Salzburg. Max Reinhardt hatte einen Traum: Der Festspielgründer wollte im Park seines Schlosses Leopoldskron in Salzburg Freilufttheater nach barockem Vorbild aufführen. Um sich diesen Traum zu erfüllen, entstand in acht Jahren Bauzeit in den 1920er-Jahren eine neobarocke Parkanlage mit Theater, einer Orangerie für exotische Früchte, Wasserwegen, Teichen und einer Fülle von Skulpturen und Balustraden auf dem sieben Hektar großen Areal. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Kleinod der barocken Gartenkunst in Vergessenheit geraten, die Natur holte sich die ihr abgetrotzten Flächen zurück.
Für die Experten des Bundesdenkmalamts eine spannende Aufgabe: „Der Garten ist eine richtige Wundertüte“, schwärmt Landeskonservator Ronald Gobiet. Immer wieder werden in dem auf Moorboden stehenden Wäldchen im Sumpf versunkene Figuren, überwucherte Marmorteile oder Fundamente entdeckt. Insgesamt 200.000 Euro wurden in den vergangenen zehn Jahren in die Sicherung und Sanierung der barocken Steinskulpturen investiert.
Am 30. September kann man den normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Park anlässlich des „Tags des Denkmals“ von 10 bis 16 Uhr besuchen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.09.2012)
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