23.05.2013 00:21 Merkliste 0

Badeschluss: Das Gänsehäufel verliert Gäste

23.09.2012 | 18:10 |  MARTIN STUHLPFARRER (Die Presse)

Das Gänsehäufel an der Alten Donau ist das beliebteste Bad der Stadt, heuer wurde aber das größte Minus seit Jahren verzeichnet. In Summe war es für die Bäder aber ein guter Sommer.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien. Das beliebteste Bad der Stadt ist unangefochten das Gänsehäufel (496.510 Besuche), vor dem Kongressbad (308.204 Besuche) und dem Simmeringer Bad (165.000 Besuche). Bemerkenswert ist ein Trend: Das Gänsehäufel hat heuer den größten Einbruch seit Jahren und gegenüber 2011 rund 28 Prozent weniger Badegäste verzeichnet. Die Ursache dafür ist unbekannt. Gewinner der heurigen Saison ist dagegen das Angelibad. Es konnte ein Plus von fast 50 Prozent auf 113.000 Besuche verbuchen.

In Summe war es für die Bäder ein guter Sommer. Genau 2.607.719 Besuche wurden in den städtischen Bädern verzeichnet. Das sind zwar um rund fünf Prozent weniger als 2011, trotzdem rangiert die heurige Saison auf Platz fünf der Bestenliste, die seit 1945 geführt wird. Und das, obwohl mit 101 Schlechtwettertagen überdurchschnittlich viele Badetage ins Wasser fielen. Als bestes Jahr in der Geschichte der Stadt gilt noch immer das Jahr 2003, als rund 3,1 Millionen Besuche gezählt wurden. Am größten war der Andrang heuer in der ersten Juliwoche. Rund 380.000 Wiener stürmten die öffentlichen Bäder. Nebenbei: Trotz der Hitze verzeichnete auch die Therme Wien ein Plus. Im Juni wurde die dritthöchste Besucherzahl seit Beginn der Sommeraufzeichnungen registriert. Wochentags lagen die Besucherzahlen zwischen 1500 und 1800 Gästen, am Wochenende waren es bis zu 3600 Gäste. Die Sommerauslastung wurde damit auf rund 65 Prozent erhöht.

Naturgemäß hängen die Besucherzahlen der Bäder vom Wetter ab. Und der Sommer 2012 war ein Sommer der Extreme – viel Hitze, massive Regenfälle und Hagel. Und auch deutlich (fast zwei Grad) wärmer als im Durchschnitt. Erst zweimal in der 246-jährigen Geschichte der Temperaturaufzeichnungen in Österreich war es im Juni, Juli und August noch heißer – nämlich 1992 und 2003. Vor allem der Osten und Südosten Österreichs lagen laut Ubimet nah an der europäischen Hitzeglocke, und entsprechend hoch war auch die Anzahl der heißen Tage mit mehr als 30 Grad von Mitte Juni bis Ende August. In Summe gab es in Wien laut ZAMG 35 Hitzetage – 15 mehr als im langjährigen Schnitt. Die höchste Temperatur wurde in Andau (Burgenland) mit 37,9 Grad gemessen, nach Neusiedl (37,8 Grad) kommt bereits die Wiener Innenstadt (37,7 Grad). Dort wurde auch der höchste Mittelwert des Sommers gemessen – 22,6 Grad.

 

Hitze, Unwetter, Muren

Der Sommer 2012 war allerdings auch durch Unwetter und Überschwemmungen gekennzeichnet. Vor allem in der Obersteiermark gab es um bis zu 60 Prozent mehr Regen als sonst – konzentriert auf wenige Tage. Der Juli geht als einer der nassesten und unwetterreichsten Monate der letzten Jahre in die Geschichtsbücher ein. Herausragend waren zum Beispiel der 8. Juli im Tiroler Unterland mit bis zu 8 cm großen Hagelschloßen oder auch die schweren Unwetter und Murenabgänge vom 19. und 20. Juli mit katastrophalen Auswirkungen besonders im Bezirk Liezen.

Auf einen Blick

Die städtischen Bäder haben eine gute Saison hinter sich: 2.607.719 Besuche wurden im Sommer verzeichnet. Das sind zwar um rund fünf Prozent weniger als 2011, trotzdem ist die heurige Saison die fünftbeste seit 1945. Das Gänsehäufel blieb zwar das beliebteste Bad der Stadt, hat aber 28 Prozent weniger Gäste empfangen als 2011.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.09.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

28 Kommentare
 
12
Gast: parkschani
24.09.2012 17:16
1 1

das soziale wien

lässt die parkplätze vor öffenlichen bädern sauteuer privat bewirtschaften. - das ist asozial!

Gast: derlehrer
24.09.2012 09:24
8 2

...

Das Gänsehäufl wird niemehr das selbe sein und auch Wien wird niemehr die selbe Stadt, wie vor 10 Jahren sein.
Die neuen Österreicher werden uns bleiben und deswegen Österreicher versammelt euch wieder und gehts wieder in Gruppen zu 20igst schwimmen und zeigts den neuen Österreichern mal wer zuerst da war.... anstatt immer deppat herumzuweinen! Wien war immer so, Wien wird immer so sein. Wehren muss man sich halt.

Re: ...

ohjeh - wohl immer noch nicht kapiert, dass nie irgend etwas wieder genau so sein wird, wie es "damals" war...

sowas nennt man leben...

3 4

Re: ...

Lehrer ? Eher die kurzsichtige klischeehafte Denkungsart der Rechten. Wer als Lehrer kein Geschichtswissen hat ist unglaubwürdig: In der ersten Hälfte des 19. Jhdt. kamen massenweise Menschen mit ihren Familien aus Böhmen, Polen und Friaul nach Wien um sich als Ziegelarbeiter, Dienstmädchen und Köchinen ihr Geld zu verdienen. Diese Menschen haben sich über Generationen integriert. Aber mit sturem Blick nach rechts, kann oder will man offensichtlich nicht in längeren Zeiträumen denken.

0 1

Re: Re: ...

Die von Ihnen genannten Personen haben Österreich quasi "mit" aufgebaut, was haben die heutigen getan?

0 3

Re: Re: Re: ...

Man muss nur mit klarem, unvoreingenommenen Blick durch die Welt gehen : Pflegepersonal, Bauarbeiter, Gastgewerbe, Marktstandler und alle jene Berufe für die sich viele "gestandene" Österreicher bereits zu gut

3 1

Re: Re: Re: Re: ...

AUSSERHALB der Ballungszentren machen diese Arbeiten sehr wohl noch "Österreicher"!

Antworten Antworten Antworten Gast: Mor Dor
24.09.2012 14:02
1 1

Re: Re: Re: ...

Die arbeiten und zahlen Steuern.
Und machen v.a. die Arbeiten, für die sich die Österreicher zu fein sind.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: NocheinGast
24.09.2012 15:24
3 1

Re: Re: Re: Re: ...

Was, die Sozialhilfe muß man auch versteuern???????

1 0

Re: Re: Re: Re: ...

AUSSERHALB der Ballungszentren machen diese Arbeiten sehr wohl noch "Österreicher"!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Mor Dor
24.09.2012 16:03
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: ...

Geh bitte.
Einfach schauen, wer zB die Pflegeberufe ausübt.

2 0

Re: Re: Re: Re: Re: Re: ...

Die PflegerInnen sind Hauptsächlich Österreicher! Das ist sowieso KEIN Beruf der unter jeder Würde ist, was sind denn Sie für Einer?!? Das Hilfswerk würden Sie sagen, ist voll von Migranten oder wie?!?

3 12

PEINLICH

Selbst bei einem Thema das ganz und gar nichts mit Politik zu tun hat, fühlt sich eine rechte Minderheit bemüssigt ihren unappetitlichen Senf dazuzugeben. Einfach rechts, einfach peinlich.

Der Grund: U1-Sperre

Zumindest für uns hat sich die Fahrzeit dadurch deutlich erhöht.

Babylon

Ich liebe so sehr Babylon, das ich das Gänsehäufel den Babyloniern überlasse.

3 5

Re: Babylon

FRAGE: Ist es eigentlich ein erhebendes Gefühl, wenn man sich als Rechter -scheinbar - als etwas Besseres fühlt ?

Gast: Kurti D.
23.09.2012 21:11
12 1

Parkplatz-Abzocke mit Besitzstörungsklagen

So etwas kann einem den Badetag ganz schön vermiesen.

Antworten Gast: gfhfgh
24.09.2012 10:52
1 2

Re: Parkplatz-Abzocke mit Besitzstörungsklagen

naja wenn man wo parkt wo man nicht darf, sind sie selber schuld.

sie werden vermutlich auch aufmucken, wenn man auf ihr grundstück (falls sie so etwas haben sollten) einfach seine drecksschleuder hinparkt - vermutlich auch noch so deppert, dass man nicht einmal daran vorbei kann.

Re: Re: Parkplatz-Abzocke mit Besitzstörungsklagen

was meinen sie mit Dreckschleuder? klingt irgendwie aggressiv.

Re: Re: Re: Parkplatz-Abzocke mit Besitzstörungsklagen

Ein Individualauto ist eine Dreckschleuder, weil es Dreck in die Mitwelt schleudert, im Fall von dieselbetrieben seit einigen Jahren auch wissenschaftlich bewiesen krebserregend.
Auch Massenbeförderungs- und Lieferfahrzeuge sind Dreckschleudern, aber in öffentlichem Interesse.
Noch Fragen?

Gast: Badewaschl
23.09.2012 20:49
26 4

Mit der Bevölkerung

wurden auch die Badegäste ausgetauscht. Kann auch gerne darauf verzichten auf lärmendes Babylonisches Sprachengewirr, rücksichtsloses Balestern, freche schreiende Bangerten. Entweder ruhige treue Langzeit Badegäste/Kabinenmieter oder importierte Lauf Kundschaft.

Gast: Brustschwimmer
23.09.2012 20:39
16 7

Proletengesindel und separierte exklusive Beamtenoase am Nordzipfel


auf Kosten der Gebührenzahler.

ROT = Klassenpolitik pur. Die Rechnung erstellt Strache.

Gast: so schaus aus
23.09.2012 19:35
29 5

das publikum im gänsehäufel ist nicht mehr dasselbe wie früher

keine steht auf stänkernde und pöbelnde jugendliche aus ******. schade um das schöne bad.

Antworten Gast: ido
23.09.2012 23:01
6 9

Re: das publikum im gänsehäufel ist nicht mehr dasselbe wie früher

ich bin recht oft im Gänsehäufel und habe und hatte noch nie Probleme dort. Vlt. hat es mit dem Spruch "Wie man in den Wald hineinruft..." zu tun?

1 5

Re: Re: das publikum im gänsehäufel ist nicht mehr dasselbe wie früher

Sie sind auch nicht mit rechtsnationalen Scheuklappen ausgestattet.

Re: das publikum im gänsehäufel ist nicht mehr dasselbe wie früher

Dafür hat es einen echt tollen Behindertenbereich, und der ist echt einzigartig in Wien!!!

 
12