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Neues System: WGKK stellt Daten ins Netz

23.09.2012 | 18:10 |   (Die Presse)

Um an die Daten – etwa Leistungen, die man bei Ärzten und in Spitälern in Anspruch genommen hat, sowie das Rezeptgebührenkonto – zu kommen, muss man sich auf der Website (www.wgkk.at) registrieren.

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Wien/Mpm. Es klingt praktisch und einfach: Auf einen Klick können Menschen, die bei der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) versichert sind, im Internet auf ihre persönlichen Krankendaten zugreifen. „e-WGKK“ nennt die Kasse ihr Service, das es zwar schon einige Zeit gibt, über das die Versicherten aber nun stärker informiert werden. Um an die Daten – etwa Leistungen, die man bei Ärzten und in Spitälern in Anspruch genommen hat, sowie das Rezeptgebührenkonto – zu kommen, muss man sich auf der Website (www.wgkk.at) registrieren: entweder über die Bürgerkarte oder via Handy-Signatur. Allerdings sind beide Wege eher aufwendig: Um an eine Bürgerkarte zu kommen, ist eine eigene, nicht ganz unkomplizierte Registrierung notwendig (Infos: www.buergerkarte.at). Auch für die Handy-Signatur (www.handy-signatur.at) sind einige eher mühsame Schritte erforderlich: Eine Möglichkeit ist, diese über „Finanzonline“ zu bekommen, wofür aber wiederum eine eigene Registrierung beim Finanzamt notwendig ist.

Hat man diese virtuelle Bürokratie geschafft, funktioniert das Service einfach. Sogar das Pensionskonto kann man über die WGKK-Seite einsehen und sich über seine Versicherungszeiten informieren. Außerdem kann man sich über die Website wieder gesundmelden oder eine Adressänderung bekannt geben.

 

Online-Bürokratie verwirrt

Datenschützer sind von dem Onlineservice der Wiener GKK nicht übertrieben begeistert. Arge-Daten-Chef Hans Zeger hält das Sicherheitssystem zwar für sicher, bezeichnet aber die Bürgerkarte als „undurchschaubares, instabiles System, das nicht ordentlich funktioniert“. Zudem sorge jede neuerliche Registrierung für Verwirrung. Gerade ältere Menschen würden sich oft nicht zurechtfinden. „Auch wenn die Systeme sicher sind: Für den Laien ergibt sich eine unübersichtliche Situation.“ In dieser würden Betrug und kriminelle Aktivitäten („Phishing“) leichter funktionieren.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.09.2012)

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1 Kommentare
Gast: Hans im Glück
24.09.2012 09:02
2 0

So ein Affentheater mit der virtuellen Bürokratie...

Nur weil man was eigenes Entwickelt hat, dies viel gekostet hat, will man nicht eingestehen, dass man an den Bedürfnissen der Menschen vorbeiprogrammiert hat.

Warum kann ich ganz einfach mich beim Finanzamt einloggen und bei der WGKK nicht?

Da brauch ich die Bürgerkarte und was weiß ich was alles.

Ich mache diesen Affentheater nicht mit.
Ihr könnt euch euer Angebot sonst wohin stecken.