiroler Rettungsdienst“ vor dem Unabhängigen Verwaltungssenat in Tirol an.........

Und? Was willst du damit sagen? Kannst du dich nicht ausdrücken, so wie du es gerne möchtest? Oder hast du allgemein ein Problem damit? Wenn die gut sind, wo ist da tatsächlich das Problem? Und wenn die sogar besser sind? ---- na dann nichts wie her mit denen Dänen :-)))

Gast: Loris
22.09.2012 19:32
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Auszahlung des gesetzlichen Verpflegungstagsatzes

Eine weitere Sache, die man sich beim Roten Kreuz tunlichst genauer ansehen sollte, ist die Umgehung der Auszahlung des gesetzlichen Verpflegungstagsatzes für Zivildiener.

Zu meiner Zeit konnte man nämlich entweder das von der RK-Organisation Essen auf Rädern bereitgestellte Fertig-Gericht in Anspruch nehmen, oder aber ersatzlos auf diese Leistung verzichten und damit den Anspruch auf das Verpflegungsgeld verlieren.

Pikant: Der Verpflegungstagsatz lag damals bei ~ 13 Euro, die Mahlzeit wurde aber regulären Essen-auf-Rädern-Kunden um 7 Euro überlassen. Das heißt, dass das RK bei jedem Zivildiener jeden Tag sieben Euro Gewinn gemacht hat — NUR durch die Zwangsbeglückung mit absolut minderwertigen Lebensmitteln.

Antworten Gast: Vogel Strauss
23.09.2012 08:18
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Re: Auszahlung des gesetzlichen Verpflegungstagsatzes

Komisch - bei uns ist das Essen auf Rädern nicht minderwertig, da würden sich die Kunden nämlich beschweren und wo anders bestellen ... subjektive Wahrnehmung?

Antworten Gast: sdfdsf
23.09.2012 02:45
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Re: Auszahlung des gesetzlichen Verpflegungstagsatzes

bei den 13 euro sind frühstück und abendessen auch dabei, du dummkopf! also wenn du NUR mittag essen auf rädern bekommen hättest, hättest du von den eur 13 den anteil noch bekommen. was cih mich erinnern kann ist die aufteilung 30% frühstü+ck 40% mittag 30% abendessen oder so ähnlich.

das hat aber alles nichts mit dem RK zu tun sondern ein gesetz vom vater staat, du armer dahinraunzender ex-zivildiener, der anscheinend nicht einmal sich ansatzweise informiert hat, was in welcher form zusteht und was eben nicht.


Antworten Antworten Gast: Loris
23.09.2012 15:23
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Re: Re: Auszahlung des gesetzlichen Verpflegungstagsatzes

ich weiß. nur kann ich als zivildiener schlecht einen anwalt bezahlen, der meine ansprüche durchsetzt.

fakt ist: ich habe nur diese eine mahlzeit erhalten, keine weiteren zahlungen. in summe gingen 6 euro pro tag vom staat direkt ans rote kreuz.

und ich frage mich, wozu hier moderiert wird, wenn solche ausfälligen meldungen veröffentlicht werden.

Antworten Gast: VRH
22.09.2012 23:30
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Re: Auszahlung des gesetzlichen Verpflegungstagsatzes

Jo mei, so is des halt bei uns in Estreich, drum woll ma des dener Dänen net überlassn. Vastehst?

Gast: erstmal gast hier
22.09.2012 18:05
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Respekt

Herr Gerry Foitik war mir bisher nicht bekannt. Aber ich muss sagen: Respekt! Jede seiner - wirklich guten - Antworten sitzt. Und zwar richtig.

Antworten Gast: nochmal gast hier
23.09.2012 01:39
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Re: Respekt HA HA HA !

Leute wie Gerry sind Teil eines Systems, das an der Umverteilung von Millionen Euro Steuergeld beteiligt ist.

Dafür Respekt aufbringen können nur Leute, die auch Teil dieses Systems sind.

Wir, der Rest in Österreich, werden dafür sorgen, dass das ein Ende findet, und ich zolle all jenen Respekt, die da mitmachen.

 
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